8. Mai 2009
Eine Nasennebenhöhlenentzündung kann sowohl akut als auch chronisch auftreten. Die Diagnose stellt der Hausarzt oder HNO-Arzt.
Eine akute Nasennebenhöhlenentzündung beginnt mit Schnupfen und einer dadurch verstopften Nase. Nach wenigen Tagen verspüren die Patienten einen Druck im Bereich des Kopfes und einen klopfenden Schmerz auf der Stirn. Das Klopfen kann auch an den Backen oder im Bereich der Augen auftreten. Typisch für eine Nasennebenhöhlenentzündung ist, dass sich dieser klopfende Schmerz verschlimmert, wenn sich der Patient bückt.
Im Zusammenhang mit einer Nasennebenhöhlenentzündung kann auch ein Schnupfen mit eitrigem Sekret auftreten. Die Patienten haben kaum mehr einen Geruchs- und Geschmackssinn.
Sehr schwere Nasennebenhöhlenentzündungen sind begleitet von Fieber und sichtbaren Schwellungen im Gesicht.
Die Nasennebenhöhlenentzündung kann auch chronisch werden. Die Patienten fühlen sich dann bei weitem nicht derart krank wie bei einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung. Die chronische Form der Krankheit äußert sich meist durch lange andauernden Schnupfen sowie ein eitriges Sekret beim Schnäuzen. Auch hier haben die Patienten nur noch einen eingeschränkten Geruchssinn.
Wenn ein Patient diese Symptome schildert, vermutet der Arzt bereits eine Sinusitis, eine Nasennebenhöhlenentzündung. Um herauszufinden, welche der Nebenhöhlen entzündet ist, klopft der Arzt die einzelnen Nasennebenhöhlen von außen ab. Hat der Patient eine Kieferhöhlenentzündung, verspürt er beim Abklopfen Schmerzen im Bereich der Backen. Eine Entzündung der Siebbeinhöhle verursacht Schmerzen im Bereich zwischen den Augen. Die häufig vorkommende Stirnhöhlenentzündung verursacht Schmerzen im oberen Bereich der Stirn. Eine Entzündung der Keilbeinhöhle verursacht Schmerzen am Hinterkopf und Nacken.
Ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt führt anschließend noch eine Spiegelung der Nebenhöhlen durch. Hier kann der Arzt zum Beispiel Polypen diagnostizieren und einen Abstrich des Nasensekrets entnehmen. Dieser Abstrich wird dann im Labor auf Krankheitskeime hin untersucht und erleichtert dem Arzt anschließend die Therapie.
Anschließend wird eine Ultraschalluntersuchung der Nasennebenhöhlen durchgeführt. Der Arzt setzt dazu einen kleinen Ultraschallkopf an den verschiedenen Nebenhöhlen an und kann dabei feststellen, ob diese entzündet sind.
In einigen Fällen müssen bei einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung auch eine Röntgen- und/oder Computertomografie durchgeführt werden. Die Computertomografie wird in jedem Fall bei einer chronischen Nebenhöhlenentzündung durchgeführt.
In einigen Fällen ist die Ursache einer Nasennebenhöhlenentzündung eine Allergie. Um dies ausschließen zu können, wird oftmals noch ein Allergietest vom Hautarzt durchgeführt. Der Arzt träufelt dazu die möglichen Allergie auslösenden Substanzen auf den Unterarm des Patienten und ritzt die Haut im Bereich der kleinen Tropfen leicht ein. Die Lösungen gelangen dann in den Körper des Patienten. Reagiert dieser allergisch auf eine oder mehrere Substanzen, so rötet sich die Stelle leicht. Dieser Test wird Prick-Test genannt.
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