22. September 2009
Den Borretsch findet man hauptsächlich in den Bauern- und Kräutergärten.
Borretsch heißt mit botanischem Namen Borago officinalis und er gehört zu der Familie der Raublattgewächse. Volkstümlich kennt man ihn auch unter den Namen Biretsch, Boraken, Borgel, Borungen, Blauhimmelstern, Gurkenkraut, Herzblumen, Herzfreude, Liebäuglein, Wohlgemutsblume und Wohlmutsblumen. Die einjährige krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe bis zu siebzig Zentimetern. Im zeitigen Frühjahr wachsen dicke, eiförmige und stark behaarte Blätter, sie sind gestielt. Die oberen wechselständigen Blätter sind deutlich kleiner. Die Ränder der Blätter sind wellig und unregelmäßig gezähnt. Auch der zumeist aufrecht wachsende und kräftige Stängel ist borstig behaart, im oberen Bereich ist er verzweigt. Zwischen Juni und August erscheinen die kleinen blauen, gestielten und eher zarten Blüten, sie wachsen endständig und nickend und bilden lockere Rispen. Die Blüten haben eine sternenähnliche Form. Später bilden sich kleine dunkelbraune Nussfrüchtchen. Der Borretsch ist ursprünglich in Kleinasien beheimatet, schon im Altertum hielt er Einzug in unsere Klostergärten und kam über Griechenland und Südeuropa dann auch nach Mitteleuropa. Vorwiegend wird der Borretsch in Kräutergärten kultiviert, ganz selten findet man ihn wild wachsend. Der Borretsch gedeiht besonders gut auf einem humosen Boden mit ausreichend Feuchte. Er mag die Sonne und den Halbschatten und gehört zu den eher anspruchslosen Pflanzen.
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