16. Dezember 2009
Von Viola Reinhardt
In den meisten Schwimmhallen wird es heute mindestens einmal in der Woche angeboten: Babyschwimmen. Und jeder kennt wohl Bilder von Babys, die fröhlich lächelnd unter Wasser strampeln. Warum jedoch sollte man einen Säugling ins Wasser mitnehmen?
Das Konzept des Schwimmens mit Babys ist schon so alt, dass sich bereits zum Ausgang den 19. Jahrhunderts die ersten europäischen Forscher damit beschäftigten. Denn in vielen Kulturen gehen Mütter mit ihren Neugeborenen zusammen ins Wasser. Das hat viele Gründe. Zum einen natürlich die Körperreinigung, zum anderen aber profitieren Mutter und Kind von diesem Erlebnis.
Studien haben ergeben, dass Kinder, die in den ersten 22 Monaten regelmäßig schwimmen gingen, in ihrer Entwicklung gefördert werden. Es fällt ihnen leichter, Bewegungen zu koordinieren, die Muskeln werden besser ausgebildet und gestärkt. Darüber hinaus sind Kinder, die mit ihrer Mutter schwimmen waren, selbstsicherer, können sich situativ besser anpassen und sind so selbstständiger. In medizinischen Untersuchungen wurde mittels Ultraschallbildern aus dem Mutterleib gezeigt, dass die Bewegungen beim Babyschwimmen zu einem großen Teil denen des Kindes im Mutterleib entsprechen. Darum wird es heute von Medizinern für eine bessere Entwicklung der Kinder empfohlen.
Im Vordergrund sollte beim Babyschwimmen nicht stehen, welches Baby am längsten auf dem Rücken im Wasser schweben kann oder welches Baby am längsten tauchen kann, sondern vor allem der Spaß an der Bewegung im Wasser. Ganz wichtig ist auch der Körperkontakt zu den Eltern. Idealerweise sollten beide Elternteile mit dem Kleinen schwimmen gehen, denn auch die Bindung wird nachhaltig positiv beeinflusst. Die Kinder lernen mit der Bewegung im Wasser, dass es einen Weg gibt, sich fortzubewegen in einem Entwicklungsstadium, in dem es ihnen an Land noch nicht möglich ist.
Die meisten Babys lieben das Wasser, denn sie kennen das Element aus dem Mutterleib. Sie experimentieren selbst damit, welche Bewegungen Spaß machen und genießen es, von den Eltern sicher wieder gehalten zu werden. Gerade in den ersten Lebensmonaten tun Kinder instinktiv Dinge, die ihnen gut tun und gefallen. Babyschwimmen sorgt also nicht nur für eine positive Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten, sondern auch und vor allem dafür, dass das Kind sich und seine körperlichen Möglichkeiten besser kennen lernt und damit selbstsicherer wird. Das tut dem Kind und den Eltern ebenso gut als auch weiteren Familienmitgliedern wie etwa den größeren Geschwistern.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
03.11.11 | |
![]() | BABYSCHWIMMEN |
15.10.11 | |
![]() | BABYSCHWIMMEN |
26.07.11 | |
![]() | BABYSCHWIMMEN |
15.07.11 | |
![]() | BABYSCHWIMMEN |
18.06.11 | |
![]() | BABYSCHWIMMEN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Babyschwimmen Forum


Von der Autorin Ute Melchert der Ratgeber Schwangerenschwimmen, Rückbildungsschwimmen, Babyschwimmen.