16. September 2009
Das Babyschwimmen kann für Eltern und Kind ein besonders schönes Erlebnis und eine gesunde Aktivität sein.
Schon im Mutterleib ist das Wasser ein vertrautes Element für den Säugling, dieses gilt es wieder zu entdecken. Bei dem Babyschwimmen geht es nicht um eine sportliche Aktivität oder darum, Schwimmen zu lernen. Vielmehr ist es die Erfahrung mit dem nassen Element und das Vertrauen und der enge Kontakt zwischen Eltern und Kind. Dieser wird gefördert und festigt die Bindung zwischen den beiden. Die Kinder können in dem warmen Wasser ihre Bewegungsfreude ausüben. Dies wirkt sich positiv auf die gesamte Entwicklung des Kindes aus. Herz und Kreislauf werden gestärkt, die Atemtätigkeit und die Lungenfunktion verbessert. Die Grob- und die Feinmotorik werden geschult und verbessert sowie die Koordination, das Körpergefühl wird günstig beeinflusst, das Kind erfährt durch die Aktivität im Wasser eine Beanspruchung, wie es sie sonst nicht hat, dies macht müde und sorgt für einen erholsamen Schlaf. Durch den engen Kontakt auch zu anderen Kindern erlernt das Baby soziale Kompetenz. Der Aufenthalt im Wasser steigert in der Regel das Wohlbefinden und schult die Konzentrationsfähigkeit.
Das Wasser regt die Sinne an und stimuliert die Bewegungsfähigkeit und das Wasser wirkt sich günstig auf die Organsysteme aus. Das Wassererleben schult die Wahrnehmungsfähigkeit und stärkt das Immunsystem. Eltern und Kind erleben im Wasser einen intensiven Körperkontakt, dieser stärkt die Bindung und gibt dem Kind Vertrauen. Das Kind lernt Anpassungsfähigkeit und Selbständigkeit, es kann entspannen und aktiv sein. Alles in allem fördert das Babyschwimmen die kindliche Entwicklung und schafft zwischen Eltern und Kind eine tiefe, innige Beziehung.
Was das Babytauchen angeht, so gibt es Gegner und Befürworter. Die Gegner meinen, dass das Baby zwar den Atemschutzreflex, auch Tauchreflex hat, dass man diesen aber nicht missbrauchen darf. Und das Kind könne schließlich nicht frei entscheiden, ob es tauchen wolle. Die Befürworter sagen, dass das Tauchen ein ganz besonderes Erlebnis für das Kind ist. Die Eltern tauchen mit und halten Augenkontakt, so können sie sehen wie es dem Kind dabei geht. Das Tauchen geschieht immer unter Anleitung eines erfahrenen Kursleiters und die meisten Babys genießen es, denn es stärkt das Urvertrauen.
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Von der Autorin Ute Melchert der Ratgeber Schwangerenschwimmen, Rückbildungsschwimmen, Babyschwimmen.