17. Februar 2011
Unter Dehnungsstreifen versteht man sichtbare Streifen, die in der Unterhaut auftreten. Sie werden durch eine starke Dehnung des Bindegewebes verursacht.
Hervorgerufen werden die so genannten Dehnungsstreifen durch eine Überlastung der Haut. Sie sind äußerlich sichtbar und treten vor allem an Stellen wie den Brüsten, den Oberarmen, dem Bauch, den Hüften und dem Gesäß auf. Als Hauptursache gilt eine deutliche Zunahme an Gewicht sowie schwaches Bindegewebe. Auch im Rahmen einer Schwangerschaft entwickeln sich häufig Dehnungsstreifen. In diesem Fall spricht man von Schwangerschaftsstreifen.
Zu Dehnungsstreifen kann es sowohl durch die Zunahme an Gewicht als auch durch Gewichtsabnahme kommen. Besonders betroffen sind dabei Menschen, die sich häufig einer Diät unterziehen. So dehnt sich die Haut, wenn sich Fett in der betroffenen Körperstelle einlagert. Im umgekehrten Fall, also dem Abbau von Fett, dehnt sich die Haut wieder zurück. Die ständigen Dehnprozesse wirken sich jedoch negativ auf die Elastizität der Haut aus. Dehnungsstreifen können sogar schon während der Pubertät auftreten. Manchmal wird das Entstehen der Streifen auch durch bestimmte Medikamente wie Kortison gefördert, da durch Kortison Wasser im Gewebe gelagert wird. Ein weiterer Grund sind Hormonbehandlungen. Mitunter können auch ausgeprägte sportliche Aktivitäten zu Dehnungsstreifen an den Brüsten führen. Dem lässt sich jedoch entgegenwirken. So wird Frauen mit großen Brüsten empfohlen, während des Sports einen speziellen Sport-BH zu tragen. Doch nicht nur bei Frauen kann es zur Bildung von Dehnungsstreifen beim Sport kommen, sondern auch bei Männern, wenn der Aufbau von Muskeln zu schnell und zu stark vorangetrieben wird, was zum Beispiel beim Bodybuilding oft der Fall ist.
In der Lederhaut befindet sich Bindegewebe, das für die Elastizität der Haut sorgt. Dieses Bindegewebe wird aus einem Netzwerk aus kollagenen Fasern zusammengesetzt. Kommt es zu einer Überdehnung des Bindegewebes, hat dies Risse in der Unterhaut (Subkutis) zur Folge, die irreparabel sind. Äußerlich machen sich diese Risse als sichtbare rotblaue Streifen bemerkbar. Die Dehnungsstreifen verblassen mit der Zeit wieder. Allerdings bleiben helle Narben zurück, die weiterhin sichtbar sind.
Dehnungsstreifen an der Brust stellen für die Betroffenen oftmals ein ästhetisches Problem dar, doch um die lästigen Streifen zu behandeln, gibt es unterschiedliche Methoden. Dazu gehört u.a. eine Säurebehandlung mit Vitamin A, mit der die Bildung von Narben positiv beeinflusst werden soll. Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind verschiedene Lasertherapien, Anwendungen mit Trichloressigsäuren sowie eine Kyrotherapie mit Kältewirkung. Für die heimische Behandlung werden Fruchtsäure-Peelings angeboten. Diese zählt man zur Naturkosmetik. Dabei ist es empfehlenswert, sich genau an die Anweisungen zu halten. Im Zweifelsfall sollte man einen Arzt um Rat fragen.
Als besonders wirksam gelten kosmetische Eingriffe wie eine Dermabrasion. Dabei schleift man die Stellen, an denen sich die Narben befinden, ab. Außerdem besteht die Möglichkeit die Narben durch einen operativen Eingriff zu entfernen. In den meisten Fällen lassen sich die Dehnungsstreifen um etwa die Hälfte reduzieren. Eine völlige Entfernung ist nach dem derzeitigen medizinischen Kenntnisstand nicht möglich.
Am besten ist es, Dehnungsstreifen an der Brust gar nicht erst entstehen zu lassen. So können zur Vorbeugung straffende Cremes, die über Hopfen oder Glykolsäure (Fruchtsäure) als Inhaltsstoffe verfügen, angewendet werden. Sie gelten als gut verträglich.
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