25. August 2008
Von K. Schumann
Arzthelferinnen stehen Ärzten und Ärztinnen helfend zur Seite und assistieren bei der Behandlung, Betreuung und Beratung der Patienten. Zusätzlich kümmern sie sich um die Verwaltungsarbeit.

Wohl kaum eine Arztpraxis kommt ohne Arzthelferin aus
Die Ausbildung zur Arzthelferin dauert drei Jahre. Es handelt sich dabei um eine duale Ausbildung, das heißt die Ausbildung findet sowohl in dem Ausbildungsbetrieb, als auch in der Berufsschule statt. Die Zugangskriterien werden von den Schulen festgelegt. In der Regel reicht - vorausgesetzt man findet einen Ausbildungsbetrieb - der Hauptschulabschluss. Hilfreich sind gute Kenntnisse in den Fächern Biologie, Chemie, Mathematik und Deutsch. Zudem werden Kenntnisse in der Datenverarbeitung benötigt.
In der Lehrzeit lernen die Auszubildenden unter anderem die Aufnahme und Verarbeitung von Patientendaten, Hygienemaßnahmen, die Blutentnahme, das Durchführen von Injektionen, Erste Hilfe, Patienten zu betreuen und den Praxisalltag zu organisieren. Die durchschnittliche Ausbildungsvergütung beträgt dabei im dritten Lehrjahr 550 Euro.
Nach der Ausbildung müssen sich die medizinischen Fachangestellten für ein Einsatzgebiet entscheiden. Hier bieten sich den Arzthelferinnen viele Möglichkeiten in das Berufsleben einzusteigen. Neben Arztpraxen aller Fachbereiche und Krankenhäusern beschäftigen fast alle Institutionen des Gesundheitswesens Arzthelferinnen. Die Tätigkeitsbereiche reichen dabei von der Behandlungsassistenz, über Laborarbeiten bis hin zur Praxisorganisation.
Ein Praxisalltag ohne Arzthelferinnen wäre wohl nicht zu meistern. Schließlich bereiten sie die Behandlungszimmer vor oder empfangen die Patienten in der Praxis. Sie kümmern sich um die Abrechnungen mit den Krankenkassen sowie den Privatpatienten und assistieren falls nötig dem Arzt oder der Ärztin bei der Untersuchung bzw. der Behandlung.
Neben medizinischen Kenntnissen sind dafür auch besonders Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis nötig. Auch beim Anblick von Blut oder Verletzungen sollte eine Arzthelferin nicht zimperlich sein. Zudem erfordert die Konfrontation mit manchmal sehr schweren Schicksalen eine psychische und emotionale Stabilität.
Die tarifliche Bruttovergütung für diesen Einsatz beläuft sich auf durchschnittlich 1300 Euro.
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