7. Juli 2010
Als Mais oder Gemüsemais bezeichnet man eine Getreidepflanze. Er gehört zur Familie der Süßgräser.
Bei Mais, den man auch Gemüsemais, Zuckermais oder Kukuruz nennt, handelt es sich um eine Getreidepflanze, die zur Familie der Süßgräser (Poaceae) gehört. Mais zählt zu den bedeutendsten Nutz- und Futterpflanzen auf der Welt.
Kulturmais ist eine einjährige, sommergrüne und formenreiche Pflanze, die über einen kräftigen Bau verfügt. Ihr Wuchs kann Höhen zwischen einem und drei Metern erreichen. Maispflanzen tragen sowohl männliche als auch weibliche Blüten. Während die männlichen Blüten sich an der Spitze der Pflanze befinden, haben die weiblichen Blüten ihren Sitz in verschiedenen, achselständigen Kolben. Diese werden von Scheidenblättern umhüllt. Von den weiblichen Blüten wird ein langer Griffel ausgebildet. Dabei handelt es sich um die Maisfasern, die die Pollen auffangen, die vom Wind herangetragen werden. Nach der Bestäubung kommt es in den Kolbenachsen zur Entwicklung der Maiskörner, die in acht bis sechzehn Längsachsen heranreifen. Die Maispflanze verfügt zwar über mehrere weibliche Blütenansätze, es kommt jedoch nur zur vollständigen Ausbildung von zwei Kolben pro Pflanze. Sind die Körner voll ausgereift, nehmen sie zumeist eine goldgelbe Farbe an. Bei manchen Sorten kommt es auch zu einer blassroten Farbe. Diese Körner enthalten allerdings nur halb soviel Zucker wie die gelben Körner.
In Mitteleuropa liegt die Blütezeit der Maispflanze in den Monaten Juli bis September.
Der Mais kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Schon um 3000 v. Chr. baute man ihn in Mexiko an. Seine Urformen reichen sogar bis ins Jahr 5000 v. Chr. zurück. Nach Europa gelangte er im frühen 16. Jahrhundert, wo man ihn ab 1525 in Spanien anpflanzte. Zunächst diente der Mais vorwiegend als Futterpflanze. Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts kam es zur Entstehung des bekannten und geschätzten Zuckermais, was vermutlich aufgrund einer Mutation geschah. Zuckermais hat die Eigenschaft schneller als Futtermais zu reifen und zudem kleinere, zuckerreichere und zartere Körner zu entwickeln, die einen angenehm süßen Geschmack aufweisen. Im Endosperm besitzt der Gemüsemais anstelle von Stärke Zucker.
In der heutigen Zeit sind die Vereinigten Staaten von Amerika das wichtigste Anbauland für Gemüsemais. Dort verwendet man siebzehn Prozent der gesamten Anbaufläche für Zuckermais. Im Durchschnitt werden in den USA 2,4 Millionen Tonnen pro Jahr produziert. Größere Mengen davon gehen als Export nach Europa. Zu den wichtigsten europäischen Anbauländern gehören Spanien, Frankreich, die Niederlande und Großbritannien. Der Anbau in Deutschland ist dagegen eher bescheiden. Einheimische Produkte sind zwischen Juli und November auf dem Markt zu finden.
Insgesamt gibt es ca. 300 verschiedene Zuckermaissorten, die fast alle in den Vereinigten Staaten wachsen. Zu den bekanntesten Sorten gehören Zuckermais, Hartmais, Zahnmais, Stärkemais, Wachsmais und Puffmais, der zur Herstellung des berühmten Popcorns benutzt wird. Zahnmais verwendet man vorwiegend als Viehfutter.
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