Erste Hilfe bei Baby-Beschwerden und typischen kleinen Blessuren bei mobileren Kindern

Baby im gelben Strampler isst mit Plastiklöffel aus Plastikschale, die Zunge halb herausgesteckt

Tipps zur Behandlung und Prävention von Windelausschlag, Blähungen und Appetitlosigkeit sowie leichten Verletzungen

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  • von Paradisi-Redaktion

Die meisten Babys leiden in der ersten Phase ihres Lebens unter verschiedenen kleineren Beschwerden. Dazu gehören u.a. Windelausschlag, Blähungen und Appetitlosigkeit. Sobald die Kleinen mobil werden, lassen auch die ersten kleinen Unfällen mit entsprechenden Blessuren nicht auf sich warten - auch hierfür gibt es Tipps zur Ersten Hilfe.

Schon in den ersten sechs Monaten ihres Lebens haben viele Babys mit unterschiedlichen gesundheitlichen Problemen und kleineren Verletzungen zu tun. Diese Beschwerden lassen sich jedoch durch einfache Erste-Hilfe-Maßnahmen wirksam lindern.

Windelausschlag

Zu den typischen Baby-Beschwerden gehört Windelausschlag, auch Windeldermatitis genannt. Dabei kommt es im Bereich der Windel zu einer geröteten und entzündeten Haut sowie zur Bildung von Papeln.

Verursacht werden diese Symptome in der Regel durch eine Kombination aus

  • Kot
  • Urin
  • Wärme und
  • hoher Feuchtigkeit,

was zu einer unangenehmen Reizung der zarten Babyhaut führt. Manchmal kommt es auch zu einer Infektion mit Bakterien oder Hefepilzen.

Behandlung

Abhilfe gegen diese Beschwerden schafft die Reinigung der betroffenen Stellen mit Wasser. Auch das Auftragen von Zinkpaste gilt als hilfreich. Wichtig ist zudem das häufige Wechseln der Windeln. Außerdem sollte die Haut regelmäßig belüftet werden. Liegt ein Hefepilz vor, muss ein Kinderarzt zu Rate gezogen werden.

Windeldermatitis wird am Besten mit viel frischer Luft am Po kuriert
Windeldermatitis wird am Besten mit viel frischer Luft am Po kuriert

Auch Babys können schon unter Akne leiden

Schlafendes Baby mit blauem Schnuller hat Hautausschlag im ganzen Gesicht
baby with dermatitis problem of rash. Allergy suffering from food allergies. Close-up atopic symptom on skin cheeks. concept © yavdat - www.fotolia.de

Wenn das Baby kleine Pickelchen im Gesicht bekommt, sollten Eltern das Gesicht des Säuglings täglich mit warmem Wasser waschen. Etwas anderes können sie nicht tun. In der Regel verschwindet die Akne von selber wieder. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit eine milde feuchtigkeitsspendende Seife für die Reinigung zu benutzen.

Eltern sollten darauf verzichten, das Baby mit Öl abzureiben, mit Salben zu experimentieren, oder eine fetthaltige Creme zu verwenden. Rezeptfreie Anti-Akne-Mittel sollten natürlich auch nicht auf die zarte Baby-Haut gelangen. Statt Nutzen bringt diese Behandlung eher Schaden. Das Ausdrücken der kleinen Pickel kann Entzündungen verursachen. Meist dauert es drei bis vier Monate bis die Akne wieder abheilt.

Ursachen der Baby-Akne können schwere Aknefälle in der Familie sein, oder die Medikamenteneinnahme der Mutter in der Schwangerschaft. Es wird vermutet dass die Baby-Akne eine Reaktion auf die Hormone von Mutter und Kind aus der Nebennierenrinde ist.

Blähungen

Blähungen sind fürs Baby sehr unangenehm und schmerzhaft
Blähungen sind fürs Baby sehr unangenehm und schmerzhaft

Ein weiteres häufiges Baby-Leiden sind Blähungen (Flatulenz). Vor allem in den ersten drei Lebensmonaten treten bei Babys immer wieder unangenehme Blähungen auf.

Durch Gase oder Luft kommt es dabei zur Aufblähung von Magen oder Darm. Starke Blähungen, die regelmäßig in den ersten drei Monaten auftreten, werden auch Dreimonatskoliken genannt.

Während der Stillzeit kann die Ernährung der Mutter ein möglicher Grund für die Blähungen des Babys sein, zum Beispiel, wenn sie

zu sich genommen hat. Ebenso können kohlensäurehaltige Getränke Luft im Bauch des Säuglings hervorrufen. Auch wenn das Kind zu hastig trinkt, führt dies dazu, dass es Luft schluckt.

Behandlung

Um Blähungen vorzubeugen, sollte die Mutter keine blähenden Lebensmittel vor dem Stillen zu sich nehmen. Als lindernd gelten

Außerdem kann der Bauch mit

  • Kümmelöl
  • Ysopöl oder
  • Windsalbe

eingerieben werden. Diese Mittel erhält man in der Apotheke.

Einschlafprogramme für Babys – Können sie wirklich helfen?

Baby liegt friedlich schlafend im Bett und hält ein weißes Kuscheltier in den Armen
Carefree sleep little baby with a soft toy on the bed © Alexandr Vasilyev - www.fotolia.de

Schlaf ist ein Grundbedürfnis und ein Segen. Denn wer ausgeschlafen in den Tag geht, hat viel mehr Power und Energie wie jeder andere. Deshalb und auch, weil Eltern ebenfalls Schlafbedürfnisse haben, ist es wichtig, Kinder so früh wie möglich an einen vernünftigen Schlafrhythmus zu gewöhnen. Im Alter von rund sieben Monaten sollten Schlafprobleme behoben und das Baby in der Lage sein, acht bis neun Stunden durchzuschlafen.

Um Schlafprobleme in den Griff zu bekommen, gibt es Einschlafprogramme, wie die Methode „Camping out“. Hier soll die Mutter „draußen ausharren“, d. h. sie sitzt am Bett und wartet bis das Baby einschläft.

Eine andere Methode heißt „Controlled comforting“, zu Deutsch "kontrolliertes Beruhigen". Wenn das Baby weint, kommen die Eltern ins Zimmer und beruhigen es. Danach verlassen sie das Zimmer wieder und reagieren später auf das erneute Weinen. Die Zeitabstände sollen nach und nach erweitert werden. Das Baby soll sich möglichst selbst beruhigen und alleine einschlafen.

Australische Forscher haben diese Einschlafhilfen untersucht und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass sich beide Methoden nicht negativ auswirken. Im Gegenteil, auch die Mütter erhalten dadurch mehr Nachtruhe. Dafür wurden Kinder bis zum Alter von sechs Jahren begleitet. Grundsätzlich sind Einschlafroutinen wichtig, egal für welche sich die Eltern entscheiden.

Appetitlosigkeit

Manche Babys leiden in den ersten Monaten unter Appetitlosigkeit. Dies kann sowohl seelische als auch körperliche Gründe haben. Als physische Ursachen kommen zum Beispiel

infrage.

Hat das Baby Fieber, nimmt es lieber Tee oder Wasser zu sich. Manchmal wird die Appetitlosigkeit auch durch Überernährung hervorgerufen.

Behandlung

Wichtig ist, dass man das Kind nicht zum Essen zwingt. Außerdem sollte man ihm Ruhe bei seinen Mahlzeiten gönnen. Hält die Appetitlosigkeit über einen längeren Zeitraum an und kommt es deswegen zum Verlust von Gewicht, sollte unbedingt ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Stillen hilft bei Durchfall

Wir klären auf, wann zusätzliche Getränke angeboten und ein Arzt aufgesucht werden sollten

Baby trinkt aus Babyflasche
nursing bottle © nyul - www.fotolia.de

Durchfall bei Babys kann gefährlich werden, denn es droht eine Dehydrierung, wenn die Kleinen dabei viel Wasser verlieren. Vor allem dann, wenn Durchfall in Verbindung mit Erbrechen erfolgt, drohe ein zu hoher Flüssigkeitsverlust, warnt der Präsident vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) Wolfram Hartmann.

Zusätzliche Getränke

Wenn das Kind unter Durchfall leidet, dabei aber jedoch ausreichend trinkt und fit und munter wirkt, bestehe keine Gefahr und es kann normal weiter gestillt oder gefüttert werden. Das zusätzliche Geben von Babymilch oder Tees sei in der Regel nicht nötig. Auch die Gabe von Elektrolyten sei nur dann erforderlich, wenn das Baby

  • lethargisch wird,
  • unter einer eingesunkenen Fontanelle oder
  • einer trockenen Zunge

leide, so der Experte aus Köln.

Wann ist ein Arztbesuch nötig?

Zudem sei es wichtig, die Häufigkeit der Durchfälle zu beobachten. Kommt es zu mehr als sechs wässrigen Durchfallattacken pro Tag, enthält der Stuhl Blut oder sind noch andere Mitglieder der Familie betroffen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Ein weiterer Maßstab ist das Gewicht. Babys sollten nicht mehr als zehn Prozent vom Körpergewicht bei einer Krankheit verlieren, klärt Hartmann auf.

Muttermilch ist gesund: Kranke Babys sollten weiter gestillt werden

Auch wenn das Baby eigentlich schon abgestillt war, kann es bei Krankheiten und Zahnungsbeschwerden auf einmal wieder nach der Muttermilch verlangen: Dies ist eine instinktive Reaktion des Körpers, der genau weiß, dass sich in der Muttermilch wichtige Antikörper befinden, die dem Baby helfen, schnell wieder gesund zu werden.

Junge Mütter sollten sich daher nicht wundern, wenn das Baby auf einmal wieder nach der Brust verlangt und ihm die gewünschte Mahlzeit geben. So wird sichergestellt, dass das Baby trotz Krankheit genügend Nährstoffe und Flüssigkeit zu sich nimmt, die z.B. als normale Nahrung bei Zahnungsschmerzen häufig verweigert wird. Zudem verlangen Babys, die noch nicht wissen, was während der Krankheit mit ihnen geschieht, dann ganz besonders nach Nähe und Geborgenheit, die ihnen die mütterliche Brust vermittelt.

Ein erneutes Stillen während der Krankheit ist daher auf jeden Fall zu empfehlen - nach der Gesundung kann das Baby dann wieder abgestillt werden.

Neben diesen typischen Wehwehchen im Säuglingsalter kommt es auch des Öfteren zu kleineren Blessuren, sobald die Kinder etwas mobiler werden und anfangen, ihre Umgebung zu erkunden...

Beulen und Schwellungen

Sobald die ersten Krabbel- und/oder Stehversuche gemacht werden, sind kleinere Unfälle in Form von Stürzen oder Stößen nicht fern. Schnell hat sich das Kind in dem Fall eine Beule zugezogen, die sich durch blaue Flecken und manchmal auch starke Schwellungen bemerkbar macht. Das Geschrei ist in dem Fall in der Regel groß, doch meist sieht so eine Beule schlimmer aus, als sie ist.

Zur Behandlung eignet sich Kälte am besten; man sollte möglichst zügig mit dem Kühlen beginnen, um die Schwellung auf diese Weise zu reduzieren. Gleichzeitig nimmt sie dem Baby die Schmerzen.

Geeignet ist beispielsweise ein kühles, feuchtes Tuch, welches man auf die entsprechende Stelle legt. Ebenso hilfreich ist ein Eisbeutel, allerdings sollte man auch diesen in ein Tuch legen und direkten Hautkontakt vermeiden, um Erfrierungen zu verhindern.

Arnika eignet sich ebenfalls sehr gut zur Behandlung solcher Blessuren. Diesen Wirkstoff kann man in Form von Salben oder einem Wundtuch anwenden; möglich ist auch die Einnahme als homöopathisches Mittel. Traumeel zählt ebenso zu den Homöopathika; man kann das Mittel als Tablette oder Salbe anwenden.

Schürfwunden

Auch Schürfwunden hat man sich im Säuglingsalter schnell zugezogen. Diese machen ebenfalls einen meist schlimmeren Eindruck; sie bereiten Schmerzen und bluten mitunter stark. Wichtig ist, die Wunde gründlich zu reinigen, damit keine Keime hineingelangen können.

Zu diesem Zweck spült man sie mit klarem Wasser. Anschließend wird die Wunde mit einem feuchten Tuch abgetupft, um zu überprüfen, ob sich beispielsweise noch Steinchen darin befinden. Ist die Wunde sichtbar tief und befindet sich darin noch Schmutz, sollte man mit seinem Kind zum Arzt gehen, ebenso bei Blutungen, die man nicht stillen kann.

Nach der Reinigung sollte die Wunde am besten an der Luft trocknen. Anschließend legt man Gaze darüber und klebt diese mit Heftpflastern fest.

Generell sollten Kinder gegen Tetanus geimpft werden. Gerade vor einer Urlaubsreise sollte man den Impfstatus noch mal überprüfen und gegebenenfalls auffrischen.

Bei Schürfwunden ist es wichtig die Wunde gründlich zu reinigen und zu desinfiszieren
Bei Schürfwunden ist es wichtig die Wunde gründlich zu reinigen und zu desinfiszieren

Splitter

Gerade im Sommer, wenn die Kleinen auch mal den Garten erkunden, können sie sich schnell einen Splitter zuziehen. Es gilt, diesen mit einer Pinzette aus der Haut zu ziehen; gelingt dies nicht, nimmt man eine Nähnadel, die man zuvor in 70 prozentigem Alkohol desinfziert. Mit dieser versucht man nun, den Splitter aufzurichten, sodass man ihn dann mit der Pinzette gegriffen bekommt.

Als Alternative eignet sich das zehnminütige Aufweichen der Haut in warmer Saugenlauge. Anschließend lässt sich der Splitter oftmals einfach herausdrücken.

Wenn das auch nicht klappt, kann man ihn auch herauseitern lassen; dies führt jedoch zu weiteren Schmerzen. Tief sitzende Splitter sollten stets von einem Arzt entfernt werden.

Babys Stuhlgänge für Eltern von großem Interesse: Darauf kommt es an

Farbe und Konstistenz des Stuhls von Säuglingen immer überprüfen

Baby in rosaner Kleidung liegt auf dem Rücken
baby girl © Slawomir Jastrzebski - www.fotolia.de

Solange das Baby noch nicht sprechen kann, fällt es den Eltern oft schwer herauszufinden, ob es ihrem Nachwuchs an etwas fehlt. Ein Mittel, die Gesundheit des Babys zu kontrollieren, ist ein prüfender Blick in die volle Windel. Kinderärzte weisen darauf hin, dass sich Farbe und Konsistenz des Stuhls im ersten Lebensjahr häufig ändern können:

  • Wird das Kind mit Brei gefüttert, kann der Stuhl beispielsweise durch Möhren orange wirken
  • Durch Heidelbeeren blau-schwarz
  • Durch Rote Bete intensiv rot und
  • Schwarzer Stuhl ist auch normal, wenn das Kind Eisenpräparate erhält.

Hinweise auf Erkrankungen

Ist der Windelinhalt jedoch schwarz, ohne, dass das Baby Eisen erhalten hat, könnte es sich auch um Blut aus dem Magen-Darm-Trakt handeln: In diesem Fall ist der Gang zum Kinderarzt angesagt. Auch weißlicher oder grünlicher Stuhl ist ein Anzeichen für eine Erkrankung.

Weicher Stuhl ist bei Babys nichts ungewöhnliches, vor allem wenn sie gestillt werden. Bleibt der Stuhl jedoch über mehrere Tage sehr flüssig, sollte der Arzt aufgesucht werden, denn bei echtem Durchfall kann es sehr leicht zu großen Flüssigkeitsverlusten und zur Austrocknung kommen.

Verbrennungen und Verbrühungen

Babys sind neugierig und möchten ihre Umwelt möglichst genau erkunden. Besonders das Greifen nach verschiedenen Dingen gehört dazu. Schnell ist es passiert, dass dabei zum Beispiel eine Tasse mit einem heißen Getränk darin umkippt. Bei seinen ersten Gehversuchen hält man sich an der Küchenzeile fest und schon landet das Händchen auf der Herdplatte - es braucht nur einen kurzen Augenblick, in dem Mutter oder Vater nicht hinsehen.

Verbrennungen und Verbrühungen zählen zu den häufgisten Verletzungen im Haushalt, gerade bei kleinen Kindern. Diese können besonders gefährlich werden, da die Haut der Kleinen deutlich dünner ist als die von Erwachsenen.

Hat sich das Kind verbrannt oder verbrüht, kann man es nur dann selbst behandeln, wenn man sicher ist, dass es sich um eine kleine Blessur handelt; anderenfalls ist der sofortige Gang zum Arzt notwendig. Kleine Verbrennungen kühlt man, indem man zehn Minuten lang Wasser - nicht zu kalt - über die betroffene Stelle laufen lässt.

Babys kühlen schnell aus; es ist also wichtig, sie warm zu halten. Auf Hausmittel wie Mehl, Butter oder Quark sollte man verzichten; sie können zu Infektionen führen. Stattdessen bedeckt man die Wunde nach der Kühlung mit einer sterilen Kompresse. Brandsalben sollten nur in Absprache mit einem Arzt angewandt werden.

Fazit

Kleinere Beschwerden und Verletzungen sind im Babyalter keine Seltenheit; in den meisten Fällen sind sie aber harmlos. Neben bzw. vor allen erwähnten Behandlungsschritten sollte man dem Kind viel Trost und Zuwendung spenden.

Ein Arztbesuch sollte erfolgen, wenn

  • Ausschläge sich mit Erste-Hilfe-Maßnahmen nicht behandeln lassen
  • das Baby nicht aufhört zu schreien
  • Fieber auftritt, das man nicht senken kann
  • das Baby an Gewicht verliert
  • das Baby auf den Kopf gefallen ist
  • eine Wunde besonders tief erscheint
  • man eine Blutung nicht stoppen kann
  • ein Splitter besonders tief sitzt
  • die Bewegungsfähigkeit eines Körperteils eingeschränkt ist
  • große, sich ausbreitende Hämatome entstehen
  • sich das Baby großflächig verbrannt hat

Meningokokken beim Baby: Wie Eltern die gefährliche Infektion erkennen

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte erklärt, welche Warnzeichen auf die gefährlichen Erreger hindeuten

3D Grafik violette Viren auf blau-weißem Hintergrund
attack of virus © Witold Krasowski - www.fotolia.de

Im Gegensatz zu älteren Kindern und Erwachsenen können sich Babys nicht so einfach mitteilen. Deshalb passiert es leider noch viel zu häufig, dass teils gefährliche Infektionen wie die Meningokokken von den jeweiligen Eltern nicht oder erst zu spät erkannt werden. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte erklärt, welche Warnzeichen auf die gefährlichen Erreger hindeuten.

Warnzeichen für eine Infektion

Als wichtigstes Symptom gilt demnach eine allgemeine Schlappheit des Babys. Plötzlich nimmt es die Umgebung kaum noch wahr, ist weniger bis gar nicht mehr ansprechbar. Oftmals kann sich dieser Zustand schon kurz nach der Infektion einstellen - weshalb hier besonders schnelles Handeln gefragt ist! Im Zweifel sollten Eltern ihr Kind daher sofort mit zum Notarzt nehmen.

Sofort einen Notarzt informieren!

Ist die Infektion bereits vorangeschritten, kann sie schwere Folgeerkrankungen mit sich bringen. Diese machen sich zum Beispiel durch

bemerkbar. Sichtbare Veränderungen der Haut mit bräunlichen Flecken deuten auf eine Blutvergiftung hin, während Nackensteifigkeit und Lichtempfindlichkeit auf die gefürchtete Hirnhautentzündung hindeuten. Auch hier sollten Eltern ihr Baby bei dem kleinsten Verdacht sofort zum Arzt mitnehmen.

Plötzlicher Kindstod - acht vorbeugende Maßnahmen

Schlafendes Baby mit leicht geöffnetem Mund liegt an Brust der Mutter unter hellgrüner Fleecedecke
Mother holding sleeping baby girl © Kati Molin - www.fotolia.de

Er ist der Schrecken aller Eltern: der plötzliche Kindstod. Unerwartet trifft er ein, oft ohne zu wissen warum. Vorbeugende Maßnahmen können mehr als sinnvoll dabei unterstützen, das Risiko plötzlicher Kindstod einzuschränken.

Vorbeugende Maßnahmen

So wird empfohlen, dass Eltern ihr Baby oder Kleinkind nicht mit im eigenen Bett schlafen lassen sollten. Eine Überwärmung des kleinen Körpers oder das Ersticken durch große Bettdecken, Kissen oder gar Spielzeug können das Risiko deutlich erhöhen. Viel besser ist es, das Baby nach dem Stillen oder Schmusen wieder in sein Bettchen zu legen. Bevorzugt in einem passenden Schlafsack und auf dem Rücken liegend wird die Atmung nicht durch Gegenstände beeinträchtigt.

Eine weitere wichtige vorbeugende Maßnahme ist die Raumtemperatur, welche zwischen 18 und 20 Grad betragen sollte. Zudem empfehlen Ärzte und Forscher eine möglichst lange Stillzeit und Impfungen, die von der Ständigen Impfkommission empfohlen werden.

Der Einsatz eines Schnullers scheint ebenfalls eine vorbeugende Maßnahme gegen den plötzlichen Kindstod zu sein. Ebenso wie das Vermeiden von Rauchen in der Schwangerschaft und später auch das Rauchen im Beisein des Säuglings.

Beachtet man als Eltern all diese Empfehlung lässt sich das gefürchtete erste Jahr beruhigter erleben, denn jede der Maßnahmen reduziert das Risiko plötzlicher Kindstod.

Grundinformationen zu Säuglingen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: eating baby © Adam Borkowski - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: White Paper Notes © Giraphics - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: baby swing © Franz Pfluegl - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: crying baby © Galina Barskaya - www.fotolia.de
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