Elterliche Unterstützung: Kinder im Vorschulalter in Kreativität, Sprachentwicklung und Co. fördern

Zwei kleine Mädchen liegen im Bett und lesen ein Buch zusammen

Tipps zur Förderung der kindlichen geistigen Entwicklung - die beste Herangehensweise für Eltern ist oftmals ein spielerisches Beibringen

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  • von Paradisi-Redaktion

Vorschulkinder freuen sich auf die Schule. Damit sie hier keine Probleme haben und gut den Anschluss finden, sollte man im letzten Kindergartenjahr unbedingt die geistige Entwicklung des Kindes fördern. Dazu zählen mehrere Bereiche.

Förderung von Beginn an

Vom ersten Tag an, wenn es auf der Welt ist, macht das Kind enorme Entwicklungsschritte. Dabei braucht es liebevolle Unterstützung und Förderung. Die Eltern geben ihm

  • Liebe
  • Zuwendung und
  • Geborgenheit

- das sind die wichtigsten Voraussetzungen für ein gesundes Gedeihen. Das gibt dem Kind Vertrauen und Sicherheit, zwei wichtige Aspekte für seine Entwicklung. Intuitiv machen die meisten Eltern das Richtige, aber sie können das Kind auch gezielt fördern.

Anreize schaffen

Jeder Altersabschnitt hat seine bestimmten Anforderungen und die unterschiedlichen Entwicklungsphasen brauchen verschieden Anreize. Die Entwicklung des Kindes verläuft altersabhängig, wobei es stets individuelle Unterschiede gibt - Manche Kinder sind schneller und andere wieder langsamer.

Deshalb sollten die Eltern auch nichts forcieren, sondern dem Kind immer die Zeit geben, die es braucht. Geduld ist die beste Voraussetzung für eine gute Förderung.

Körperkontakt und Streicheleinheiten

Ganz am Anfang ist das Kind noch damit beschäftigt, Trinken zu lernen und viel an Gewicht zuzulegen. In diesem Stadium braucht das Baby vor allen Dingen viel:

  • Körperkontakt
  • Zärtlichkeit
  • Streicheleinheiten

Dieses Fühlen und Spüren fördert die Entwicklung des Kindes, zudem schafft es Vertrauen und gibt ihnen Sicherheit; so können wichtige Fähigkeiten besser erworben werden.

Tragetücher sind deshalb ideal, um dem Kind die nötige Geborgenheit zu geben. Rituale sind für kleine Kinder ganz wichtig, daran können sie sich orientieren und die täglichen Verrichtungen fallen leichter.

Babyspielzeug

Dann kommt die Zeit der ersten Babyspielzeuge wie Rassel oder Greifling. Die Eltern müssen das Kind nicht mit Spielsachen überladen, weniger ist hier oft mehr und die Eltern sind diejenigen, die dem Baby die Spielzeuge anbieten. Hier werden die verschiedenen Sinne des Kindes gefördert.

Bewegungs- und Lernspiele sowie Babyschwimmen

Wenn das Kind schon gezielt greifen kann, bieten ihm die Eltern vielleicht ein Baby-Gym an und die Mama fängt mit den ersten Reimen und Fingerspielen an.

Viele Babys lieben das nasse Element und es hält auch Lernerfahrungen bereit. Daher gehen einige Eltern mit ihren Babys auch zum Babyschwimmen.

Feste Rituale entwickeln

Wenn das Kind gewohnt ist, dass vor dem Zubettgehen eine Geschichte vorgelesen und ein Lied gesungen wird, dann stellt es sich schon auf das Schlafengehen ein. Auch

  • die gemeinsamen Mahlzeiten
  • das Anziehen oder
  • das Zähneputzen

kann von Ritualen begleitet werden. So lernt das Kind spielerisch und die Eltern haben es einfacher.

In den Alltag eingebunden und gelobt

Das Kind sollte in den Alltag mit eingebunden werden, denn Kinder lernen hauptsächlich durch Nachahmung. Je mehr Gelegenheiten man dem Kind bietet, desto leichter wird es lernen und sich entwickeln.

Dabei darf man ihm auch ruhig etwas zutrauen und ermuntern, wenn es einmal vor etwas Angst hat. Auch das Loben ist ein ganz wichtiger Faktor, es stärkt das Selbstbewusstsein und gibt Sicherheit bei einer gelungenen Tat.

Förderung auf spielerische Weise betreiben

ABC-Steine
Eine Entwicklungsförderung immer hauptsächlich spielerisch tätigen

Forderung und Zwang sind der Entwicklung des Kindes nicht dienlich; Förderung sollte auf leichte und spielerische Weise geschehen und immer Spaß machen. In den ersten Lebensjahren sind es hauptsächlich die Eltern, die durch ihre Angebote und ihr Dasein die Motorik, die Sprachentwicklung und das Sozialverhalten beeinflussen und fördern.

Diese sinnvolle Entwicklungsförderung erstreckt sich über das Kindergartenalter bis hin zu den ersten schulischen Fähigkeiten. Man sollte bei all den guten Förderangeboten nur aufpassen, dass man nicht in so etwas wie einen Förderwahn verfällt, denn man kann das Baby auch schnell überfordern.

Mit den richtigen Spielen und Spielsachen kann die Entwicklung des Kindes ebenfalls spielerisch unterstützt werden. Dafür lässt man sich am besten fachmännisch beraten.

Schaffen Sie eine lockere Umgebung; verschärfen Sie nicht den Ton oder die Umgebung, nur weil Ihr Kind etwas nicht versteht. Geben Sie dem Kind die Zeit, die es benötigt. Wenn der Sachverhalt für das Kind gerade nicht verständlich ist, weil etwas anderes gerade interessanter und wichtiger ist, dann haben Sie Verständnis dafür.

Druck erzeugt keine angenehme Lernatmosphäre und kann dem Kind auf Dauer eine schlechte Assoziation mit dem Thema Lernen einbringen. Vor allem das Lernen mit kleinen Kindern erfordert Geduld.

Zeitfenster für bestimmte Fähigkeiten erkennen und fördern

In der Entwicklung des Kindes gibt es bestimmte Zeitfenster, in denen spezielle Fähigkeiten erworben werden können. Engagierte Eltern sollten sich pädagogisch bilden, um diese Zeitfenster zu kennen. Dementsprechend kann das Kind gefördert und unterstützt werden und man kann die entwickelten Fähigkeiten überprüfen.

Es gibt viel, was ein Kind zu schulen hat:

  • die Feinmotorik
  • die Motorik
  • das Sprachvermögen etc.

- es muss lernen, sich an Vorgaben und Regeln zu halten, soziale Kompetenz muss erworben werden und es soll auch seine Gefühle artikulieren können, um seine Befindlichkeit auszudrücken. Das ist eine ganze Menge und nie mehr muss der Mensch in so kurzer Zeit so viel lernen.

"Helfe mir, es selbst zu tun" ist nicht nur ein pädagogisches Motto, sondern es sollte während der ganzen Kleinkinderziehung ein Leitmotiv sein.

Die geistige Förderung im Vorschulalter

Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren sind wissensdurstig und offen für Neues. Genau jetzt ist der Zeitpunkt, sie zu fördern. Vor allem die geistige Entwicklung ist nun wichtig, um den Grundstein für die Grundschulzeit zu legen.

Die richtige Basis finden

Bereits vier 15-minütige Lerneinheiten pro Tag, die in den normalen Alltag eingebettet werden, können einen hohen Lerneffekt für ein Kind haben. Erfahren Sie mehr darüber, welche Möglichkeiten es gibt, damit Sie Ihr Kind frühzeitig mit den richtigen Antworten und Aufgaben fördern können.

Wichtig ist, dass Sie sich eine Sprache und ein Erklärungsvermögen annehmen, die auf das Kind zugeschnitten ist, sodass Sie sich miteinander unterhalten und Sie sicher sein können, dass Ihr Kind Ihren Erklärungen auch folgen kann. Kindern fällt das Lernen und Verstehen grundsätzlich leichter als Erwachsenen. Nutzen Sie diesen Sachverhalt und machen Sie sich ein paar Gedanken dazu, welche einfachen Maßnahmen von Ihnen umgesetzt werden können, damit Ihr Kind gleich mit der ersten Frage eine passende Antwort bekommt.

Die Förderung der Sprache

Richtig sprechen können ist absolut notwendig, um auch gut durch die Schulzeit zu kommen. Ein perfektes Sprachverständnis ist die Grundlage fürs Lesen und Schreiben.

Die meisten Kindergärten legen großen Wert auf die sprachliche Förderung ihrer Vorschüler und unterstützen sie hier durch Spiele, verschiedene Übungsblätter und Bücher.

Geschichten vorlesen und Kinder erzählen lassen

Bücher können aber die Eltern auch zu Hause vorlesen. Dadurch wird die Sprache sehr gut gefördert, und außerdem macht es auch noch Spaß, sich gemütlich zu Hause aufs Sofa zu setzen und ein Buch anzusehen. Stupides Vorlesen fördert die sprachliche Entwicklung übrigens weniger, als die Kinder erzählen zu lassen, was sie auf den Bildern sehen und was passiert.

Das Zahlenverständnis

Neben der Sprache kann im Vorschulalter aber bereits auch das Zahlenverständnis trainiert werden. Damit ist nicht gemeint, dass die Kinder schon perfekt Rechnen können müssen, wenn sie in die Schule kommen. Doch wenn man beispielsweise mit dem Kind im Supermarkt ist, so kann es sich die Preise ansehen und wird feststellen, dass alle Produkte unterschiedlich viel kosten.

Dabei lernen sie spielerisch, dass ein Euro weniger als drei Euro sind und zwei Produkte das Doppelte von einem Produkt kosten. Die Förderung der geistigen Entwicklung soll natürlich Spaß machen. Nur so lernt ein Kind all die Dinge, die es für den Schulbeginn braucht.

Um Ihrem Kind das Zählen vertrauter zu machen und Zahlen als einfach und allgegenwärtig zu vermitteln, beginnen Sie damit, Situationen in Ihrem Alltag mitzuzählen.

Wenn Sie Treppen steigen, zählen Sie laut die einzelnen Stufen mit. Wenn Ihr Kind irgendwann mitzählt, dann können Sie auch ab und an stehen bleiben und erst dann weitergehen, wenn Ihnen das Kind die nächste Zahl nennt.

Bewegung

Auch körperliche Bewegung fördert die geistige Entwicklung. Kinder, die beispielsweise Ballett machen, müssen sich auf ihre Schritte konzentrieren, der Musik zuhören und auf die anderen Kinder achten. Ihr Gehirn muss also mehrere Dinge gleichzeitig tun, genau wie später in der Schule. Hier müssen die Kinder der Lehrerin zuhören und gleichzeitig ein Buch herausholen, die Stifte wegpacken oder etwas schreiben.

Gerade im Vorschulalter sind Kinder absolut wissenshungrig und lernen freiwillig, sofern man es ihnen kindgerecht vermittelt.

Die Zettelstrategie

Wenn Sie Ihrem kleinen Kind die Namen der Nahrungsmittel beibringen wollen, dann können Sie kleine Zettel basteln, auf denen Sie die Namen der Nahrungsmittel schreiben. Legen Sie die Zettel auf den Tisch und die dazugehörigen Nahrungsmittel dazu.

Sie können für den Anfang eine Banane nehmen, dem Kind zeigen, laut Banane sagen und dann die Banane auf den Zettel legen auf dem "Banane" steht. Das können Sie mit allen Nahrungsmitteln auf den Tisch machen und dabei immer wieder Ihr Kind animieren, das Wort des jeweiligen Nahrungsmittels zu wiederholen.

Eine weitere Variante ist, die Zettel einzusammeln und dann den obersten Zettel vorzulesen und das Kind anzusehen. Intuitiv möchte das Kind den zum Gesagten zugehörigen Gegenstand zeigen. Dieses Spiel eignet sich nach dem Essen, wenn Sie sich in der Küche befinden.

Um Ihrem Kind weitere Begriffe, wie zum Beispiel die Bezeichnungen seines Spielzeugs oder die Namen der Möbel in der Wohnung beizubringen, können Sie auch weitere Zettel anfertigen und an dem jeweiligen Ort liegen lassen, so dass immer, wenn Ihr Kind aufmerksam genug ist, Sie die Zettel nehmen und mit dem Spielen beginnen können.

Die Auswirkungen einer frühen Förderung der Sprachentwicklung bei Kleinkindern

Kinder sind ganz besonders begabt, wenn es um Sprachen geht. Wenn Sie sich in einer gelernten Sprache sehr sicher fühlen, können Sie neben dem Lernen der deutschen Begriffe auch damit beginnen das jeweilige Wort in einer Fremdsprache zu benennen.

Fremdsprachen fördern

Singen Sie viel mit Ihrem Kind und wählen Sie dabei auch Lieder in anderen Sprachen aus. Seien Sie sich in der Aussprache der Fremdsprache bitte sicher, damit sich bei Ihrem Kind keine Fehler einschleichen.

Geben Sie Ihrem Kind Hörspiele, ebenfalls auf Deutsch und in einer Fremdsprache und fragen Sie das Kind in einer entspannten Stimmung, wie der von Ihnen gezeigte Gegenstand auf Deutsch und wie in der Fremdsprache bezeichnet wird. Wenn Sie die Fremdsprache gut beherrschen, können Sie auch mit Ihrem Kind im Alltag in der Fremdsprache reden.

Sprache spielerisch näher bringen

Reden Sie grundsätzlich viel mit Ihrem Kind und hören Sie genau auf die Fragen und Antworten, die es Ihnen gibt. Bringen Sie Ihrem Kind früh bei, wie es erklären kann, was es bereits verstanden hat und was es wissen möchte. Sie können sich zum Beispiel darauf einlassen und dem Kind die von ihm zuletzt getroffene Aussage vormachen, damit das Kind versteht, was es gerade gesagt und was das bedeutet.

Dieses Spiel kann zu sehr witzigen Situationen führen. Erinnern Sie sich daran, dass es wichtig ist, dass man im Zusammensein immer viel zu lachen hat und Fröhlichkeit und Leichtigkeit ein wichtiger Grundstein für eine gute Lernatmosphäre darstellt.

Um Fremdsprachen zu vertiefen, können Sie sich auch die Lieblingsserie des Kindes nehmen und an einem Tag die Serie einmal in Deutsch und am Nachmittag dieselbe Folge noch einmal in der Fremdsprache ansehen. Kinder lieben Wiederholungen und lernen dadurch die neue Sprache leichter kennen und bauen ein vertrautes Gefühl zum Klang der Fremdsprache auf.

Münzen fürs Sparschwein

Das Verständnis für die Unterscheidung der Geldmünzen und Geldscheine können Sie Ihrem Kind ebenfalls früh beibringen. Schenken Sie Ihrem Kind ein Sparschwein und füttern es gemeinsam mit Cents und Euros, so dass das Kind hört, wie die Münzen heißen.

Sehen Sie sich die Münzen gemeinsam mit Ihrem Kind in Ruhe an und erfreuen Sie sich am Klang des in das Sparschwein fallenden Geldes. Sie können die sich bereits im Sparschwein befindenden Münzen auch herausholen und von dem Kind benennen, zählen und wieder in das Sparschwein werfen lassen.

(Vor-)Lesen macht Spaß!

Wenn Sie es zeitlich schaffen und die Aufmerksamkeit des Kindes ausreichend ist, versuchen Sie, pro Tag ein Buch zweimal zu lesen. Lesen Sie das Buch Ihrem Kind zuerst laut vor. Verstellen Sie dabei Ihre Stimme und lassen Sie sich zu szenischen Effekten animieren und schauspielern Sie so viel Sie können.

Ihr Kind wird sich sehr amüsieren und die vorgelesene Geschichte intensiv erfahren können. Wenn Ihr Kind mit dem Lesenlernen begonnen hat, dann können Sie Ihm das Buch nach einmaligem Vorlesen geben und es sich am Nachmittag oder am Abend von dem Kind vorlesen lassen, wenn es nicht zu anstrengend für Ihr Kind ist.

Wenn Ihr Kind noch zu klein ist, um selbst zu lesen, dann lesen Sie das Buch erneut und zeigen Sie auf die gelesenen Wörter und wenn möglich auf das dazugehörige Bild oder einen Gegenstand im Zimmer, der das Wort ausdrückt. Sie können ihm auch die Aufgabe geben, die Geschichte in Form von Bildern aufzumalen. Auf diese Weise sehen Sie, was Ihr Kind verstanden hat, Ihr Kind ist kreativ und beschäftigt.

Bei allen Sachen, die Sie Ihrem Kind beibringen wollen, ist es wichtig, dass Sie stets eine angenehme Lernatmosphäre schaffen, in der viel gelacht wird, sodass das Kind nicht unter Stress gesetzt wird. Es ist nicht schlimm, wenn Ihr Kind eine Antwort nicht kennt oder eine Sache heute einfach nicht begreifen kann. Morgen ist auch noch ein Tag und übermorgen auch und um manche Sachen zu verstehen, brauchen Kinder eben unterschiedlich lange.

Wege, um die Kreativität des Kindes zu fördern

Zwei kleine Kinder blättern in Buch
Kinder sind gerne kreativ - lassen Sie ihnen freien Lauf und auch mal andere Wege gehen

Jedes Kind ist von Geburt an kreativ. Diese Kreativität sollten Eltern von klein auf fördern, um ihr Kind in seiner Entwicklung zu unterstützen.

Abenteuer in der Natur erleben

Zur Förderung der Kreativität von Kindern muss man nicht unbedingt viel Geld ausgeben oder teure Kurse buchen. Man kann auch in der Natur viele Dinge finden, die die Kreativität von Kindern anregen. Im Wald liegen beispielsweise immer

  • Tannenzapfen
  • Tannennadeln
  • kleine Zweige
  • Steine etc.

herum. Diese können die Kinder sammeln und zu Hause daraus etwas basteln. Dabei muss man nicht streng nach einer Anleitung eines Bastelbuches vorgehen. Die Kinder haben so eine rege Phantasie, dass sie auch ohne Vorlage auf die Idee kommen, dass der Tannenzapfen der Körper sein könnte, kleine Zweige die Arme und Beine und die Tannennadeln vielleicht das Röckchen der Figur.

Sämtliche unterschiedliche Materialien regen die Kreativität der Kinder an. Alles fühlt sich anders an, das eine weich, das andere hart, eines stachelig, eines glatt.

Kunst und Musik in den Alltag integrieren

Neben dem Basteln fördert man die Kreativität von Kindern auch durch Malen oder Musizieren. Welches Kind fasst nicht gerne mit den Fingern in den Farbkasten oder malt mit Pinseln auf einem großen Blatt Papier.

Kleine Kinder malen anfangs nur Striche, doch daraus entwickeln sich mit der Zeit konkrete Formen, wenn man die Kinder immer wieder üben lässt. Um ein Musikinstrument beherrschen zu können oder das Singen zu erlernen, müssen Kinder ebenfalls üben. Dieses Üben sollte aber nicht in Zwang ausarten, so macht es den Kindern keinen Spaß, und man erreicht auch nicht, dass die kindliche Kreativität gefördert wird.

Altersgerechte Förderung

Alle Kinder sind kreativ, egal ob sie zwei Jahre oder zwölf Jahre sind. Um die Kreativität von Zweijährigen zu fördern, muss man natürlich als Eltern noch etwas mehr aufpassen als bei Zwölfjährigen.

So sollte man kleinen Kindern erst einmal den Umgang mit Arbeitsmaterialien wie Kleber oder Schere zeigen, während größere Kinder vielleicht auch gerne mit Freunden zusammen kreativ sind.

Kindern ein gesundes Essverhalten näherbringen

Kleine Kinder sind in vielerlei Hinsicht erstaunlich flexibel. Beim Essen allerdings, können die kleinen Erdenbürger eine erstaunliche und unverrückbare Abneigung entwickeln.

Anfängliches Misstrauen überwinden helfen

Das Misstrauen gegenüber Essen ist ein völlig normaler Teil der kindlichen Entwicklung. Kleine Kinder sind von Natur aus neophobisch und betrachten fast alles Neue mit einer gehörigen Portion Skepsis.

Selbst die aufopferndsten Eltern können an der infantilen Hartnäckigkeit scheitern, wenn sie den Nachwuchs dazu bringen wollen, eine bisher unbekannte Speise zu probieren. Häufig endet es so, dass die Eltern ihren Kleinen es gestatten, sich von stark gezuckerten Cornflakes und Limonaden zu ernähren.

Das wäre immerhin besser, als wenn sich die Kinder vollends der Nahrungsaufnahme verweigern, so die Annahme der verzweifelten Eltern. Mit ein paar winzigen Strategien lässt sich jedoch auch am Esstisch die kindliche Flexibilität herauslocken und entfalten.

Durch gemeinsames Kochen kindliche Sensibilität schärfen

Denkt man an den heißen Herd, kochendes Wasser und scharfe Messer, so ist es mehr als verständlich, dass einige Eltern ihre Kinder vorsichtshalber möglichst nicht in der Küche haben wollen, wenn gerade das Essen zubereitet wird und sich mehrere potentielle Gefahrenquellen für Kinderhände gleichzeitig auftun.

Studien haben allerdings gezeigt, dass es sehr wichtig ist, Kinder in die Essenszubereitung mit einzubeziehen, damit diese ein natürliches Verhältnis zu Lebensmitteln aufbauen. So schwindet auch schneller die Skepsis gegenüber jene Nahrungsprodukte, die der kleine Chefkoch von morgen noch nie in seinem bisher jungen Leben gesehen hat.

Studie zum Zusammenhang von gesunder Ernährung und eigenständiger Zubereitung der Produkte

Dass das tatsächlich hilft, zeigt eine englische Studie, bei der fast 600 Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren in einem Seminar für eine gesunde Essweise begeistert werden sollten. Einige von den Kindern durften zusätzlich an Koch-Workshops teilnehmen. Wie die Auswertung gezeigt hat, wählten die kleinen Praktiker in der Cafeteria ihre Speisen sorgfältiger aus und fragten sogar nach Nachschlag.

Studie zum Zusammenhang von Druck und Essverweigerung

Andere Studien haben deutlich gemacht, dass die meisten Kinder ablehnend reagieren, wenn Eltern sie mit Nachdruck davon überzeugen wollen, ein bestimmtes Gericht zu essen. Das ist auch dann der Fall, wenn eine Belohnung angeboten wird.

Offenbar kann das Anbieten einer Belohnung die Ablehnung gegenüber eines Lebensmittels sogar verstärken. Forscher haben in einer Studie den kleinen Probanden Aufkleber und TV-Gucken versprochen, wenn sie zum Frühstück Milch trinken und einen Obstsalat essen würden. Die meisten Kinder ließen sich zwar auf den Handel ein, sagten aber im Anschluss, dass sie das Essen trotzdem nicht mochten.

Ein besserer Ansatz ist es, das Essen auf den Tisch zu stellen und den Nachwuchs zu ermutigen, es einfach zu probieren. Dabei ist es laut Kinderpsychologen jedoch wichtig, neutral zu bleiben.

Wenn das Kind es nicht probieren möchte, sollte man keine Enttäuschung zeigen. Das trifft ebenfalls auf überschwängliche Lobeshymnen zu, falls der Salat doch zwischen den Milchzähnen landet.

Süßigkeiten nicht extra verstecken

Ein anderer Fehler, den Eltern machen können, ist das Verstecken von Süßigkeiten. Natürlich liegt die Vermutung nahe, dass Kinder häufiger zu Gummibären und Schokolade greifen, wenn sie offen in der Küche herumliegt.

Mehrere Studien und sicher auch unsere eigene Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass die Lust auf Verbotenes unermesslich größer ist. Die Lektion für Eltern muss daher lauten, ungesunde Dinge erst gar nicht bzw. nur selten nach Hause zu bringen. Kaufen Sie stattdessen gesunde Snacks und verbieten Sie nie ihren Kindern den Zugang zum Speiseschrank.

Grundinformationen und Hinweise zur Kinderentwicklung

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: two young girls lying in the bed and reading a book together © Noam - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: abc © Cristina Fumi - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: bücherwürmer © Ramona Heim - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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