24. Juni 2010
Schmerztherapeuten sind Fachärzte für die Behandlung von Schmerzpatienten. Diese Ärzte können angestellt oder selbstständig sein.
Viele Patienten leiden unter teils unerträglichen Schmerzen. Die Zusatzbezeichnung "spezielle Schmerztherapie" kann von fast allen Fachärzten im Rahmen einer Weiterbildung erreicht werden. Schmerztherapeuten behandeln überwiegend Patienten mit chronischen Erkrankungen und somit dauerhaften Schmerzen. Der Schmerz bestimmt den Tagesablauf dieser Patienten und nimmt eine große Rolle im Leben ein. Teilweise haben die Patienten auch keine Kraft mehr zum Weiterleben.
Erkrankungen, die von einem Schmerztherapeuten behandelt werden, sind z.B. die Migräne, die Trigeminusneuralgie (heftiger Gesichtsschmerz), Rheuma, Rückenschmerzen, Muskelschmerzen, Tumorschmerzen, Arthritis, Gürtelrose, Osteoporose, Phantomschmerzen usw.
Der Schmerztherapeut hat im Rahmen seiner Weiterbildung gelernt, wie eine spezielle Schmerzanamnese erstellt wird, d.h., der Arzt fragt den Patienten genau, wann die Schmerzen zum ersten Mal aufgetreten sind, bei welchen Aktivitäten die Schmerzen wiederkehren, wie lange der Schmerz jeweils anhält, welche Schmerzmittel bisher eingenommen wurden, welche Grunderkrankungen der Patient hat, welche Erkrankungen in der Familie vorkommen usw. Diese Schmerzanamnese erstellt der Schmerztherapeut immer beim ersten Arzt-Patienten-Kontakt und baut darauf seine weitere Behandlung auf. Dieses Gespräch dauert meist sehr lange und der Schmerztherapeut muss hier viel Einfühlungsvermögen zeigen. Teilweise ist für den Schmerztherapeuten auch wichtig, dass der Patient ein Schmerztagebuch führt, in dem notiert wird, wann der Schmerz beginnt und endet bzw. ob er dauerhaft besteht, welche Aktivitäten durchgeführt wurden usw. Der Schmerztherapeut wird den Patienten auch bitten, den empfundenen Schmerz auf einer Skala von 1 bis 10 einzuordnen (1 = geringer Schmerz, 10= unerträglicher Schmerz).
Im Rahmen seiner Diagnostik untersucht der Schmerztherapeut den Patienten körperlich, neurologisch und/oder orthopädisch, je nach Art seines Fachgebietes. Zusätzlich können weitere Untersuchungen wie ein Ultraschall, eine Röntgenaufnahme oder eine Computertomografie notwendig sein. Meist sind diese Untersuchungen jedoch bereits vom Hausarzt des Patienten veranlasst worden, so dass der Patient bei seinem ersten Besuch beim Schmerztherapeuten sämtliche Untersuchungsergebnisse bereits vorlegen kann.
Chronische Schmerzen werden meist im Rahmen einer Kombinationstherapie behandelt. Zum einen erhält der Patient ein schmerzlinderndes Medikament, zum anderen verschiedene Behandlungsmethoden. Bei den Schmerzmitteln hat der Schmerztherapeut eine große Auswahl verschiedener Präparate. Gegen stärkste Schmerzen kann der Schmerztherapeut auch z.B. Morphium verordnen. Patienten, die jedoch vor der Behandlung beim Schmerztherapeuten regelmäßig und viel zu häufig zu Schmerzmitteln gegriffen haben, haben ihren Körper dadurch "vergiftet". Der Schmerztherapeut muss den Patienten dann dabei unterstützen, den Körper zu entgiften und anschließend mit einem geeigneten Schmerzmittel wieder "bei Null anzufangen". Teilweise verordnet der Schmerztherapeut nicht nur Schmerzmittel sondern auch so genannte Antidepressiva, die eine stimmungsaufhellende Wirkung haben.
Häufig empfiehlt der Schmerztherapeut auch eine psychotherapeutische Behandlung für seinen Schmerzpatienten. Diese wird dann bei einem Psychotherapeuten durchgeführt.
Neben der medikamentösen und psychotherapeutischen Therapie gibt es weitere Behandlungsmöglichkeiten für chronische Schmerzpatienten. Der Schmerztherapeut kann den Patienten z.B. akupunktieren und so den Schmerz lindern oder heilen. Dazu sticht der Schmerztherapeut dünne Nadeln in die Haut des Patienten und regt so den Energiefluss des Körpers an.
Im Rahmen seiner Behandlung kann der Schmerztherapeut auch die so genannte Neuraltherapie anwenden. Der Facharzt spritzt hier ein Betäubungsmittel in die schmerzende Stelle.
Auch Physiotherapieanwendungen wie Massage oder Krankengymnastik kann der Schmerztherapeut verordnen.
Der Schmerztherapeut betreut auch Patienten, die eine so genannte Schmerzpumpe haben. Das Schmerzmittel wird dadurch automatisch direkt in die Nähe des Rückenmarks abgegeben. Medikamente können hier besser wirken und können demnach niedriger dosiert werden. Etwa alle zwei Monate muss die Schmerzpumpe neu befüllt werden. Auch dies kann bei einem Schmerztherapeuten erfolgen.
Je nachdem, welcher Facharzt der Schmerztherapeut ist, werden Kinder und/oder Erwachsene behandelt. Zudem können orthopädische Schmerztherapeuten andere Schmerzarten behandeln als Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen mit der entsprechenden Zusatzbezeichnung. Durch diese Vielfältigkeit kann der Patient sich genau den Facharzt suchen, in dessen Behandlungsgebiet seine Erkrankung fällt.
Schmerztherapeuten sind häufig selbstständige Fachärzte mit einer eigenen Praxis. Sie können jedoch auch als angestellte Ärzte in Krankenhäusern oder Rehabilitationskliniken tätig sein.
Der Artikel ist im höchsten Maße irreführend. Eine erfolgreiche Schmerztherapie ist die URSÄCHLICHE Reduktion von Schmerz. Ich als Patient wün...
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