24. Dezember 2007
Von R. Bachmann
Bei Hautdehnungsstreifen handelt es sich um Risse im Unterhautgewebe. Sie entstehen in Zeiten rascher Gewichtszunahme, vorwiegend in der Schwangerschaft, weshalb sie häufig auch Schwangerschaftsstreifen genannt werden. Auch wenn jemand in kurzer Zeit eine größere Gewichtszunahme verbucht oder große Mengen Gewicht reduziert können die unschönen Streifen entstehen.

Die unbeliebten Dehnungsstreifen entstehen vorwiegend an Bauch, Brust, Hüften und Oberschenkel. Die Neigung zu Dehnungsstreifen hängt in erster Linie von dem Bindegewebe ab, wer unter einer angeborenen Bindegewebsschwäche leidet neigt eher zu Dehnungsstreifen wie jemand mit einem straffen festen Bindegewebe. Ausschlaggebend ist auch der Hormonstatus, in Zeiten in denen ein erhöhter Cortisonspiegel im Blut ist kommt es eher zu Dehnungsstreifen. So ist z.B. in der Schwangerschaft der Cortisonspiegel erhöht, ebenso in der Pubertät und Menschen die unter einer Hormonbehandlung stehen sind auch gefährdeter für Dehnungsstreifen.
Wenn die Haut überdehnt wird entstehen kleine Risse in dem elastischen Unterhautgewebe, diese Risse schimmern zunächst rötlich/bläulich da die Blutgefäße durchscheinen, später vernarben sie und sind dann weiß. Aber sie verschwinden nicht mehr.
Vorbeugend kann man z.B. in der Schwangerschaft eine Zupfmassage machen. Dazu wird die Haut der gefährdeten Stellen vorsichtig mit Daumen und Zeigefinger angehoben und dazwischen gerollt. Diese Massage sollte dreimal täglich durchgeführt werden. Günstig wirken sich auch Kneipp Güsse und trockene Bürstenmassagen aus. Da die Haut, besonders in der Schwangerschaft, auch gerne austrocknet sollt sie auch häufig mit Körperöl oder einer gehaltvollen Bodylotion eingecremt werden.
Sind die unschönen Streifen erst einmal entstanden verschwinden sie nicht mehr, wobei sie, wenn alles vernarbt ist und sie eine weiße Färbung angenommen haben, nicht mehr so störend aussehen. In besonders schlimmen Fällen gibt es noch die Möglichkeit einer Laserbehandlung Lichtblitzkur oder Schälkur. Wobei diese Behandlungen sehr teuer sind und nicht von den Krankenkassen übernommen werden.
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