20. Januar 2010
In den ersten vier Lebenswochen bezeichnet man die Babys als Neugeborene. Leider kann es auch schon bei den Allerkleinsten zu Krankheiten kommen.
Am häufigsten kommt die Neugeborenengelbsucht vor, die man auch Neugeborenenikterus nennt. Man erkennt sie an der Gelbfärbung der Haut, dabei braucht eine normale Neugeborenengelbsucht oft keine Therapie, während bestimmte Arten zum Beispiel mit Lichttherapie (Phototherapie) behandelt werden. Die Gelbsucht kann mehr oder weniger stark ausgeprägt sein. In den meisten Fällen ist sie völlig harmlos. Bei einer sichtbaren Gelbsucht werden dementsprechende Untersuchungen gemacht, um die Bilirubinwerte zu messen. Andere Erkrankungen muss der Arzt ausschließen. Eine Neugeborenengelbsucht kann unter anderem dadurch entstehen, dass große Mengen Bilirubin im Blut konzentriert sind, die Aufnahme von Bilirubin in die Leber gestört ist oder die Ausscheidung über die Galle nicht funktioniert. Trotzdem muss eine Neugeborenengelbsucht nicht krankhaft sein. Wenn die Werte keine bestimmten Grenzwerte erreichen und sie sich in einigen Tagen wieder normalisieren.
Die Neugeboreneninfektion oder auch Neugeborenensepsis genannt entsteht durch Erreger, die vor, während und nach der Geburt in den kindlichen Organismus dringen. Da das Immunsystem des Neugeborenen noch nicht ausgereift ist, können sich die Erreger schnell verbreiten und unter anderem die Organe befallen. Das kindliche Abwehrsystem kann die Erreger noch nicht erfolgreich bekämpfen. Streptokokken, Coli-Bakterien und Pilze können aus der Vaginalflora in die Gebärmutter wandern und dort das Kind infizieren. Während der Geburt kann der Geburtskanal eine Infektionsquelle sein. Nach der Entbindung ist oft der Nabel eine Eintrittpforte für schädliche Keime. Wird eine Neugeborenensepsis vermutet, wird normalerweise sofort mit einer Antibiotikabehandlung begonnen. Blut-, Urin- oder auch Hirnflüssigkeitsuntersuchungen bestätigen die Diagnose. Man spricht von Infektzeichen bei dem Kind, diese können sein, Veränderungen der Atmung, der Haut, des Kreislaufs, des Nervensystems, des Vertrauungstraktes und allgemeine Veränderungen. Dabei kann das Baby Fieber haben oder eine niedrige Körpertemperatur, in einem allgemein schlechten Zustand sein, eine Trinkschwäche aufweisen und andere Infektzeichen haben. Die Neugeborenensepsis kann unmittelbar nach der Entbindung und auch einige Tage später auftreten.
Die Neugeborenenkrämpfe treten eher selten auf, dabei handelt es sich zumeist um eine akute und symptomatische Epilepsie. Diese Krämpfe treten unmittelbar nach der Entbindung oder in den ersten Lebenstagen des Kindes auf.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
16.03.12 | |
![]() | NEUGEBORENE |
14.03.12 | |
![]() | NEUGEBORENE |
08.03.12 | |
![]() | NEUGEBORENE |
24.02.12 | |
![]() | NEUGEBORENE |
21.02.12 | |
![]() | NEUGEBORENE |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Neugeborene Forum


Dieses Praxisbuch liefert Informationen zu allen Themen rund um das Neugeborene, die für die Hebammenarbeit rele...