23. Juni 2010
Ein Psychiater behandelt Patienten mit seelischen Krankheiten. Psychiater können sowohl selbstständig tätig als auch angestellt sein.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Fachärzten beschäftigen sich Psychiater nicht mit den körperlichen sondern mit den seelischen Erkrankungen des Patienten. Psychiater diagnostizieren die Krankheit und behandeln sie auch. Viele Krankheiten können in ihrer Entstehung auch durch eine psychiatrische Behandlung verhindert werden.
Sowohl kleine Kinder als auch Jugendliche oder Erwachsene können psychische Krankheiten erleiden und dann psychiatrische Hilfe benötigen. Krankheiten, die Psychiater behandeln, sind z.B. die Schizophrenie, verschiedene Arten von Depressionen, Zwangsstörungen, Ängste oder auch Suchterkrankungen.
Wenn ein Patient einen Psychiater aufsucht, führt dieser im Rahmen seiner Diagnostik ausführliche Gespräche mit dem Patienten sowie ggfs. mit dessen Angehörigen. Er fragt den Patienten nach seinen Beschwerden, Ängsten, Süchten, Zwängen etc. und wann diese auftreten. Auch das Lebensumfeld des Patienten ist für einen Psychiater wichtig zu erfahren. Für etliche Krankheiten gibt es vorgefertigte Fragebögen, die dem Psychiater die Diagnostik erleichtern. Während der Diagnostik muss der Psychiater auch feststellen, ob die Ursache der Beschwerden möglicherweise eine körperliche Erkrankung ist. Teilweise sind dazu körperliche Untersuchungen bei anderen Fachärzten nötig.
Je nach Art der Beschwerden des Patienten verordnet ein Psychiater z.B. Medikamente. Häufig sind dies so genannte Antidepressiva, die zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden. Neben den Medikamenten erfolgt bei den meisten Krankheiten auch eine ausführliche Gesprächstherapie, die entweder als Einzelsitzung oder als Gruppensitzung mit mehreren gleichgesinnten Patienten stattfindet. Patienten, die unter einer Phobie leiden, lernen im Rahmen einer so genannten Konfrontationstherapie, mit ihren Ängsten umzugehen. Der Psychiater erarbeitet während der Therapie zusammen mit dem Patienten eine Lösung, wie dieser nicht mehr panisch z.B. auf Spinnen reagiert. Der Patient wird dazu mit Spinnen konfrontiert.
Patienten, die unter Winterdepressionen leiden, werden häufig auch mit einer so genannten Lichttherapie behandelt. Durch spezielles Licht, das auf den Körper des Patienten scheint, können häufig Depressionen, die nur in der dunklen und kalten Jahreszeit auftreten, geheilt oder gelindert werden.
Ob die Behandlung ambulant oder stationär stattfindet, hängt von der jeweiligen Intensität der psychischen Krankheit ab.
Psychiater können in allgemeinen Krankenhäusern, in speziellen psychiatrischen oder kinderpsychiatrischen Krankenhäusern, in Rehabilitationskliniken oder in Facharztpraxen arbeiten. In Arztpraxen sind die Psychiater meist selbstständig tätig, in den Krankenhäusern arbeiten sie als angestellte Ärzte.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
26.10.11 | |
![]() | PSYCHIATER |
25.10.11 | |
![]() | PSYCHIATER |
30.08.11 | |
![]() | PSYCHIATER |
27.07.11 | |
![]() | PSYCHIATER |
25.03.11 | |
![]() | PSYCHIATER |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Psychiater Forum

