25. Juni 2009
Im ersten Augenblick mutet es etwas paradox an: Die Brennnessel, die ihren Namen trägt, weil ihre Blätter bei Hautkontakt unangenehm brennende und juckende Pusteln verursachen, kann für verbrannte Haut ein wahrer Segen sein.
Es sind die Nesselhaare auf der Brennnesselpflanze, die zum Schutz der Pflanze vor Fressfeinden Schmerz und Entzündungen hervorrufen. Pflanzenauszüge aus dem Inneren der Brennnessel allerdings bewirken genau das Gegenteil: Sie wirken lindernd auf Hitzeschmerz und fördert die Neubildung gesunder Hautzellen.
Die häufigsten großflächigen Hautverbrennungen entstehen durch einen Sonnenbrand. Das passiert dann, wenn die Haut sich gegen ultraviolette Lichtanteile nicht mehr zur Wehr setzen kann; die Strahlung dringt ein und löst in den verletzten Hautzellen eine Entzündungsreaktion aus, was sich in Rötung, Hitze und Schmerz äußert.
Zum Glück verfügt die menschliche Haut über starke Selbstheilungskräfte. Auf nur einem Quadratzentimeter Haut befinden sich 600.000 Zellen, die sich bei Verletzung von ganz alleine regenerieren können. Gesunde Haut wächst täglich um 0,002 Millimeter.
Der angesprochene Brennnesselextrakt kann sie dabei unterstützen und akute Schmerzen lindern - nicht nur bei Sonnenbrand, sondern auch bei leichten Verbrennungen und Insektenstichen. Daher gibt es aus der Apotheke auch spezielle kühlende Cremes und Gels, die Brennnesselauszüge enthalten und im Akutfall gute Dienste leisten.
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Die Brennessel als Heilkraut. Anwendungen von A bis Z.