1. August 2008
Von Andreas Hadel
Obwohl wir Dank des globalen Handels jeden Tag alle möglichen Waren aus jedem vorstellbaren Winkel der Erde in unseren Einkaufskorb legen können, schmecken Gemüse und Früchte einfach besser, wenn sie ihre Saison haben und nur wenige Tage von der Ernte bis zum Verzehr vergehen. Die folgenden 10 Pflanzenerzeugnisse sollten Sie in diesem Sommer auf jeden Fall auf ihre Einkaufsliste setzen.

Dieser Salat ist ein echter Klassiker und hat sich als fester Bestandteil von Bistro-Salaten etabliert. Rucola ist ein hervorragender Lieferant von Folsäure, Vitamin C und Kalzium. Obwohl der Salat eher mild im Geschmack ist, schmecken größere Blätter leicht pfefferig, manchmal sind sie sogar recht scharf. Berücksichtigen Sie das beim Einkauf. Rucola wird am besten in einer Salatkomposition mit Oliven, Eiern, Zwiebeln und salzigem Käse angerichtet. Der typische Geschmack von Rucola wird durch Zitronensaft oder schweren Rotwein optimal zur Geltung gebracht.
Avocados sind wegen ihres hohen Gehalts an ungesättigten Fettsäuren regelmäßig angepriesen worden. Sie sind außerdem reich an Kalium, Folsäure und den Vitaminen C und B6. Zusätzlich beinhalten sie erwähnenswerte Mengen an Thiamin, Riboflavin,und Magnesium. Die Zusammensetzung dieser wertvollen Inhaltsstoffe machen Avocados zu einer idealen Ergänzung für Karottensalate, da sie die Aufnahme von Karotin begünstigen. Wenn Sie auf dem Marktplatz einkaufen gehen, achten Sie darauf, dass die Avocado eine gleichmäßige und unbeschädigte Schale hat, die etwas nachgibt, wenn man vorsichtig darauf drückt.
Beeren sind sehr kalorienarm und haben wenig Kohlenhydrate. Greifen Sie deshalb lieber zu Blaubeeren (oder Heidelbeeren), wenn Ihnen nach etwas Süßem ist. Obwohl sie wenig Energie liefern, kommen sie mit einem hohen Gehalt an Antioxidanten daher und geben unersetzbare Schützenhilfe im Kampf gegen freie Radikale, die Krankheiten wie Krampfadern, grüner Star, Hämorriden, Magengeschwüre und Krebs begünstigen können. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Blaubeeren eine dunkle Farbe haben und in einer Box verkauft werden, in der sie nicht gequetscht werden. Lagern Sie sie an einem kühlen und trockenen Ort. Waschen Sie die Beeren nur, wenn sie auch unmittelbar verzehrt werden sollen. Denn Feuchtigkeit regt den Gärungsprozess der Beeren zusätzlich an. Blaubeeren eignen sich als Snack für Zwischendurch, aber auch sehr gut als gesunde Ergänzung in Smoothies, Eiweißdrinks oder Salaten.
Diese erfrischenden Vertreter der großen Kürbisfamilie versorgen unseren Organismus nicht nur mit Wasser und Vitamin C, sondern auch mit Kieselsäure, die wiederum sehr wichtig für unser Bindegewebe ist und unser Hautbild deutlich verbessern kann. Neben den bekannten Verwendungen als Zutat für Salate und Sandwiches, kann man aus ihnen auch hervorragende Suppen kochen.
Obwohl den meisten die Aubergine als lila Frucht bekannt ist, gibt es sie in allen möglichen Schattierungen. Sowohl ganz schwarz, als auch mit fast durchsichtig weißer Schale. Neben der hohen Menge an Ballaststoffen tragen Auberginen auch sogenannte Phytonährstoffe in sich, die eine wichtige Rolle in antioxidativen Prozessen spielen. Obwohl sie äußerlich unversehrt aussehen, können ältere Auberginen einen bitteren Geschmack haben. In so einen Fall können sie die aufgeschnittene Frucht salzen und für 20 Minuten wässern, um die meisten Bitterstoffe auszuspülen. Auberginen machen sich perfekt als vegetarisches Grillgut oder als Basis für einen gesunden Auflauf.
Die scharfen Schoten entzünden nicht nur ein loderndes Feuer auf Ihrer Zunge, sondern auch ein echtes Feuerwerk in Ihrem Immunsystem. Peperoni tragen eine hohe Dosis Capsaicin in sich. Eine Substanz, die die Symptone einer akuten Migräne mildern kann und dazu Arthritis, Entzündungen und, unglaublich aber wahr, Magenbeschwerden bekämpft. Peperonis wird außerdem eine Krebs-präventive und Stoffwechsel anregende Wirkung nachgesagt. Dass sie zudem reich an Flavonoiden und Vitamin C sind, soll hier zwar der Vollständigkeit wegen erwähnt werden, fällt aber im Prinzip beim Verzehr nicht weiter ins Gewicht, da man von den Peperoni ohnehin nur verhältnismäßig kleine Mengen zu sich nehmen kann. Wie auch immer, als Gewürz und scharfes additives Element einer Speise, sind Peperoni wegen des Capsaicin unschlagbar.
Dieses von seiner Form her an einem übergroßen Radieschen erinnernde Kohlgewächs versorgt unseren Körper zuverlässig mit Vitamin C und Kalium. Beim Kauf sollten Sie die kleineren Exemplare bevorzugen, da größere oftmals etwas holzig sind und leicht erdig schmecken. Kohlrabi ist in der Küche ein echter Alles-Könner. Roh passt er exzellent zu Salaten oder mimt als Relish die perfekte Beilage. Gekocht lässt sich Kohlrabi ohne weiteres für Aufläufe verwenden. Ausgehöhlt und mit Hackfleisch gefüllt und im Ofen mit Bohnen und fettarmen Käse überbacken, gibt er sogar überzeugten Gemüsemuffeln einen Grund zum Zulangen.
Obwohl in unseren Gefilden fast das ganze Jahr über Pilze zu ernten sind, ist im Sommer vor allem für Pfifferlinge und Steinpilze die Zeit reif. Mit einem äußerst geringen Natrium- und Fettgehalt, aber reich an Kalium, Riboflavin und Ballaststoffen können Pilze jedes Gericht in seiner Nährwertbilanz gehörig aufpeppen, ohne dabei eine nennenswerte Menge an Kalorien aufzuschlagen. Pilze halten sich am längsten, wenn sie eingewickelt in Papier im Kühlschrank gelagert werden. Gereinigt mit einen feuchten Lappen, können sie ähnlich wie Kohlrabi sowohl roh als auch gekocht, gebacken oder sogar gegrillt serviert werden.
Von allen Vertretern der Zwiebel- und Lauchfamilie haben Schalloten den mit Abstand höchsten Gehalt an Antioxidanten. Dazu haben sie außerdem eine antibakterielle, entzündungshemmende sowie anti-allergische Eigenschaft. Deshalb wird ihnen auch attestiert, das Risiko an verschiedenen Krebsarten (z.B. Leber- und Darmkrebs) zu reduzieren. Wenn Sie Schalloten in ihrer täglichen Ernährung berücksichtigen wollen, nehmen Sie sie einfach als Zwiebelersatz.
Zucchini sind wahre Schwertransporter was Vitamine und Mineralien angeht. In ihrer Fracht befinden sich Vitamin C, Ballaststoffe, Magnesium, Vitamin A, Kalium, Folsäure, Phosphorsäure, Omega-3-Säuren, Eiweiß und viele B-Vitamine in Hülle und Fülle. Aufgewertet wird die Nährstoffwundertüte mit einen nennenswerten Anteil an Kupfer und Mangan, die für ein gesundes Nervensystem von Bedeutung sind. Suchen Sie beim Einkauf nach Zucchini, die in ihrer Form einer Gurke ähneln und eine glatte, dicke Haut haben. Sie können zwischen grünen und gelben Sorten wählen, die sich in ihren Nährwerten allerdings nicht wesentlich unterscheiden. Für einen unvergesslichen Genuss können Sie die Zucchini in der Mitte aufschneiden und mit Öl beträufeln. Nach belieben salzen und pfeffern und danach für 20-25 Minuten in den Backofen bei 150-180 Grad stellen.
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18.05.12 | |
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