23. Juni 2010
Als Avocados bezeichnet man die Früchte, die am Avocadobaum wachsen. Sie gehören zur Familie der Lorbeergewächse.
Die Avocados (Persea americana oder Persea gratissima), die zur Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae) gehören, wachsen an dem bis zu fünfzehn Meter hohen Avocadobaum, der seinen Ursprung im Süden von Mexiko hat. Heutzutage baut man den Baum in mehr als 400 verschiedenen Kultursorten in den Tropen an. Zu den Anbaugebieten gehören Australien, Chile, Israel, Peru, Südafrika, Spanien (Malaga sowie die Küste von Grenada) und die USA (Kalifornien).
Bereits die Azteken kultivierten den Avocadobaum. Von ihnen stammt das aztekische Wort "ahuacatl" für den Baum. Die Spanier machten später daraus den Begriff Avocado (Advokat). In Deutschland bezeichnete man die Avocadofrucht auch als Butterfrucht, Alligatorbirne oder Butterbirne. Nach Europa gelangte sie im 16. Jahrhundert durch den spanischen Eroberer Hernando Cortez (1485–1547).
Zu den Merkmalen des Avocadobaums gehören seine Schnellwüchsigkeit und die immergrüne Farbe. Seine dunkelgrünen Blätter erreichen eine Länge von bis zu 45 Zentimetern. Ein Avocadobaum beginnt nach ca. zehn Jahren mit dem Austragen der Früchte.
Bei der runden bis birnenförmigen Avocadofrucht handelt es sich eigentlich um eine Beere. Ihre Außenschale ist ledrig und hat eine mittel- bis dunkelgrüne Farbe. Der Kern, der sich im Inneren befindet, erreicht die Größe eines Golfballs. Das Fruchtfleisch der Avocado hat eine goldgelbe bis grüngelbe Farbe. Sobald es jedoch der Luft ausgesetzt wird, oxidiert es zu einer dunklen Farbe.
Die Avocados, die man im Handel anbietet, sind oftmals noch hart. Da sie jedoch zu den klimakterischen Früchten gehören und nachreifen, kann man sie ohne Bedenken kaufen. Gibt die Schale auf Druck etwas nach, ist dies ein Zeichen, dass sich die Avocado zum Essen eignet. Das Ausreifen der Avocados erfolgt nicht am Baum, sondern nach dem Abfall vom Baum. In ihrem harten grünen Zustand reifen sie schnell auf dem Erdboden.
Zu den Sorten, die in Deutschland auf den Markt kommen, gehört vor allem die Sorte Fuerte, die auf der Welt am meisten verbreitet ist. Dabei handelt es sich um eine birnenförmige Frucht, die eine mittelgrüne Schale hat. Das Fruchtfleisch ist am Rand grünlich und ansonsten hellgelb. Das Gewicht einer Fuerte-Avocado beträgt in der Regel 250–400 Gramm. In Frankreich und den Vereinigten Staaten von Amerika findet dagegen in erster Linie die Sorte Hass Verbreitung, die eigentlich keine gezielte Avocado-Züchtung, sondern eine Mutation ist. Sie wurde in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts von dem Kalifornier Rudolph Hass entdeckt und wird heute in Kalifornien, Mexiko, Chile, Spanien und Israel angebaut. Im Gegensatz zur Fuerte ist die Hass kleiner und hat eine warzige, dicke Schale. Ihre Reife zeigt sich an der dunkelvioletten Verfärbung der Frucht. Sie hat einen aromatischeren Geschmack als die Fuerte und erreicht ein Gewicht von 140–350 Gramm.
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