Meeresfrüchte - Gesundheitswert und Verwendungsmöglichkeiten

Als Meeresfrüchte werden sämtliche essbaren Meerestiere, die nicht zu den Wirbeltieren gehören, bezeichnet. Dazu zählen u.a. Muscheln, Tintenfische, Garnelen, Hummer und Krabben. Meeresfrüchte sind gesund und bringen eine Menge guter Inhaltsstoffe mit. In der Küche können sie vielfältig verwendet werden. Informieren Sie sich über den Gesundheitswert von Meeresfrüchten und holen Sie sich wertvolle Küchentipps.

Arten und gesundheitliche Vorzüge von Meeresfrüchten

Meeresfrüchte - Inhaltsstoffe und Gesundheitswert

Meeresfrüchte gelten als leicht bekömmlich und kalorienarm, sodass man sie ohne schlechtes Gewissen verzehren kann. Manche von ihnen verfügen zudem über einen hohen Gehalt an Eiweiß. Ihr Protein ist von hoher Qualität und enthält lebensnotwendige Aminosäuren.

Zu den gesunden Inhaltsstoffen der Meeresfrüchte gehören auch die Omega-3-Fettsäuren. Diese haben eine entzündungshemmende Wirkung und beugen Thrombosen vor.

Sie wirken sich senkend auf die Triglycerid und den LDL-Spiegel, das sogenannte schlechte Cholesterin aus und halten dadurch die Gefäße elastisch. Auch vermindern sie das Infarktrisiko.

Auch Mineralstoffe und Spurenelemente wie

findet man reichlich in den delikaten Meeresfrüchten. Jod sorgt für eine gesunde Schilddrüse, während Selen und Zink zu den Radikalenfängern gehören. Schon eine Portion kann den täglichen Bedarf an diesen Stoffen decken. Weitere wichtige Mineralstoffe sind

Auch wichtige Vitamine wie die B-Vitamine sind in den Meerestieren enthalten. Diese beugen, nach neuesten Untersuchungen, der Alzheimer-Krankheit vor.

Als einzig negativer Inhaltsstoff gilt Cholesterin, der einen hohen Anteil einnimmt. Wer also Probleme mit seinem Cholesterinspiegel hat, sollte die Meeresfrüchte nur in Maßen genießen.

Meeresfrüchte enthalten relativ wenig und vorwiegend gesundes Fett und hochwertiges Eiweiß, sie enthalten die essentiellen Aminosäuren, die der Körper nicht selbst produzieren kann, sie müssen von außen zugeführt werden. Aus diesem Grund sind sie auch für Diabetiker und im Rahmen einer Diät geeignet.

Verwendung von Meeresfrüchten in der Küche

Meeresfrüchte sind vielfältig einsetzbar. So findet man sie zum Beispiel als Zutat

In der Küche sind Meeresfrüchte vielfältig zu nutzen. Sie schmecken

  • sowohl als Vorspeise
  • als Beigabe in einer Paella aber auch
  • als Hauptgericht.

Ein knackiger Salat mit gebratenen Garnelenschwänzen ist eine vollwertige und leichte Mahlzeit. Meeresfrüchte sollten aber immer frisch verwendet und gleich gegessen werden, da ihre Eiweißstruktur leicht zerfällt verderben sie schnell, also immer frisch zubereiten. Tiefgekühlte Meeresfrüchte sollten auch nach dem Auftauen direkt zubereitet werden.

Bereits gegarte Muscheln, Meeresfrüchte und gekochtes Krebsfleisch sollten höchstens bis zu 2 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vorsichtig sollte man auch beim Aufwärmen sein: Meeresfrüchte sollten schnell und kurz erhitzt werden und dann gleich gegessen werden, danach nicht wieder erwärmen.

Beliebte Gerichte mit Meeresfrüchten

Zu den unzähligen verschiedenen Menü-Varianten gehören unter anderem

  • Garnelen im Tontöpfchen
  • Garnelen mit Schinken
  • Krabbenquiche
  • Scampi in roter Sauce
  • Shrimps-Gratin mit Champignons
  • Austern mit Pinienkernen und Speck
  • Miesmuschelragout
  • Muscheln mit Zitronengras
  • Zucchini mit Venusmuscheln
  • frittierte Calamares
  • Gemüsegratin mit Tintenfisch
  • kleine Tintenfische vom Grill oder
  • Meeresfrüchte im Teig.

Wer es einfach mag, kann die Meerestiere auch nur mit Zitrone oder Tomatensauce beträufeln und etwas Brot dazu essen. Da sich frische Meeresfrüchte nur schlecht lagern lassen, sollten sie bereits am Kauftag zubereitet werden. Auch wer tiefgekühlte Ware wählt, sollte diese nach dem Auftauen umngehend zubereiten.

Bereits gegarte Meeresfrüchte sollten höchstens bis zu 2 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vorsichtig sollte man auch beim Aufwärmen sein: Meeresfrüchte sollten schnell und kurz erhitzt und dann gleich gegessen werden.

Besonders im Mittelmeerraum werden viele Meeresfrüchte gegessen, ein ganz typisches Gericht mit Meeresfrüchten im Mittelmeerraum ist zum Beispiel die spanische Paella, aber auch in italienischen Pastasaucen begegnen uns häufig Meeresfrüchte.

Richtiges Konsumverhalten: Welche Meeresfrüchte man umweltschonend verzehren kann

Fisch und Meeresfrüchte könnten der Vergangenheit angehören, wenn die Verbraucher nicht zu Produkten aus nachhaltiger Fischerei greifen. Beim Genuss derartiger Produkte sollte man auch immer den Umweltgedanken im Hinterkopf haben.

Wofür steht das MSC-Siegel?

Für Fisch und Meeresfrüchte gilt im Prinzip das Gleiche: Verbraucher sollten beim Kauf von frischer oder tiefgekühlter Ware auf das so genannte "MSC-Siegel" achten, das auf der Verpackung oder an der Theke angebracht ist, wenn der Hersteller besonders umweltfreundlich arbeitet. Die Fischerei garantiert durch dieses Siegel, dass es zu keiner Überfischung kommt.

Wer umweltschonend essen möchte, braucht auf Meeresfrüchte nicht zu verzichten. Diese Meeresfrüchte kann man bedenkenlos verzehren, wenn sie ein entsprechendes Siegel wie das MSC-Siegel aufweisen:

und andere. Die Umweltschutzverbände haben dazu im Internet diverse Listen veröffentlicht, welcher Fisch und welche Meeresfrüchte umweltschonend verzehrt werden können.

Die verschiedenen Siegel, die nachhaltige Fischerei bedeuten, garantieren den Verbrauchern auch, dass die Meeresfrüchte

  • artgerecht gezüchtet und gehalten wurden
  • frei von Gentechnik sind und
  • nur bestes Futter bekommen haben.

Was kann man sonst noch beachten?

Neben diesem Siegel kann man - zumindest bei tiefgekühlten Produkten - auch erkennen, mit welcher Methode die Meeresfrüchte gefangen wurden. Da man natürlich nicht immer den Einkaufsratgeber der Umweltschutzorganisationen in der Tasche hat, ist man auf der sicheren Seite, wenn man zum einen auf die Angabe der Fangmethode und zum anderen auf das Siegel achtet.

In jedem Fall kann man auch zu Bio-Produkten greifen, wenn man seine Meeresfrüchte mit gutem Gewissen verzehren möchte. Genauso wie bei Fisch so gilt auch bei den Meeresfrüchten: Sie sollten keinesfalls täglich auf dem Speiseplan stehen, damit unsere Meere nicht über kurz oder lang leergefischt sind.

Die Einteilung der Meeresfrüchte

Unter Meeresfrüchten versteht man essbare Meerestiere, die nicht zu den Wirbeltieren zählen. So gehören zum Beispiel Fische oder Wale nicht zu den Meeresfrüchten.

Meeresfrüchte lassen sich in drei Kategorien einteilen. Dazu gehören

  • Krustentiere wie Panzerkrebse, Hummer, Langusten, Scampi oder Garnelen
  • Weichtiere wie Tintenfische, Kraken, Kalmaren, Muscheln und Schnecken sowie
  • die sonstigen Meerestiere wie Seeigel, Seegurken, Medusen oder Schwertschwänze.

Meeresfrüchte erfreuten sich bereits im alten Rom großer Beliebtheit. So verzehrten die Wohlhabenden bevorzugt Austern, Hummer und Garnelen und verstanden diese als Gaben der Götter. In der heutigen Zeit sind Meeresfrüchte das ganze Jahr über erhältlich, was den modernen Transportmöglichkeiten zu verdanken ist.

Beliebte Sorten von Meeresfrüchten

Zu den beliebtesten Meeresfrüchten zählen in erster Linie Krebstiere wie Garnelen. Diese bezeichnet man auch als Prawns, Krabben oder Shrimps. Von wirtschaftlicher Bedeutung für Deutschland ist vor allem die Nordseekrabbe, die eine Größe von fünf bis sieben Zentimeter erreicht und oftmals schon gekocht verkauft wird. Als besonders delikat gelten auch die Riesengarnelen, zu denen zum Beispiel die Hauptmannsgarnelen oder die Tiger Prawns gehören.

Zu den Panzerkrebsen zählen Hummer und Langusten. Die Languste unterscheidet sich vom Hummer dadurch, dass ihr die großen Scheren fehlen.

Die beiden größten Hummerarten sind der amerikanische Hummer und der europäische Hummer. Der amerikanische Hummer, der eine größere wirtschaftliche Bedeutung hat, kann eine Länge von 70 Zentimetern und ein Gewicht von rund sechs Kilogramm erreichen. Sein Fleisch gilt als besondere Delikatesse.

Langusten können bis zu 50 Zentimeter lang werden Allerdings ist ihr Fleisch umso zarter, je kleiner sie sind. Die Qualität des Fleisches ist dem Hummer sehr ähnlich.

Als Scampi bezeichnet man den Kaisergranat, der ein Verwandter des Hummers ist. Er hat jedoch einen schlankeren Körperbau als der Hummer und zudem kleinere Greifklauen. In der Regel erreicht er eine Größe von 12 bis 14 Zentimetern.

Zu den bekanntesten Krebsen gehört der Taschenkrebs, der in kalten oder gemäßigten Meeren zuhause ist. Man unterscheidet zwischen dem europäischen und dem kalifornischen Taschenkrebs. Er erreicht eine Länge von 15-20 Zentimetern.

Obwohl sein Fleisch sehr delikat ist, findet man ihn auf dem Markt nur selten. Ebenfalls zu den Meeresfrüchten wird der Flusskrebs gezählt, obwohl dieser nicht im Meer, sondern im Süßwasser zuhause ist.

Weitere Meeresfrüchte sind

  • die Medusen (Scheibenquallen), die zu den Nesseltieren gehören,
  • die Schwertschwänze, die Verwandte der Spinnen sind,
  • die Seeigel und
  • die Seegurken, die die Form einer Gurke haben.

Beliebte Weichtiere

Zu den begehrtesten Weichtieren gehören die Muscheln. In Deutschland findet man vor allem die

Miesmuscheln sind vom Preis her relativ günstig und werden häufig in Fischgeschäften angeboten. Die schwarze oder tiefblaue Schale hat die Form eines Halbmonds und erreicht eine Länge von fünf bis zehn Zentimetern. Auf Muschelfarmen wie in Neuseeland, Frankreich und Spanien züchtet man sie in großem Stil. Sie gelten als gesunde Nahrungsmittel, müssen jedoch verspeist werden, solange sie lebendig sind.

Ebenfalls zu den Meeresfrüchten zählen Schnecken wie die

  • Strandschnecke
  • Wellhornschnecke
  • Napfschnecke oder
  • Flügelschnecke.

Besonders in Frankreich gilt die gemeine Strandschnecke, die ca. vier Zentimeter groß wird, als Delikatesse.

Als Kopffüßler bezeichnet man Weichtiere wie

  • den Tintentisch
  • den Kalmar und
  • den Kraken.

Auch sie eignen sich für den Verzehr und gehören deshalb zu den Meeresfrüchten. Vor allem das Fleisch des Tintenfisches gilt als wohlschmeckend und proteinreich.

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  • Meeresfrüchte mit Spargelspitzen © HLPhoto - www.fotolia.de

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