Rosewein

In zahlreichen Weinbaugebieten wird halbtrockener oder trockener Rosé von den Winzern hergestellt

Der Roséwein ist ein lachsfarben bis kirschroter aus roten Trauben gekelterter Wein. Die in den unterschiedlichen Anbaugebieten geernteten Weintrauben liegen bei der Vinifizierung vom Rosé meistens nur kurze Zeit oder aber gar nicht auf der Maische.

Paar draußen beim Picknick mit Weingläsern
Couple Eating An Al Fresco Meal, Toasting With Wineglasses © Monkey Business - www.fotolia.de

Sehr hellfarbige Weine, die aus roten oder blauen Trauben hergestellt wurden, werden als Roséwein bezeichnet. Die Beeren, die für die Herstellung des Weins verwendet werden, dürfen entweder gar nicht oder nur wenige Stunden auf der Maische zubringen. Der Kontakt mit dieser ist ausschlaggebend für die Färbung des Weines. Das Spektrum der Farben reicht beim Rosewéin von kirschrot bis hin zu lachsfarben.

Weinherstellung

Die Trauben, die für die Herstellung dieser Weinsorte verwendet werden, werden nicht zerkleinert und sofort gekeltert, dann werden sie abgepresst und wie dies beim Weißwein üblich ist, ohne Schalen vergoren; dabei entstehen sehr helle Roséweine. Eine deutlich rötere Färbung ergibt sich, wenn die Trauben erst nach zwei oder drei Tagen auf der Maische abgepresst werden.

Werden die so genannten Roséschaumweine hergestellt, so wird dafür Weißwein mit etwa zehn bis zwanzig Prozent Rotwein vermischt. Für die Herstellung von richtigen Roséweinen ist dieses Verfahren aber nicht erlaubt. Nach dem geltenden deutschen Weinrecht muss der Wein nicht zu einhundert Prozent aus derselben roten Rebsorte gemacht werden.

In einigen Weinanbaugebieten sind sogar weiße Rebsorten für die Herstellung von Roséwein zugelassen. Es handelt sich aber streng genommen weder um einen Roséwein, noch um einen so genannten Rotling.

Saignée-Methode

Bei der so genannten Saignée-Methode ist der Roséwein ein ein Nebenprodukt der Rotweinherstellung. Dabei handelt es sich um 10 bis 15 Prozent des Mostes, der aus dem Rotwein-Gärbehälter nach 12 bis 48 Stunden abgezogen wird, ohne gepresst zu werden. Ein möglicher Nachteil ist, dass der Wein aufgrund des hohen Zuckergehalts des Mostes sehr stark werden kann.

Roséwein ist neben dem Weißwein und dem Rotwein in jedem Supermarkt zu finden; natürlich findet der Kenner eine bessere Qualität direkt beim Winzer. Bei einer Weinverkostung kann jeder seinen persönlichen Geschmack kennen lernen.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen zu Rosewein

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