Zimt in der Natur, Heilkunde und Küche als Gewürz

Zimt gehörte in früheren Zeiten zu den teuren und erlesenen Gewürzen die nicht für jedermann erschwinglich waren. Er gehört zu den ältesten bekannten Gewürzen.

Merkmale, Inhaltsstoffe und Verwendung von Zimt als Heilmittel sowie in der Küche und Kosmetik

Der Zimtbaum heißt mit botanischem Namen Cinnamomum zeylanicum und er gehört zu der Familie der Lorbeergewächse. Man kennt ihn auch unter den Namen

  • Ceylon Zimt
  • Kanel
  • Cinnamomum verum
  • Laurus cinnamomum oder
  • Cinnamomum ceylanicum.

Merkmale

Der Zimtbaum kann eine Wuchshöhe bis zu zwölf Metern erreichen. Ursprünglich ist der Zimtbaum in Sri Lanka dem früheren Ceylon beheimatet, wird aber in vielen tropischen Gebieten angebaut. Der immergrüne tropische Laubbaum bildet im Jahreslauf immer wieder neue Blätter.

Nur während der so genannten Laubausschüttung verliert er die Blätter für eine kurze Weile. Die einfachen und eiförmigen Blätter sind im jungen Stadium leuchtend rot gefärbt, später werden sie dunkelgrün und weisen weiße Blattadern auf. Der Blütenstand ist eher unscheinbar und in Rispen angeordnet; es bilden sich fast schwarze Steinfrüchte.

Der Zimtbaum muss beim Anbau erst mehrere Jahre wachsen, bis man seinen Stamm kappt. Daraus wachsen viele junge Triebe; nach weiteren ungefähr zwei Jahren werden diese von der Korkschicht oder der äußeren Rinde befreit, dann geschält. Beim Trocknen rollen sie sich ein und so entstehen die typischen Zimtstangen.

Inhaltsstoffe

Zu seinen Hauptbestandteilen gehören unter anderem

  • Ascorbinsäure
  • Borneol
  • Cumarine
  • Eugenol
  • Gerbstoff
  • Kampfer
  • Kalziumoxalate
  • Limonen
  • Linalool
  • Salicylate
  • Schleim
  • Zimtaldehyd und
  • Zink.

Medizinische Verwendung

Zur medizinischen Verwendung kommen die Rinde und das ätherische Öl.

Wirkung

Zimt wirkt

  • antibakteriell
  • adstringierend
  • antiseptisch
  • auswurffördernd
  • harntreibend
  • krampflösend
  • schleimlösend
  • schmerzstillend
  • schweißtreibend
  • tonisierend und hauptsächlich aber
  • durchwärmend.

Anwendungsgebiete

Zimtstangen und Pulver
Das Zimtgewürz hilft bei zahlreichen Beschwerden

Zimt findet Anwendung bei

Zimt

Bei Diabetes soll sich Zimt unterstützend günstig auswirken, Diabetes gehört aber immer in ärztliche Behandlung. Zimt lindert

und stärkt die Verdauung.

Senkt Cholesterinspiegel und schützt vor Krebs

Der Genuss von Zimt senkt den Cholesterinspiegel und kann auf diese Weise vor Herzerkrankungen schützen.

Studien haben belegen können, dass Zimt die Entwicklung von Bakterien unterbindet und Geschwüre in ihrem Wachstum hemmt. Nachweislich können Schmerzen, die mit dem Krankheitsbild der Arthrose in Verbindung gebracht werden, durch regelmäßigen Verzehr von Zimt verringert werden.

Neben den bisher erwähnten Krankheiten mindernden Wirkungen ist Zimt ebenfalls dafür verantwortlich, dass sich Krebszellen nicht weiter vermehren können. Demzufolge kann Zimt zur Prävention von Krebs verstanden werden, ebenso zur Eindämmung der Verbreitung von Krebszellen im Körper.

Würziger Helfer bei Menstruationsbeschwerden

Vor allem bei Frauen scheint Zimt eine nahezu magische Anziehungskraft zu haben. Ob Frauen instinktiv bewusst ist, dass Ihnen Zimt bei Menstruationsbeschwerden helfen kann? Zimt besitzt eine ausgleichende Wirkung auf die weiblichen Hormone, so dass ihnen bei monatlichen Beschwerden der Verzehr von Zimt oder Gerichten mit Zimt als Zutat sehr bekömmlich sein können.

Begründet liegt die ausgleichende Wirkung auf die Hormone der Frau darin, dass in Zimt Zimtaldehyd enthalten ist, das die Produktion des Hormones Progesteron erhöht und die die Produktion von Testosteron nachweislich verringert.

Auf diese Weise kann der weibliche Hormonhaushalt in Balance gebracht werden.

Weitere Wirkungsgebiete

Neben der Minderung von Krebsbeschwerden kann Zimt auch zur Vorbeugung von Erkrankungen wie

belegt werden. Forschungen können belege, dass die chronischen Entzündungen, die mit den neurologischen Erkrankungen einhergehen, durch die Aufnahme von Zimt verringert werden können.

Zimt soll allerdings nicht über einen längeren Zeitraum und in hoher Dosierung eingenommen werden. Seine allergenen Stoffe werden als mittelstark eingestuft. Seit einiger Zeit gibt es Stimmen, die bei längerem Gebrauch und in hoher Dosierung von einigen Zimtarten eine leberschädigende Wirkung vermuten, wofür man das Cumarin verantwortlich macht.

Anwendungsart

In der Regel wir der Zimt als Teezubereitung eingenommen. Zimt ist fester Bestandteil der ayurvedischen und traditionellen chinesischen Medizin und man findet es auch in homöopathischer Zubereitung.

Manchmal wird das ätherische Zimtöl zur äußerlichen Behandlung von Verspannungen verwendet, dabei kann es allerdings die Haut reizen. Echte Zimtrinde ist auch in einigen Fertigarzneien enthalten, die vorwiegend zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden eingesetzt werden.

In der Aromatherapie wird Zimtöl mit Wasser in der Duftlampe verdampft, hier will es Wärme zum Leben und Lieben geben.

Verwendung in der Küche und Kosmetik

Zimt in Weihnachtskeksen
Wird als Gewürz in der Weihnachtsbäckerei und auch in Glühwein beigemischt
  • In der Lebensmittelindustrie wird Zimt zum Aromatisieren benutzt, als Zusatz von Kaugummis und Glühwein etwa.

  • In der Küche kennt man Zimt hauptsächlich aus der Weihnachtsbäckerei, man verwendet ihn vorwiegend für Backwaren und Süßspeisen.

  • Zimt ist zudem Bestandteil von einigen Currymischungen.

Wenn Sie herzhafte Gerichte mit Zimt kennenlernen wollen, dann beschäftigen Sie sich mit Gerichten aus

  • der indischen
  • der marokkanischen
  • der griechischen oder
  • der thailändischen

Küche. Grundsätzlich werden Sie zahlreiche Rezeptideen in der orientalischen und chinesischen Küche finden können. Experimentieren Sie mit Ihren Lieblingsrezepten und probieren Sie, inwiefern sich eine Verfeinerung um Zimt als Zutat anbietet. Versuchen Sie bewusster Zimt in Ihre Ernährung mit einzubeziehen.

In der Kosmetikindustrie findet es Verwendung in

In der Parfümindustrie verleiht es den Düften eine besondere Komponente.

Quellen:

  • Mannfried Pahlow: Das große Buch der Heilpflanzen: Gesund durch die Heilkräfte der Natur, Nikol Verlagsgesellschaft, 2013, ISBN 3868201912
  • Andrew Chevallier: Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, 2017, ISBN 3831032327
  • Ingrid Schönfelder, Peter Schönfelder: Das neue Handbuch der Heilpflanzen: Botanik, Drogen, Wirkstoffe, Anwendungen, Kosmos, 2004, ISBN 3440093875
  • Peter Emmrich: Kurzcharakteristik Die Kraft der Heilpflanzen, Weg zur Gesundheit, 2017, ISBN 3925207317
  • Bernhard Uehleke, Johannes Mayer, Kilian Saum: Handbuch der Klosterheilkunde: Neues Wissen über die Wirkung der Heilpflanzen. Vorbeugen, behandeln und heilen, Zabert Sandmann, 2008, ISBN 3898832260
  • Karin Buchart, Miriam Wiegele, Andreas Leitner: Die Natur-Apotheke: Das überlieferte und neue Wissen über unsere Heilpflanzen, Servus, 2019, ISBN 9783710401718
  • Vital Experts: HEILPFLANZEN - Das Naturheilkunde Buch, 2019, ISBN 1713160064
  • Ursel Bühring: Alles über Heilpflanzen: Erkennen, anwenden und gesund bleiben Kindle Ausgabe, Verlag Eugen Ulmer, 2007, ISBN 3800149796
  • Ursel Bühring: Heilpflanzenrezepte: Die besten aus der Freiburger Heilpflanzenschule, Verlag Eugen Ulmer, 2014, ISBN 3800179962
  • Siegrid Hirsch: Kräuter-Rezeptbuch: Hausmittel & Salben, Säfte & Marmeladen, Kräuterwein & Liköre, Essig & Öl, Freya, 2014, ISBN 3902540001
  • Peter Spiegel: Das BLV Heilkräuter-Buch: Gesundheit aus der Natur, BLV, ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH, 2013, ISBN 3835409751
  • Irene Dalichow: Zimt für ein gesundes Leben: Heilkräftig - Vielseitig - Köstlich - Rezepte, Herbig, 2006, ISBN 377662499X
  • Martina Bang-Dosio: Zimt, Der Gesundheitsberater, 2007, Band -, Nr. Januar

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