18. Juli 2009
Wie der Blasenkrebs behandelt wird, hängt davon ab, in welchem Stadium er erkannt wird und wo genau sich der Tumor befindet. Vorbeugen kann man einem Blasenkrebs nur insofern, dass man die Risikofaktoren der Erkrankung meidet.
Wird der Blasenkrebs rechtzeitig erkannt, wenn die Muskulatur der Harnblase noch nicht angegriffen ist, kann der Tumor meist im Rahmen der Zystoskopie entfernt werden. Die Zystoskopie wird auch zu Diagnosezwecken eingesetzt. Konnte ein Tumor bereits festgestellt werden, können über das Endoskop weitere Instrumente eingeführt werden und der bösartige Tumor so entfernt werden. Oftmals muss der Eingriff nach einigen Wochen wiederholt werden, um das gesamte Tumorgewebe entfernen zu können. Im Anschluss an diesen Eingriff wird eine Chemotherapie durchgeführt. Bei der so genannten lokalen Chemotherapie werden Zytostatika direkt in die Blase verabreicht. Dazu wird dem Patienten ein Blasenkatheter gelegt. Bei jedem zweiten Patienten bildet sich jedoch nach erfolgreichem Eingriff erneut ein Blasentumor.
Ist der Krebs bereits weiter fortgeschritten, muss operiert werden. Im Rahmen der Operation wird meist die gesamte Harnblase sowie zusätzlich einige Lymphknoten entfernt. Zusätzlich werden bei Frauen die weiblichen Geschlechtsorgane (Gebärmutter mit Eileiter und Eierstöcken) sowie bei den Männern die männlichen Geschlechtsorgane (Prostata mit Samenleiter und Samenblasen) entfernt. Ohne Harnblase kann der Mensch den Urin nicht mehr auf normalem Wege ausscheiden. Meist wird die Harnausscheidung über einen Beutel möglich gemacht, der am Bauch angebracht wird. Der Urin wird so über den Harnleiter in den Beutel geleitet. Es gibt auch die Möglichkeit einer künstlichen Harnblase, die an den gesunden Harnleiter "angeschlossen" wird und so ein normales Urinieren möglich macht. In jedem Fall gibt es jedoch Komplikationen wie Inkontinenz oder die Gefahr, dass die künstliche Blase nicht völlig entleert werden kann und der Resturin somit mehrmals täglich über einen Katheter nach außen abgelassen werden muss.
Ist eine Operation des Blasenkrebses nicht (mehr) möglich, erfolgt eine kombinierte Chemo-/Strahlentherapie.
In einigen Fällen wird vor der Operation auch eine Chemotherapie durchgeführt, um den Tumor schrumpfen zu lassen und dann erst zu operieren. Die Chemotherapie wird auch eingesetzt, wenn der Tumor bereits gestreut hat und sich Metastasen gebildet haben. Sie verschafft dem Patienten Erleichterung. Eine Heilung ist dann jedoch nicht mehr möglich.
Nach der akuten Behandlung ist die Nachbehandlung äußerst wichtig. Da sich häufig wieder ein Blasenkrebs bildet oder der Blasenkrebs streut, ist eine engmaschige ärztliche Kontrolle überlebenswichtig.
Direkt vorbeugen kann man einem Blasenkrebs nicht. Man sollte jedoch Risikofaktoren wie das Rauchen meiden, um der Erkrankung entgegenzuwirken.
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