7. Dezember 2010
Magengeschwüre werden vorwiegend konservativ behandelt. In manchen Fällen kann jedoch eine Operation erforderlich sein.
In früheren Jahren waren Operationen von Magengeschwüren, bei denen beispielsweise Magenteilresektionen vorgenommen wurden, üblich. In der heutigen Zeit werden die Eingriffe jedoch zunehmend durch eine effektive Behandlung mit Medikamenten ersetzt. Unter bestimmten Umständen kann eine Notoperation jedoch unumgänglich sein.
In manchen Fällen kann es durch ein Magengeschwür (Ulcus ventriculi) zu einem lebensgefährlichen Zustand kommen, sodass eine Notoperation vorgenommen werden muss. Gründe für eine Operation können akute Blutungen, länger anhaltender Blutverlust oder eine Perforation (Loch) in der Magenwand sein.
Bei einem Magengeschwür kommt es zu einer zu hohen Säurebelastung sowie einem Mangel an gewebeschonenden Faktoren. Einer der Hauptverursacher für ein Geschwür im Magen ist das Bakterium Heliobacter pylori. Doch auch Alkohol, Nikotin, Stress, hormonelle Störungen oder bestimmte Medikamente können zu einem Magengeschwür führen. Zu den Symptomen von Magengeschwüren gehören Druckgefühle und Schmerzen im Bereich des Oberbauchs. Manchmal kommt es zu häufigem Erbrechen und Gewichtsverlust, wobei auch das Erbrechen von Blut vorkommen kann. Ein weiteres mögliches Symptom ist schwarz gefärbter Stuhl. Entsteht starker Blutverlust, treten oftmals Schocksymptome wie Schwindelgefühle, Blässe und Bewusstseinstrübungen auf. Kommt es gar zu einem Magendurchbruch, leidet der Patient unter starken Bauchschmerzen. Auch eine lebensgefährliche Peritonitis (Bauchfellentzündung) ist im Bereich des Möglichen. Für den Fall eines Magendurchbruchs oder das sich eine Blutung nicht stoppen lässt, muss eine Operation vorgenommen werden.
Zu Beginn des operativen Eingriffs erhält der Patient eine Vollnarkose. Danach nimmt der behandelnde Chirurg einen Einschnitt an der Bauchdecke vor, was man als Laparotomie bezeichnet. In seltenen Fällen genügt auch eine Laparoskopie (Bauchspiegelung). Bei einer Blutung schneidet man den Magen auf. Mithilfe von Nähten wird die Blutung gestillt. Anschließend erfolgt das Vernähen des Magens. Damit Blut und Wundsekret abgeleitet werden können, legt man im Bauchraum häufig eine Drainage an. Auch das Einführen einer Magensonde wird oftmals durchgeführt. Nach ein paar Tagen können die Sonde oder Drainage wieder entfernt werden. In manchen Fällen kann es nötig sein, den Eingriff zu erweitern, um die Ursache für das Magengeschwür zu behandeln. So trennt man beispielsweise die Nerven durch, die für die Förderung der Säureproduktion verantwortlich sind. Auch bei Tumoren ist eine besondere Behandlung erforderlich. Im schlimmsten Fall müssen Teile des Magens oder von anderen Organen entfernt werden.
Nach dem Eingriff muss der Patient zunächst künstlich ernährt werden. Darüber hinaus erfolgt eine medikamentöse Behandlung der Ursachen des Magengeschwürs.
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