27. Oktober 2007
Von Maria Hochbaum
Die Entwicklung von Kleinkindern hängt von ihrem Wohlergehen und einer geeigneten Frühförderung ab.

Die ersten Lebensjahre sind für die kindliche Entwicklung von entscheidender Bedeutung. Wie in keiner späteren Lebensphase entwickeln sich das Gehirn und das Nervensystem infolge biologischer Reifungsprozesse und Umweltreize. Diese beeinflussen die Entwicklung vieler kindlicher Fähigkeiten wie Sprache, Motorik und Sozialverhalten. In diesem Zeitraum finden die sensiblen Phasen statt, in denen das Kleinkind besonders intensiv und schnell lernt.
Es ist also von großer Bedeutung, Kinder früh zu fördern und zu fordern.
Eltern müssen bei der Frühförderung einbezogen werden, denn sie sollen die Erfüllung der physischen Bedürfnisse gewährleisten. Kinder brauchen Schutz, Nahrung, ein Dach über dem Kopf und die Sicherstellung für die Gesundheitsfürsorge. Zudem sollten Eltern auf die entwicklungsspezifischen und emotionalen Bedürfnisse eingehen, sie stimulieren und in Zuneigung begleiten.
Im Vordergrund steht die spielerische Herangehensweise. Kinder sollen ihre Kindheit genießen und müssen natürlich nicht mit dem Tafelwerk ins Bett gebracht werden, weil sie einmal intelligent und strebsam werden sollen.
Ein Kinderzimmer, das eine ausgewählte Anzahl qualitativ guter Spielzeuge enthält, sowie das gemeinsame Ansehen von Bilderbüchern, Lesen und Vorlesen von Märchen und das gemeinsame Singen und Reimen sind gute Voraussetzungen, um dem Kind Bildungs- und Reifungsprozesse zu ermöglichen.
Frühförderung ist auch ein Begriff, der therapeutische und pädagogische Maßnahmen für Kinder mit Behinderungen oder Verhaltensauffälligkeiten meint. Dafür gibt es Frühförderstellen, die als Ansprechpartner für Eltern dienen, welche sich über die Entwicklung ihres Kindes sorgen.
Frühförderung ist ein Angebot für Familien mit Kleinkindern und Einschulungskindern, die in der Entwicklung auffällig, von einer Behinderung bedroht oder behindert sind. Sie kann Entwicklungsauffälligkeiten vermeiden oder die Folgen einer Behinderung mindern.
Alle Eltern können einen Antrag auf Begutachtung durch einen Arzt des Gesundheitsamtes stellen und anschließend gegebenenfalls eine Genehmigung vom örtlichen Sozialamt auf Frühförderung bekommen. Eine Förderung einmal wöchentlich ist kostenfrei und wird individuell nach Gruppen- oder Einzelförderung unterschieden.
Das Wichtigste aber ist die Liebe und Geborgenheit, die Eltern ihrem Kind geben können, um damit den Grundstein für eine gute Entwicklung und ein zufriedenes Kind zu legen.
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