Nuklearmediziner

Werden auch Fachärzte für Nuklearmedizin genannt

Nuklearmediziner wenden bei ihren Patienten radioaktive Substanzen und kernphysikalische Verfahren zur Funktions- und Lokalisationsdiagnostik an. Häufig führen sie eine therapeutische Anwendung von Radionukliden, wie in einer Radiojodtherapie, durch.

Arzt in weißem Kittel guckt sich Computer Tomographie - Bild an
Doctor looking at ct scan © Konstantin Sutyagin - www.fotolia.de

Einteilung der Kategorie Nuklearmediziner

In der Nuklearmedizin finden

  • radioaktive Substanzen und
  • kernphysikalische Verfahren

Anwendung. Sie werden sowohl zur Diagnose, als auch zu Therapiezwecken eingesetzt. Aber auch

  • der Strahlenschutz und dessen medizinische, biologische und physikalische Grundlagen

sind Bestandteil der Nuklearmedizin.

Ausbildung

Um als Facharzt für Nuklearmedizin tätig zu werden, wird zuerst

  • ein abgeschlossenes Studium der Medizin

mit einer Regelstudienzeit von 12 Semestern und 3 Monaten benötigt. Daran anschießend kann

gewählt werden. Ihre Stationen sind klar definiert:

  • ein Jahr ist in der stationären Patientenversorgung abzuleisten,
  • weitere 6 Monate in einem anderen Gebiet.

Ein in der Radiologie bereits vorab geleistetes Jahr kann auf die Weiterbildung angerechnet werden. Ferner sind Mindestanforderungen für zahlenmäßige Untersuchungen und Therapien sowie spezielle Kurse zum Thema Strahlenschutz vorgeschrieben.

Behandlungsfelder und -mittel

In der Nuklearmedizin werden so genannte

  • Radiopharmaka

zu Therapiezwecken eingesetzt. Diese geben verschieden Strahlungen ab, die lokal genau dort wirkt, wo sie am Körper angesetzt wird. Das bedeutet, dass sich Strahlung sehr genau auf einen bestimmten Behandlungsort fokussieren lässt. Sehr bekannt ist die Radiojodtherapie zur

Aber auch zur

  • Behandlung bösartiger Gewebe

werden Radiopharmaka eingesetzt. Sie werden meist als Medizinkapseln zum Einnehmen verabreicht. Doch auch

ist sehr bekannt und wird auch in Deutschland immer mehr verfeinert. Vorreiter dieser Technologien sind die USA. In Harvard/Boston zum Beispiel gibt es schon seit Jahren ein eigenes, "Zyklotron" genanntes Behandlungszentrum, das über hoch spezialisierte Laser- und Strahlenkanonen verfügt.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen zu Nuklearmedizinern

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