25. März 2010
Von Andreas Hadel
Es heißt, wer nach einem intensiven Workout seine Energiespeicher wieder schnell auffüllen und seinen Körper mit dem dringend benötigten Protein versorgen will, sollte nach dem Training relativ zeitnah eine Mahlzeit essen, die aus überwiegend schnell verfügbaren Kohlenhydraten und einer reichhaltigen wie fettarmen Proteinquelle besteht. Putenbrust mit Reis oder ein gezuckerter Shake mit Whey-Protein sind die Klassiker, wenn es um die sogenannte Post-Workout-Mahlzeit geht. Wenn man jedoch einen Blick über den nationalen Tellerrand wagt, findet man viele weitere Gerichte, die sich auf Grund ihrer Zusammenstellung der Makronährstoffe perfekt als Regenerationsmahlzeit für ambitionierte Fitness-Sportler eignet.
Würstchen und Kartoffelbrei sind ein kulinarischer Klassiker, wenn die Iren ihren alljährlichen "St. Patrick's Day" am 17. März begehen. In seiner traditionellen Form ist dieses Gericht eher vom deftigen Charakter, da es die Grundlage für den feierlichen Alkoholkonsum zu Ehren des Namenspatrons bilden muss. Mit einigen kleinen Änderungen lässt sich daraus jedoch eine ideale Post-Workout-Mahlzeit machen.
Die Originalversion des irischen Nationalgerichts kommt mit Schweinewürstchen, gebutterten Semmelbröseln und Kartoffelbrei, der mit Sahne aufgepeppt wurde, nicht gerade kalorienarm daher. Der hohe Fettgehalt verzögert zudem die Verdauung wodurch sich die klassische Variante alles andere als für eine Post-Workout-Mahlzeit eignet.
Mit nur wenig Handgriffen kann man daraus jedoch ein ideales Fitness-Gericht machen, ohne dabei auf den charakteristischen deftigen Geschmack zu vernichten.
Fangen wir zunächst mit der Wurst an. Nicht alle Würste sind aus kalorischer Sicht ein Alptraum. Hähnchen-Wiener oder Putenwürstchen bringen deutlich weniger als 6 Gramm Fett auf den Teller und wenn man sie beim Metzger seines Vertrauens geräuchert kauft, ist der geschmackliche Unterschied zur Fett triefenden Schweinewurst nur marginal.
Um den Kartoffelbrei gesünder zu gestalten kombinieren wir Süßkartoffeln mit Grünkohl, Buttermilch und scharfem grob-körnigen Senf. Als Ergebnis erhalten wir einen Kartoffelbrei, der weitaus würziger schmeckt und dennoch nicht als Hüftgold enden kann.
Die Bratensoße wird ebenfalls mit Senf abgeschmeckt und basiert auf einer klaren Hähnchenbrühe, die mit Zwiebeln, etwas Mehl und ein wenig Öl verfeinert wird.
Das Rezept geht von bereits gegarten Würstchen aus. Sollten Sie eine rohe Variante gekauft haben, garen Sie diese zuerst, bevor Sie unsere Kochanleitung befolgen.
Das Rezept ergibt sechs Portionen.
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