13. März 2009
Eine Laktoseintoleranz äußert sich durch verschiedene Symptome. Die Diagnostik einer Milchunverträglichkeit ist relativ umfangreich.
Eine Laktoseintoleranz ist eine Milchunverträglichkeit. Betroffene vertragen keine Milchprodukte wie Käse, Schokolade, Milchspeiseeis, Milch, Joghurt etc. Beim Verzehr derartiger Produkte treten Beschwerden auf.
Eine Laktoseintoleranz äußert sich meist einige Stunden nachdem Milchprodukte verzehrt wurden. Betroffene verspüren Symptome wie Durchfall, Kopfschmerzen, Probleme mit der Haut und Bauchschmerzen mit Blähungen. Je nachdem, wie ausgeprägt die Milchunverträglichkeit ist, sind die Schmerzen sehr stark oder auch nur mäßig.
Wenn ein Patient seinem Arzt diese Beschwerden schildert, muss dieser erst andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen ausschließen. Um dann seinen Diagnoseverdacht zu sichern, führt er verschiedene Tests durch.
Einer dieser Tests ist zum Beispiel der H2-Atemtest. Vor diesem Test wird dem Patienten Milchzucker verabreicht. Anschließend wird beim Patienten die Ausatemluft für den Test gemessen, da sich bei Laktoseintoleranz-Betroffenen ein bestimmtes Bakterium nachweisen lässt.
Im Rahmen einer Endoskopie kann aus dem Dünndarm auch eine Probe für einen weiteren Test entnommen werden. Dazu wird ein biegsames Endoskop in den Enddarm des Patienten eingeführt und bis zum Darm vorgeschoben. Aus der Schleimhaut des Dünndarms wird dann mit Hilfe einer dünnen Zange, die über das Endoskop eingeschoben wird, eine winzige Probe entnommen. Aus dieser Probe kann der Gehalt an Laktase gemessen werden.
Ein weiterer Test ist der Laktose-Toleranz-Test. Der Patient muss für diesen Test nüchtern in der Arztpraxis erscheinen. Es erfolgt dann eine Blutabnahme. Im Blut wird der Glucosewert (Zuckerwert) des nüchternen Patienten gemessen. Anschließend muss der Patient eine Zuckerlösung trinken. Im Abstand von jeweils einer halben Stunde wird insgesamt viermal der Blutzucker gemessen. Dazu wird nur ein winziger Bluttropfen aus der Fingerkuppe benötigt. Normalerweise steigt der Blutzuckerspiegel, nachdem diese Zuckerlösung getrunken wurde. Bei Patienten mit einer Laktoseintoleranz steigt der Blutzuckerspiegel jedoch nur unerheblich an. Im Anschluss an das Trinken der Lösung treten oft Bauchschmerzen und Blähungen auf.
Neben diesen Tests kann jeder Betroffene auch zu Hause einen Selbsttest durchführen. Dazu muss der Betroffene für einige Tage auf jegliche Art von Milchprodukten verzichten. Die Beschwerden müssten sich in dieser Zeit bessern. Nach einigen Tagen wird ein Glas Milch getrunken. Liegt eine Milchunverträglichkeit vor, reagiert der Betroffene nach wenigen Stunden mit den bereits beschriebenen Symptomen.
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