13. März 2009
Auslöser für eine Laktoseintoleranz ist ein Mangel an Laktase im Körper. Wie sich die Erkrankung entwickelt, ist individuell verschieden.
Der Mangel an Laktase, der für eine Milchunverträglichkeit verantwortlich ist, kann genetisch bedingt, also vererbt sein. Kinder verspüren oft noch keine Beschwerden. Erst im Erwachsenenalter wird die Erkrankung deutlich. Diese Form der Erkrankung kommt am häufigsten vor.
Die schwerwiegendste Form der Milchunverträglichkeit ist der so genannte kongenitale Laktasemangel. Die Ursache dieser Erkrankung ist ein Enzymdefekt, der immer angeboren ist. Bereits bei Neugeborenen wird diese Erkrankung deutlich sichtbar. Es werden absolut keine Milchprodukte vertragen. Die Babys reagieren darauf mit schweren Durchfällen und einer Unterernährung. Wird nicht eine strikte Diät mit laktosefreien Lebensmitteln eingehalten, kann es zu schweren Schädigungen des Gehirns führen. Die Erkrankung kann in dieser Form auch lebensbedrohlich werden.
Eine Laktoseintoleranz kann auch die Folge einer anderen Erkrankung sein. Besonders bei Dünndarmerkrankungen wie zum Beispiel bei Morbus Crohn oder nach der Einnahme von Antibiotikum kann eine Milchunverträglichkeit auftreten. Diese Form der Erkrankung ist im Gegensatz zu den anderen Formen oft nicht von Dauer. Wird die Grunderkrankung behandelt, bildet sich die Milchunverträglichkeit meist wieder zurück.
Der Verlauf der Erkrankung ist unterschiedlich. Im Normalfall ist die Milchunverträglichkeit jedoch nicht lebensbedrohlich. Werden nur laktosefreie Lebensmittel verzehrt, können die Betroffenen ein völlig normales Leben führen.
Werden jedoch trotz Beschwerden regelmäßig Milchprodukte verzehrt, kann dies langfristig zu Schäden in der Darmschleimhaut führen.
Betroffene, die sich mit laktosefreien Lebensmitteln ernähren, müssen jedoch darauf achten, genügend andere Produkte mit Kalzium zu verzehren. Anderenfalls drohen in späteren Jahren Erkrankungen wie zum Beispiel die Osteoporose (Knochenschwund). Kalzium ist zum Beispiel in (laktosefreien) Lebensmitteln wie Broccoli, Sojamilch, Tofu und Tomaten enthalten. Auch qualitativ hochwertige Mineralwässer enthalten viel Kalzium. Darauf sollte beim Kauf unbedingt geachtet werden.
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08.02.12 | |
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