3. März 2011
Babys, die vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren werden, bezeichnen Ärzte als Frühchen. Je kleiner das Baby noch ist, desto höher ist oft die Wahrscheinlichkeit für Spätfolgen.
Normalerweise werden Babys nach 40 Schwangerschaftswochen geboren. Babys, die zu früh geboren werden, bezeichnet man als Frühchen, wenn sie vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren werden. Je früher ein Baby geboren wird, desto unreifer ist es meist noch. Die Lungen sind noch nicht richtig entwickelt, die Babys können noch nicht alleine atmen oder saugen und haben auch sonst Anpassungsschwierigkeiten. Meist werden die Frühgeborenen dann in so genannten Inkubatoren, auch Brutkästen genannt, medizinisch intensiv versorgt. Oft müssen die Babys beatmet und künstlich ernährt werden. Je mehr medizinische Hilfe ein Baby nötig hat und je früher es geboren wurde, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Baby Spätfolgen der frühen Geburt davon trägt.
Frühgeborene Kinder leiden häufiger unter ADS bzw. ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom bzw. Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätssyndrom) als Kinder, die zum normalen Geburtstermin auf die Welt kamen.
Auch körperliche Behinderungen können die Spätfolgen einer Frühgeburt sein. Die Kinder können teilweise das Laufen und Sitzen nicht lernen oder entwickeln Spastiken. Auch Autismus oder die Lese-/Rechtschreibschwäche tritt bei Frühchen häufiger auf.
Frauen, die als Frühchen geboren wurden, erleiden später statistisch gesehen selbst häufiger eine Frühgeburt.
In schweren Fällen bei besonders kleinen Frühchen können Schädigungen der Augen auftreten. Die Kinder haben eine verminderte Sehkraft oder sind durch die vielen intensivmedizinischen Behandlungen sogar blind.
Auch geistige Beeinträchtigungen oder Hirnschädigungen, die epileptische Anfälle verursachen, können die Spätfolgen einer Frühgeburt sein. Oft können die Kinder aufgrund der geistigen Beeinträchtigungen keine normale Schule besuchen, sie werden in Förderschulen entsprechend ihrem Gesundheitszustand gezielt gefördert.
Asthma kann in späteren Jahren ebenfalls die Folge einer Frühgeburt sein. Viele Kinder haben auch Verdauungsbeschwerden und Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
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