18. Mai 2010
Ein Chirurg behandelt seinen Patienten häufig durch einen operativen Eingriff. Chirurgen können sowohl in Arztpraxen als auch in Krankenhäusern arbeiten.
In verschiedenen medizinischen Bereichen werden Operationen durchgeführt. In der Chirurgie werden Krankheiten und Unfallfolgen in vielen Fällen operativ behandelt. Plastische Chirurgen führen jedoch auch Eingriffe durch, die nicht zwingend medizinisch notwendig sind. Die Eingriffe werden von den Patienten in diesen Fällen aus ästhetischen Gründen gewünscht. Plastische Chirurgen korrigieren beispielsweise zu kleine Brüste, wenn sich die Patientin daran stört. Ein Chirurg behandelt nicht immer operativ sondern auch konservativ, wenn dies der Zustand bzw. die Erkrankung des Patienten erlaubt.
Vor der Behandlung befragt der Chirurg den Patienten eingehend nach seinen Beschwerden, ob der Patient Medikamente einnimmt, ob Vorerkrankungen bestehen usw. Der Arzt klärt den Patienten ausführlich über die bevorstehende Behandlung oder Operation und deren Risiken auf.
Wenn ein Chirurg eine Operation durchführen muss, so erhält der Patient eine örtliche Betäubung oder Narkose, um während dem Eingriff keine Schmerzen zu leiden. Die Narkose setzt ein Anästhesist. Mit diesem Facharzt arbeiten Chirurgen somit eng zusammen. Während der Operation erkundigt sich der Chirurg regelmäßig beim Anästhesisten über den Zustand des Patienten (z.B. Blutdruck oder Sauerstoffsättigung).
Während einer konventionellen Operation eröffnet der Chirurg die zu operierende Stelle mit einem Skalpell. Aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalles kann es notwendig sein, dass der Chirurg ein Organ des Patienten teilweise oder vollständig entfernen muss, um das Leben des Patienten zu retten. Je nachdem, welches Organ bei einem Patienten erkrankt ist oder entfernt werden musste, so kann der Patient auf ein Spenderorgan angewiesen sein, um überleben zu können. Auch dieses Organ eines Spenders wird vom Chirurgen eingepflanzt. Die Implantation von Gelenkprothesen gehört ebenfalls zur Aufgabe des Chirurgen. Diese Behandlungsmethode erfolgt dann, wenn ein Gelenk durch eine Krankheit oder einen Unfall derart verschlissen ist, dass der Patient sich nicht mehr richtig und ohne Schmerzen bewegen kann.
Viele Eingriffe in der Chirurgie können heutzutage auch durch einen minimal-invasiven Eingriff getätigt werden. Der Vorteil für den Patienten ist, dass dazu nur ein winziger Schnitt notwendig ist und sich der Heilungsverlauf dadurch wesentlich verkürzt. Der Chirurg setzt einen kleinen Schnitt, durch den dann die Operationsinstrumente und –geräte eingeführt werden. Der operierende Arzt sieht über einen Bildschirm, wo sich die Instrumente befinden und kann so diverse operative Eingriffe wie z.B. die Entfernung des Blinddarms durchführen.
Chirurgen führen jedoch auch konservative Eingriffe durch. Knochenbrüche können beispielsweise häufig ohne Operation behandelt werden. Bei einem glatten Bruch reicht es in vielen Fällen aus, wenn der Chirurg einen Gips anlegt.
Chirurgen, die in einem Krankenhaus arbeiten, führen nach der Operation regelmäßige Visiten am Krankenbett des Patienten durch und besprechen mit ihm auch die weitere Behandlung. Niedergelassene Chirurgen betreuen den Patienten in ihrer Praxis weiter.
Chirurgen arbeiten in Krankenhäusern, Tageskliniken oder in einer Arztpraxis, in der sie angestellt oder selbstständig tätig sind.
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