14. Juli 2010
Das Studium zum Facharzt für Urologie dauert fünf Jahre. Ein Urologe kann vielfältige Weiterbildungen absolvieren.
Jeder angehende Arzt muss zuerst das Grundstudium der Medizin absolvieren, bevor er sich auf ein medizinisches Gebiet spezialisieren kann. Das Grundstudium dauert zwölf Semester und drei Monate. Nach bestandender Prüfung kann der Arzt seine Approbation erlangen und das Facharztstudium beginnen. Neben der Urologie kann ein Arzt z.B. auch in den Bereichen Gynäkologie, Kinderheilkunde, Allgemeinmedizin, Innere Medizin oder Augenheilkunde studieren. Das Studium der Urologie dauert nach dem Grundstudium weitere fünf Jahre. Die meiste Zeit lernt und arbeitet der angehende Urologe im Bereich der Urologie, die restliche Zeit in der Chirurgie und anderen Fachgebieten sowie auch bei einem Urologen in dessen Praxis. Das Facharztstudium endet mit einer Prüfung. Voraussetzung für das Bestehen dieser Prüfung ist der Nachweis über eine bestimmte Anzahl an selbstständig durchgeführten Untersuchungen und Operationen.
Die meisten Urologen promovieren und erhalten dadurch ihren Doktortitel.
Fachärzte können viele verschiedene Fort- und Weiterbildungen absolvieren. Im Rahmen von Weiterbildungen können beispielsweise Zusatzbezeichnungen zum Facharztberuf erreicht werden. Ein Urologe kann z.B. die Zusatzbezeichnungen "Balneologische und Medizinische Klimatologie", Bluttransfusionswesen, Medizinische Genetik, Notfallmedizin, Physikalische Therapie oder Psychotherapie tragen.
Ein Urologe kann durch spezielle Weiterbildungen auch so genannter Kinderurologe und/oder zertifizierter Männerarzt werden. Zudem gibt es Fortbildungen z.B. zu den Themen "laparoskopische Prostatektomie", "aktuelle Entwicklung in der urologischen Prothetik" oder "medikamentöse Tumortherapie".
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