1. Dezember 2008
Von Annett Biermann
Ist es zu spät und konnte man dem Hautpilz nicht effektiv vorbeugen, dann hilft nur der Arzt und eine pingelige Gründlichkeit bei der Körperreinigung – so haben Pilze keine Chance.
Der Hautpilz bevorzugt besonders häufig Körperregionen, die feucht sind oder an denen Haut auf Haut liegt. Stellen, an denen der Hautpilz am meisten anzutreffen ist, sind demnach zwischen den Zehen, an den Leisten, unter den Brüsten bei Frauen, unter den Achseln, die Zehennägel sowie in der Anal- und Genitalregion.
Wurde die Haut mit Hautpilz infiziert, kann sich das in verschiedenen Symptomen äußern. Die Haut ist oft rot und gereizt. Sie juckt und schuppt, es können gar offene Wunden, Bläschen und Hautrisse entstehen.
Die Behandlung eines Hautpilzes ist oft langwierig und kann sich einige Wochen hinziehen. Wichtig ist, dass bei auftretenden Symptomen schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht wird. Wartet man zu lange oder versucht selbst daran herum zu doktern, kann dies zu einer Verschlimmerung der Infektion führen. Weiterhin stellt der Pilz auch eine Infektionsquelle für Mitmenschen dar.
Für die Behandlung verschreibt der Arzt Arzneimittel mit pilztötenden Wirkstoffen, so genannte fungizide Antimykotika. Verwendung finden zum größten Teil Breitspektrum-Antimykotika, oft mit dem Wirkstoff Clotrimazol oder Terbinafin und gleichzeitiger antibakterieller Wirkung. Diese werden in Form von Creme verordnet. Sie werden auf die befallenen Stellen der Haut aufgetragen. Innerhalb von 3 bis 4 Tagen verschwindet meist der quälende Juckreiz und die Veränderungen der Haut bilden sich zurück.
Neben der Behandlung mit den entsprechenden Heilmitteln ist es vor allem sehr wichtig, die betroffenen Hautstellen trocken zu halten. Am besten wäscht man die zu behandelnden Stellen und trocknet sie gründlich ab. Dabei kann ein Föhn gute Dienste leisten. Danach kommt dann das Arzneimittel.
Eine große Rolle, um eine weitere Übertragung zu vermeiden, spielt eine wirklich pingelige Reinlichkeit. Ein Handtuch sollte man auf jeden Fall nur ein einziges Mal verwenden und unbedingt nur für sich selbst. Danach sollte es sofort mit mindestens 60 Grad gewaschen werden, damit die Erreger abgetötet werden. Außerdem sollte man bei der Behandlung wirklich ausdauernd sein, denn wird diese zu früh abgebrochen, ist das Wiederaufkeimen der Infektion sehr wahrscheinlich.
Am besten ist es allerdings, dem Hautpilz von vornherein keine Chance zu geben. Mit einigen Grundregeln kann die Gefahr einer Erkrankung deutlich vermindert werden. Man sollte sich zum Beispiel nach dem Baden oder Duschen gründlich abtrocknen, besonders zwischen den Zehen und in den Hautfalten. Zur Pflege der Haut verwendet man am besten nur Produkte, die hautfreundlich und rückfettend sind und den Säureschutzmantel der Haut nicht angreifen. Selbst eine gesunde Ernährung schützt vor einer Hautpilzerkrankung. In Schwimmbädern sind eigene Badeschuhe Pflicht, denn hier lauern nur allzu oft Fußpilzerreger.
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