Geschmacksstörungen sind ein eher seltenes Symptom. Nicht immer muss eine Behandlung erfolgen.
Eine Geschmacksstörung kann sich auf unterschiedliche Art und Weise äußern. Eine schwere Form der Geschmacksstörung ist der vollständige Verlust des Geschmackes. Die Patienten essen dann und können nicht schmecken, ob die Nahrung z.B. süß oder sauer ist. Eine etwas leichtere Form der Geschmacksstörung beeinträchtigt den Geschmackssinn soweit, dass der Patient noch minimal schmecken kann, welche Art von Lebensmittel er zu sich nimmt.
Einige der Patienten können auch nur bestimmte Geschmacksrichtungen nicht schmecken. Andere Patienten wiederum haben einen Geschmack im Mund, der ihnen unangenehm ist, ohne dass sie jedoch etwas essen. Die Patienten haben dann z.B. unabhängig vom Essen einen süßlichen oder bitteren Geschmack im Mund.
Oftmals tritt eine Geschmacksstörung zusammen mit einer starken Erkältung auf. Die Patienten leiden dann u.a. unter einer verstopften Nase. In diesem Fall schmecken die Patienten für die Dauer ihrer Erkältung häufig nicht mehr oder nur noch sehr wenig. Der Geschmackssinn kommt jedoch von selbst wieder zurück, sobald der Schnupfen abgeklungen ist. Eine Behandlung muss hier in der Regel nicht erfolgen.
Tritt die Geschmacksstörung hingegen unabhängig von einer Erkältung auf, so sollte dies ärztlich abgeklärt werden. Der Arzt fragt seinen Patienten, ob er gar nichts mehr schmecken kann oder nur noch bestimmte Geschmacksrichtungen erkennt, seit wann die Beschwerden bestehen und ob der Patient Vorerkrankungen hat bzw. Medikamente einnimmt.
Im Rahmen der Diagnostik werden unterschiedliche Untersuchungen durchgeführt. Zuerst untersucht der Arzt den Mund- und Rachenraum sowie die Nase nach Auffälligkeiten. Anschließend können diverse Geschmackstests durchgeführt werden. Die Tests sagen aus, was der Patient noch schmecken kann und wie intensiv der Geschmack jeweils ist.
Je nach Art des Untersuchungsergebnisses kann auch eine genaue Untersuchung des Speichels notwendig werden. Auch weiterführende Untersuchungen wie z.B. eine Computertomografie oder ein Besuch bei einem Neurologen können in einigen Fällen sinnvoll sein.
Viele Geschmacksstörungen verschwinden von selbst wieder, ohne dass eine Therapie erfolgen muss. In anderen Fällen gibt es einige Medikamente, die zur Behandlung eingesetzt werden können, z.B. ein Zinkpräparat.
Konnte der Arzt durch seine Untersuchungen eine bakterielle Erkrankung feststellen, so verordnet er ein Antibiotikum.
Nimmt der Patient Medikamente ein, die die Geschmacksstörung verursachen, so kann der Arzt meist ein anderes Präparat mit gleicher Wirkung jedoch ohne dieser Nebenwirkung verordnen.
Hat ein Tumor im Körper die Geschmacksstörung ausgelöst, so erfolgt meist eine Operation. Soweit dies möglich ist, wird der Tumor entfernt. Anschließend ist meist eine Chemo- und/oder Strahlentherapie notwendig. Bei großen Tumoren, die sich an einer schlecht zugänglichen Stelle befinden, können diese Therapien auch vor einer Operation durchgeführt werden, um den Tumor erst zu verkleinern und dann besser entfernen zu können.
Hat der Arzt eine Schilddrüsenerkrankung festgestellt, so verschwindet die Geschmacksstörung häufig, wenn der Patient entsprechende Schilddrüsentabletten einnimmt.
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