Mittwoch 19.06.2013 22:37

Demenz Artikel

Die palliative Begleitung Demenzkranker

Wie Demenzkranke über den Tod denken und die Art, wie man ihnen eine gute Stütze sein kann. Die palliative Begleitung umfasst mehrere Punkte.

Menschen, die an Demenz erkrankt sind, leiden im fortgeschrittenen Status oftmals unter geistigen Einschränkungen. Die Krankheit verkürzt die zwar die Lebenserwartung, doch wird sie nicht als Todesursache angesehen. Nichtsdestotrotz rückt das Thema Tod bei Betroffenen näher. Viele Menschen sind der Ansicht, Demenzkranke würden nicht fühlen wenn sie sterben, doch eine andere Gruppe von Fachleuten widerspricht dieser These und sagt, dass es auch andere Möglichkeiten gäbe, den Tod wahrzunehmen, als bloß mit dem Verstand. Um den Betroffenen in dieser Zeit eine hilfreiche Stütze zu sein, ist es daher wichtig, dass man davon ausgeht, die Sterbenden würden den kommenden Tod wahrnehmen. Ein respektvoller Umgang ist ihnen die beste Hilfe.

Die letzten Tage vor dem Tod

Wer an fortgeschrittener Demenz leidet, ist meist auch von anderen Krankheiten betroffen. Nicht selten kommt es zu einer Bettlägerigkeit, bevor der Patient stirbt. In dieser Zeit ist es sinnvoll, wenn er oder sie die letzten Tage und Stunden nicht unnötig im Krankenhaus verbringt, in dem es zu einer Vielzahl von Untersuchungen kommt, die für den Kranken schmerzhaft und unangenehm sind und ihm im Endeffekt aber nicht mehr helfen können. In einer vertrauten Umgebung hat man hingegen mehr Ruhe. Wer in einem Altersheim wohnt, kann hier jeder Zeit Besuch von seinen Angehörigen bekommen, was ebenfalls eine große Hilfe ist. Die Palliativmedizin wird mittlerweile ein immer größerer Bestandteil der Behandlung von Demenzkranken. Angehörige, Pflegekräfte und Fachärzte setzen sich zusammen und überlegen - falls keine Patientenverfügung vorliegt - wie die letzten Tage gestaltet werden sollen. Es den Sterbenden dabei so angenehm wie möglich zu machen, ist dabei das wichtigste Anliegen.

Gut geschultes Personal

In vielen Fällen ist es den Erkrankten nicht mehr möglich, in ihrer letzten Lebensphase zu sprechen. So können sie nicht mitteilen, was ihnen fehlt, wo sie Schmerzen haben und was sie gerade brauchen. Um für deren Wohlbefinden zu sorgen ist es wichtig, dass das Pflegepersonal für solche Situationen geschult ist. Die Gesten der Patienten müssen richtig verstanden werden und auch die entsprechende Fürsorge ist wichtig. Schon mit wenigen Berührungen kann man den Kranken die Angst nehmen und sie wissen lassen, dass man sich um sie kümmert. Auch wenn sie nicht reden können, sollte man sich mit ihnen unterhalten, denn der Klang einer Stimme ist in so einem Moment wichtig, um zu zeigen, dass die Betroffenen nicht alleine sind. Wichtig ist auch, eventuelle letzte Wünsche eines Patienten zu erfüllen; dabei können diese ganz unterschiedlich sein. Nur wenn man auf die Bedürfnisse der Kranken eingeht und ihnen mit Respekt begegnet, können sie die letzten Stunden ihres Lebens den Umständen entsprechend zufrieden verbringen.

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Der allmähliche Verlust des Kurzzeitgedächtnisses ist das erste Zeichen der Demenz.

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Die Demenz verringert die Lebensqualität des Patienten in Schüben und lässt sich nicht aufhalten.

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