16. März 2010
Von Viola Reinhardt
Die positive Nachricht zuerst: Nicht immer muss man gleich von dem Schlimmsten ausgehen, wenn sich Beschwerden in der Hüfte aufzeigen, denn in vielen Fällen steckt eine harmlose Verspannung der Oberschenkelmuskulatur dahinter. Allerdings sollte man selbst hellhörig und vor allem aktiv werden, wenn sich die Schmerzen und Beschwerden über einen längeren Zeitraum aufzeigen, denn dann kann tatsächlich eine Arthrose vorliegen.
Liegt eine Verspannung am Oberschenkelmuskel, dem sogenannten Gluteus medius, vor, der sich an der Hüfte außen entlang zieht, treten durchaus Schmerzen auf, die gleich Schlimmeres befürchten lassen. In den meisten Fällen zeigt sich allerdings, dass lediglich eine dauerhafte falsche Körperhaltung der Auslöser ist, was sich durch eine gezielte Körpertherapie relativ rasch wieder korrigieren lässt. Diese Körpertherapie konzentriert sich darauf, eine einseitige Belastung zum Ausgleich zu bringen und somit für eine beidfüßige Balance zu sorgen.
Eine weitere Form der Hüftbeschwerden findet sich besonders in der kalten Jahreszeit. Die Kälte scheint dann fast in die Knochen zu kriechen und lässt sowohl im Knie als auch in der Hüfte eine Art Steifgefühl auf den Plan treten. Sehr häufig ist dann nicht ein Verschleiß der Gelenke dafür verantwortlich, sondern vielmehr eine Übersäuerung des Körpers. Diese wiederum wird durch die Ernährung ausgelöst und kann zu deutlichen Beschwerden auch in der Hüfte führen, da sich feine Kristalle in den Gelenken absetzen und sich wie Sand aneinander reiben. Neben einer Ernährung mit basischen Lebensmitteln wie etwa Gemüse, Obst und Natursäften und dem Verzicht auf Wurst, Fleisch, Süßwaren oder auch Milchprodukten, hilft auch der regelmäßige Besuch in einer Sauna, eine gezielte und verstärkte Atmung sowie eine moderate Bewegung dazu die Beschwerden abklingen zu lassen.
Erweisen sich allerdings die Beschwerden und auch Schmerzen als über einige Monate anhaltend, dann kann man jedoch davon ausgehen, dass die Hüfte von einem Verschleiß, und somit einer Arthrose betroffen ist. Aufgrund einer Abnutzung im Gelenk reiben sich Knochen an Knochen und lösen die sehr häufig stark schmerzenden und bewegungseinschränkenden Beschwerden im Hüftbereich aus. Manchmal helfen eine sanfte Bewegung sowie die Einnahme von Chondroitin und Glucosamin, doch vielfach wird je nach Erkrankungsgrad eine Operation mit dem Austausch des zerstörten Hüftgelenks gegen eine Teil- oder Total-Endoprothese nötig. Dank innovativer Weiterentwicklungen im Bereich der Chirurgie und der Herstellung von Prothesen, ist solch ein Eingriff inzwischen jedoch weitaus schonender als es noch vor einigen Jahren der Fall war und ermöglicht es den meisten Patienten nach der Reha-Phase sogar wieder Rad zu fahren oder eine andere Sportart auszuüben und den Alltag in einer neuen Unbeschwertheit erleben zu können.
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