Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Arzneimitteln bei Erkrankungen im Mund- und Rachenraum. Lutschtabletten, Mundsprays sowie Lösungen zum Gurgeln, Spülen oder Aufpinseln.
Arzneimittel für Mund und Rachen werden in verschiedensten Anwendungsformen angeboten. Meistens in Kombination mit natürlichen Wirkstoffen sind Lutschtabletten, Gurgellösungen, Mundgels, Hustensirup und Rachensprays in den unterschiedlichsten Zusammensetzungen in Drogerien und Apotheken erhältlich.
Bakterielle Entzündungen des Zahnfleisches und der Rachen- oder Mundschleimhaut werden am besten mit Gurgellösungen gelindert. Diese tragen bei regelmäßiger Anwendung dazu bei, dass sich die Keimanzahl in Mund und Rachen verringert. Pflanzliche Mittel sind dabei mit Auszügen von Salbei, Kamille, Spitzwegerich, Arzneipaprika, Pockholz oder Kermesbeere versetzt. Oft werden auch mehrere Wirkstoffe kombiniert, um eine höheren Wirkungsgrad zu erzielen. Für lokal begrenzte Entzündungen oder Druckstellen von Prothesen ist die Anwendung einer Mundsalbe oder Mundgel gedacht.
Hefepilzinfektionen, Mundsoor oder sogenannte Aphten werden ebenfalls mit Mundgels oder auch mit speziellen Tinkturen behandelt. Zur Unterstützung solcher Heilungsprozesse werden zusätzlich Vitamin-Präparate verabreicht. Lutschtabletten wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd. Sie erleichtern vor allem Schluckbeschwerden, und wirken einer Rachen- und Kehlkopfentzündung entgegen. Vor allem Kinder bevorzugen bei Halsbeschwerden gerne Kinder-Lutschtabletten. Das Gurgeln beherrschen Kinder in der Regel erst ab 6 Jahren. Wenn Kinder auch Lutschtabletten verweigern, eignet sich am besten ein dick konzentrierter Saft aus pflanzlichen Auszügen.
Sirup aus Honig mit Thymian, Tanne oder Spitzwegerich ist sehr aromatisch, und gerade bei Kindern sehr beliebt. Zur Linderung von Reizhusten werden vor allem codeinhältige Säfte eingesetzt. Oft gelingt es nur damit, einigermaßen nachts Ruhe zu finden. Wer pflanzliche Alternativen bevorzugt oder als Ergänzung zu Hustenstillern anwenden möchte, greift am besten zu Tees und krampflösenden Säften mit Spitzwegerichkraut, Süßholzwurzel, Fenchel oder Thymian.
Vorsicht und besondere Sorgfalt bedarf es allerdings für Allergiker. Daher unbedingt vor der Einnahme jedes Mittels – auch pflanzlichen – den Beipacktext beachten.
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