12. Mai 2010
Arzthelferinnen haben eine Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben. Die meisten Arzthelferinnen arbeiten in Arztpraxen.
Der Beruf der Arzthelferin ist äußerst vielseitig. Seit dem Jahr 2006 wird jedoch meist von "Medizinischen Fachangestellten" gesprochen, seit die Bezeichnung geändert wurde. Die Berufsbezeichnung wurde umbenannt, da sich das Berufsbild im Laufe der Jahre verändert hat und die Arzthelferin nicht mehr nur dem Arzt hilft sondern diverse Aufgaben auch selbstständig erledigt. Den Beruf der Arzthelferin ergreifen fast überwiegend Frauen. Nur wenige Männer lassen sich heutzutage als medizinischer Fachangestellter ausbilden.
Das Aufgabengebiet einer Arzthelferin hängt davon ab, bei welchem Facharzt die Arbeitnehmerin tätig ist. Arzthelferinnen sind meist das Aushängeschild einer Arztpraxis, da die Patienten zuerst mit den Angestellten am Empfang einer Praxis Kontakt haben. Die Arzthelferin begrüßt hier den Patienten, nimmt seine Daten auf und koordiniert damit die Sprechstunde. Je nachdem, aus welchem Grund der Patient in der Praxis erscheint, schickt die Arzthelferin ihn in das Wartezimmer oder direkt zu bestimmten Untersuchungen. In vielen Arztpraxen steht das Telefon kaum still. Die Patienten vereinbaren am Telefon Termine, fragen nach Laborergebnissen oder möchten mit dem Arzt sprechen. Auch diese Telefonate werden von der Arzthelferin erledigt. Auch das Ausdrucken eines Überweisungsscheines zu einem Facharzt gehört zur Aufgabe der medizinischen Fachangestellten. Diktiert ein Arzt einen Befundbericht oder ein Attest, so tippt die Arzthelferin das Schriftstück ab und legt es dem Arzt zur Unterschrift vor. Auch die Erledigung der Post zählt zu den Aufgaben der Arzthelferin.
Wichtiger Teil der Arbeit einer Arzthelferin ist auch die Abrechnung. Hier wird unterschieden zwischen Kassen- und Privatpatienten. Die Abrechnung erfolgt hier mit unterschiedlichen Gebührenziffern. Kassenpatienten legen vor der Behandlung ihre Versicherungskarte vor und die Leistungen werden direkt mit der gesetzlichen Krankenkasse abgerechnet. Privatversicherte Patienten erhalten eine Rechnung, die von der Arzthelferin ausgedruckt wird und reichen diese weiter an ihre private Krankenversicherung.
Neben den administrativen Aufgaben assistiert die Arzthelferin dem Arzt bei verschiedenen Untersuchungen und Behandlungen. Dazu zählen z.B. Untersuchungen wie Endoskopien (z.B. Magen- und Darmspiegelung), Punktionen oder Herzkatheteruntersuchungen und Behandlungen wie das Gipsen einer Fraktur, das Nähe einer Wunde, das Entfernen eines Tumors usw. Viele Untersuchungen und Therapien führt eine Arzthelferin jedoch auch selbstständig auf Anweisung des Arztes aus. Dazu zählt die Blutabnahme, das Impfen, das Spritzen in den Muskel und unter die Haut, das Schreiben eines EKGs und Belastungs-EKGs, Röntgenaufnahmen, das Wechseln von Verbänden, Seh- und Hörtests, Lungenfunktionsprüfung, die Untersuchungen von Urin und Stuhl, Kreislaufprüfung, das Wiegen und Messen des Patienten, Allergietests, einfache Blutuntersuchungen usw.
Auch die Reinigung der medizinischen Instrumente und Geräte gehört zur Aufgabe der Arzthelferin. Geräte wie das Endoskop oder Instrumente wie Scheren oder Pinzetten müssen perfekt gereinigt und anschließend sterilisiert werden, so dass sich durch eine weitere Benutzung keine ansteckenden Krankheiten übertragen können.
Arzthelferinnen müssen in jeder Situation Ruhe bewahren. Hektik überträgt sich zum einen auf die Patienten, zum anderen können dadurch Fehler entstehen, die gravierende Auswirkungen haben können. Achtet die Arzthelferin beispielsweise nicht genau darauf, wo sie eine Spritze setzt, so kann dies für den Patienten verheerende Folgen haben (z.B. Lähmungen).
Arzthelferinnen haben oftmals unregelmäßige Arbeitszeiten. Meist beginnen die Sprechzeiten früh morgens und enden spät abends. Zwischendurch bestehen dann längere Zeiten, in denen die Arzthelferin Mittagspause hat. In großen Praxen wird auch im Schichtdienst gearbeitet.
Arzthelferinnen unterliegen – ebenso wie der behandelnde Arzt - der ärztlichen Schweigepflicht.
Arzthelferinnen arbeiten meistens in Arztpraxen verschiedener Fachärzte oder in Gemeinschaftspraxen mit mehreren Ärzten. Besonders in großen Arztpraxen haben die Arzthelferinnen ihre festen Aufgabengebiete. Hier gibt es Arzthelferinnen, die nur am Empfang arbeiten, andere wiederum arbeiten den ganzen Tag in der Endoskopie oder führen Herzuntersuchungen wie das Schreiben eines EKGs oder Belastungs-EKGs durch.
Medizinische Fachangestellte arbeiten jedoch nicht nur in Arztpraxen. Auch bei Betriebsärzten großer Firmen, bei gesetzlichen oder privaten Krankenkassen, bei der Bundeswehr, in Krankenhäusern oder an Universitäten arbeiten Arzthelferinnen.
Er ist verständlich formuliert und hat mich auf die Idee gebracht, dass ich Arzthelferin werden möchte.
Auch von mir Danke.
Inka
Ich finde, dass mir dieser Artikel sehr weitergeholfen hat. Auch für meine Praktikumsmappe brauchte ich diese Informationen. Danke.
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24.04.12 | |
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20.04.12 | |
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11.11.11 | |
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16.10.11 | |
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01.04.11 | |
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