Welche Gewürze zu welchen Speisen passen

Gewürze in Tonschalen, im Zentrum 2 Zimtstangen auf getrockneten Chilischoten

Eine Auswahl an bekannten Gewürzen für Essen, Gebäck und Süßspeisen

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  • von Paradisi-Redaktion

Ohne die richtigen Kräuter schmeckt das Essen fade und langweilig. Dabei ist es gar nicht so schwierig, mit Kräutern und Gewürzen Essen, Gebäck und Süßspeisen perfekt zu machen.

Tipps zur Verwendung

Frische Kräuter haben einen deutlich intensiveren Geschmack als getrocknete. Dafür bedeuten sie aber auch etwas mehr Arbeit. Eine praktische Alternative sind da tiefgefrorene Kräuter, die es fix und fertig in den Tiefkühltruhen der Supermärkte zu kaufen gibt.

Genauso sollte man eher Pfefferkörner als den schon gemahlenen Pfeffer bevorzugen. Werden die Pfefferkörner frisch gemahlen, schmecken sie deutlich intensiver als schon gemahlener Pfeffer. Bei einigen Gewürzen sollte man beim Kauf etwas aufpassen. Sie sind im Original sehr teuer und werden oftmals als billige "Kopie" verkauft.

Kräuter haben auch in der gesunden Ernährung einen großen Vorteil: Sie geben dem Essen Geschmack, wodurch man Salz einsparen kann. Außerdem haben sie keine nennenswerten Kalorien und sollten somit unbedingt Bestandteil eines Essens sein, das nicht nur kalorienarm gekocht wurde, sondern auch noch gut schmecken soll.

Die beliebtesten Kräuter und Gewürze

Zu den beliebtesten Kräutern und Gewürzen zählen

Welche Speisen man mit diesen Kräutern und Gewürzen verfeinern kann, erfahren Sie auf den nächsten Seiten.

Anis, Chili und Ingwer

Anis, Chili und Ingwer sind aus der Küche nicht wegzudenken. Aufgrund ihrer Vielseitigkeit kann man damit nicht nur warme Speisen, sondern zum Teil auch Gebäck verfeinern.

Anis

Häufig spricht man von Anis, obwohl man eigentlich Sternanis meint. Sternanis schmeckt zwar ähnlich und ist deutlich günstiger, hat aber eigentlich nichts mit dem originalen Anis zu tun. Anis passt geschmacklich sehr gut zu Brot und Backwaren wie zum Beispiel Kuchen.

  • Gerade aus der Weihnachtsbäckerei ist dieses Gewürz nicht wegzudenken.
  • Aber auch im Gemüse oder in Gerichten mit Fisch und Fleisch kann Anis das "Tüpfelchen auf dem i" sein.

Ingwer

Ebenfalls in der Weihnachtsbäckerei beliebt ist der Ingwer. Lebkuchen beispielsweise erhält seinen typischen Geschmack unter anderem durch die Zugabe von Ingwer. Aber auch in der herzhaften Küche ist Ingwer ein beliebtes Gewürz. Man kann ihn sowohl getrocknet kaufen, als auch eine Ingwerwurzel frisch reiben.

Wie der Anis, so kann auch der Ingwer Fischgerichte verfeinern. Zusätzlich passt er geschmacklich zu Lammfleisch oder Geflügel. In Asien verwendet man den Ingwer für praktisch alle scharfen Gerichte, und sogar der Wurzelstock wird zum Kochen verwendet.

Chili

Chili wird immer dann benötigt, wenn man dem Gericht Schärfe verleihen möchte. Ob man dabei frische Chilischoten verwendet oder lieber mit dem getrockneten Chilipulver würzt, ist Geschmackssache. Sowohl Fleischgerichte als auch Eintöpfe oder Saucen können mit Chili abgeschmeckt werden.

Als Faustregel kann man sich merken, dass das Gericht schärfer wird, je länger man eine frische Chilischote mitkocht. Dabei sollte man jedoch auch bedenken, dass es unterschiedliche Chilisorten gibt. Die einen sind schärfer, die anderen weniger scharf. Besonders scharfe Chilischoten können Schleimhautreizungen im Hals hervorrufen, mit dem Würzen sollte man hier vorsichtig sein.

Kardamom, Koriander und Kreuzkümmel

Ebenso zu den beliebtesten Gewürzen gehören Kardamom, Koriander und Kreuzkümmel. Während Kardamom und Koriander auch zum Backen verwendet werden können, gehört der Kreuzkümmel ausschließlich in die warme Küche.

Kardamom

Kardamom ist ein beliebtes Gewürz zum Backen von Weihnachtsleckereien. Im Gewürzkuchen ist er beispielsweise wichtiger Bestandteil.

In unserer Küche wird Kardamom eher selten zum Würzen von Speisen verwendet. In orientalischen Ländern dagegen gibt der Kardamom Fleisch- und Reisgerichten die richtige Würze.

Koriander

Auch Koriander ist im Weihnachtsgebäck zu finden. Zusätzlich findet man ihn aber auch im Brot sowie in der warmen Küche zum Würzen von Suppen, Saucen oder Fleischgerichten.

Bei uns werden überwiegend die Samen des Korianders zum Kochen und Backen verwendet. In Asien beispielsweise findet auch das Kraut der Pflanze Verwendung. Im Prinzip wird der Koriander bei uns wie auch Petersilie verwendet.

Kreuzkümmel

Kreuzkümmel sollte nicht mit Kümmel verwechselt werden, auch wenn sich beides ähnlich anhört. Der Geschmack ist aber doch recht unterschiedlich, so dass Kümmel nicht durch Kreuzkümmel oder umgekehrt ausgetauscht werden sollte.

Kreuzkümmel und Koriander geben geschmacklich eine ideale Mischung, besonders in der indischen Küche. Auch in der Türkei oder in Griechenland verwendet man den Kreuzkümmel gerne zum Würzen.

Gewürzmischungen für Chili con Carne, die bei uns erhältlich sind, enthalten als einen Bestandteil den Kreuzkümmel.

Lorbeer, schwarzer und weißer Pfeffer

Pfeffer darf natürlich in keiner Küche fehlen. Wer etwas Besonderes kochen möchte, sollte aber auch Lorbeer im Gewürzregal haben.

Lorbeer

Lorbeer ist nicht gleich Lorbeer. Man unterscheidet hier verschiedene Sorten:

  • den Gewürzlorbeer
  • den indischen sowie
  • den westindische Lorbeer und
  • den indonesischen Lorbeer.

Häufig werden indischer, westindischer oder indonesischer Lorbeer als normaler Lorbeer bezeichnet, was jedoch falsch ist. Blätter dieser Lorbeerbäume schmecken anders als echter Lorbeer.

Sehr gerne verwendet man Lorbeer zum Würzen von Wildgerichten. Genauso würzt man damit aber auch Saucen oder Fischgerichte. Man kann aber auch Salzkartoffeln kochen und ein Lorbeerblatt mit ins Kochwasser geben. Sowohl hier als auch bei allen anderen Gerichten wird das Lorbeerblatt zwar mitgekocht, aber unbedingt vor dem Servieren entfernt.

Keinesfalls wird Lorbeer mitgegessen, ganz im Gegensatz zu den meisten anderen Kräutern und Gewürzen. Außerdem gilt bei Lorbeer: weniger ist mehr. Lorbeer schmeckt sehr intensiv, deshalb sollte man je nach Art des Gerichtes nur ein Stück eines Blattes mitkochen.

Schwarzer Pfeffer

Pfeffer ist natürlich in jeder Küche zu finden. Meist verwendet man nur den schwarzen Pfeffer zum Würzen. Schwarzer Pfeffer schmeckt scharf und besonders intensiv, wenn man kein Pfefferpulver verwendet, sondern Pfefferkörner, die man nach Bedarf frisch mahlt. Im Handel sind dazu spezielle Pfeffermühlen erhältlich.

Weißer Pfeffer

Weiße Pfefferkörner sind im Gegensatz zu den schwarzen eher seltener in der normalen Küche zu finden. Diese Pfefferart schmeckt nicht ganz so scharf und wird besonders zum Würzen heller Saucen bzw. heller Speisen verwendet, während man die dunklen Pfefferkörner immer für dunkle Gerichte wählt.

Piment, Safran und Zimt

Piment ist nicht in jeder Küche zu finden; Zimt hingegen wird bei uns gerne zum Verfeinern von Süßspeisen verwendet.

Piment

Piment findet man nicht unbedingt in jeder Küche. In Bezug auf seinen Geruch hat dieses Gewürz Ähnlichkeit mit dem Nelkengewürz und schmeckt scharf und süßlich, auch wenn sich dies widersprüchlich anhört.

In England und Schweden findet man Piment in praktisch jeder Küche.

  • Die Schweden würzen damit marinierte Heringe,
  • die Engländer Suppen oder Gemüse.

Bei uns wird Piment eher weniger zum Kochen verwendet als zum Würzen von Wurstwaren. Beliebt ist Piment bei uns vor allem zur Weihnachtszeit zum Verfeinern von Plätzchen oder Lebkuchen.

Safran

Safran wird per Hand geerntet, wodurch sich der hohe Preis dieses Gewürzes erklärt. Safran hat ein starkes Aroma und schmeckt dabei scharf und bitter. Charakteristisch für den Safran ist die gelbe Farbe, die das Gewürz den Gerichten verleiht.

Auch aufgrund seines Preises wird Safran nur selten zum Würzen, sondern mehr zum Färben der Speisen verwendet. Die Paella erhält ihre gelbe Farbe unter anderem durch die Zugabe von Safran.

Beim Kauf von Safran sollte man auf den Preis achten, wenn man echten Safran kaufen möchte. Gerade gemahlener und günstiger Safran hat selten gute Qualität. Meist wird dann eher Kurkuma statt Safran verkauft. Echter Safran darf nur in Maßen zum Würzen verwendet werden, sonst kann ein leckeres Essen tödlich enden. Safran ist nämlich in hoher Dosierung giftig.

Zimt

Zimt ist wie viele andere Gewürze aus der Weihnachtsbäckerei nicht mehr wegzudenken. Zimtsterne erhalten ihren typischen Geschmack ausschließlich durch die Zugabe von Zimt. Aber auch in diversen Süßspeisen wie zum Beispiel Apfelmus und auch in vielen Kuchen ist Zimt enthalten.

Kassia-Zimt ist zwar billig, dafür aber geschmacklich nicht so intensiv wie zum Beispiel der Ceylon-Zimt. Außerdem sollte der Kassia-Zimt auch aus gesundheitlichen Gründen nicht in großen Mengen verzehrt werden: Er enthält Cumarin, ein Stoff, der die Leber schädigen kann. In der warmen Küche kann man Zimt zum Beispiel zum Würzen von Wild oder Lamm verwenden.

Grundinformationen zu Kräutern und Gewürzen

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  • Bildnachweis: Gewürze © Michael Stumpf - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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