21. Dezember 2007
Von R. Bachmann
Bei einer Mittelohrentzündung handelt es sich um eine akute, meist durch Bakterien verursachte Entzündung der Schleimhäute des Mittelohrs. Hauptsächlich sind Säuglinge und Kleinkinder davon betroffen. Die Krankheit äußert sich durch stechende, pulsierende, starke, ein- oder beidseitige Ohrenschmerzen, Fieber und evtl. einem deutlich schlechteren Hörvermögen.

Die akute bakterielle Mittelohrentzündung tritt normalerweise mit einer allgemeinen Erkältung der oberenAtemwege auf, die Besiedelung des Mittelohres erfolgt meistens über den Nasen-Rachenraum, von daher sind am häufigsten Kinder betroffen, weil bei ihnen die Eustachische Röhre noch deutlich kürzer ist als bei Erwachsenen. Die Besiedelung kann aber auch, häufig bei Virusinfektionen, über den Blutweg erfolgen. Meistens perforiert nach 2 bis 3 Tagen das Trommelfell und es kommt zu einer deutlichen Erleichterung der Beschwerden mit eitrigem Ausfluss aus dem Ohr. Die Erkrankung heilt dann aus und die Trommelfellverletzung heilt meist von selbst innerhalb von zwei bis drei Wochen wieder ab.
Als Komplikation kann es zu einer Mastoiditis kommen, wenn sich die Entzündung in den angrenzenden Knochen ausbreitet. Von daher wird die bakterielle Mittelohrentzündung schulmedizinisch normalerweise mit Antibiotika behandelt. Bewährt haben sich auch Nasentropfen, damit die Schleimhaut im Nasen-Rachenraum abschwillt. Schmerzmittel können auch solange die Schmerzen akut sind verabreicht werden.
Alternativ hilft bei der Mittelohrentzündung ein Zwiebelsäckchen: Eine Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in ein Mullläppchen binden. Dieses Säckchen wird mithilfe eines Schals oder einer Mütze auf dem schmerzhaften Ohr befestigt und für mindestens eine halbe Stunde dort belassen. Das Zwiebelsäckchen wirkt lindernd und entzündungshemmend. Auch eine Kartoffelpackung kann Wunder wirken: Dazu kocht man eine Kartoffel und drückt sie durch die Kartoffelpresse, den Brei gibt man in ein Baumwolltuch, diese Kompresse kommt auf das schmerzende Ohr, solange sie warm ist.
Ebenso hat sich Wärme in Form einer Rotlichtlampe bewährt. Auch viele homöopathische Mittel sind sehr wirksam bei Mittelohrentzündung. Diese können aber nur von einem homöopathieerfahrenen Heilpraktiker oder Arzt verordnet werden, da sie vom Typ abhängig sind und immer genau auf den Patienten ausgerichtet werden.
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