29. März 2011
Meist ist ein Nabelbruch harmlos, und oftmals muss er auch nicht operativ behandelt werden. Der Nabelbruch birgt jedoch einige Risiken und wenige Spätfolgen.
Normalerweise kann der Nabelbruch bei Babys sanft nach innen gedrückt werden. Das Baby verspürt dadurch keine Schmerzen. Sollte dies jedoch nicht möglich sein, dann muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Das Risiko eines Nabelbruches besteht darin, dass Darminhalt darin eingeklemmt wird und abstirbt. Dieser Teil des Darmes müsste dann operativ entfernt werden und die Verdauung kann dadurch lebenslang beeinträchtigt werden.
Wird ein Nabelbruch operativ behandelt, so besteht wie bei jeder anderen Operation auch ein geringes Risiko, dass sich die Wunde infiziert, dass das Baby das Narkosemittel oder andere Medikamente nicht verträgt oder dass sich Blutergüsse im Operationsbereich bilden. Bei der Operation werden in seltenen Fällen Nerven verletzt, die zu Gefühlsstörungen im Bereich des Nabels führen können. Oftmals bilden sich diese jedoch nach einiger Zeit von selbst wieder zurück.
Eine sehr schwere Folgeerkrankung eines operierten Nabelbruches kann eine Bauchfellentzündung sein. Diese bildet sich, wenn während der Operation Keime in den Bauchraum gelangen. Die Bauchfellentzündung stellt jedoch nur eine sehr seltene Folge eines Nabelbruches dar.
In seltenen Fällen bildet sich ein Nabelbruch nach einigen Jahren erneut, auch wenn er zuvor operativ korrigiert wurde. Dies geschieht bei Erwachsenen jedoch häufiger als bei Kindern und wird ausgelöst, wenn z.B. schwer gehoben oder längere Zeit hinweg sehr stark gehustet wird.
Grundsätzlich ist ein Nabelbruch jedoch harmlos. Sehr viele neugeborene Babys leiden darunter. Statistiken zufolge sogar jedes fünfte normal geborene Baby und acht von zehn Frühchen. Bei fast allen normal geborenen Babys bildet sich der Nabelbruch jedoch innerhalb der ersten Lebensjahre von selbst zurück, ohne dass eine Operation erfolgen muss. Nur selten verursacht der Nabelbruch bei den Kindern Beschwerden wie z.B. Schmerzen. Sofern der Arzt beurteilen kann, dass keine Eingeweide eingeklemmt sind, kann durchaus abgewartet werden, bevor eine operative Behandlung erfolgt.
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