18. Juli 2009
Blasenkrebs verursacht lange Zeit kaum Beschwerden. Die Diagnostik wird meist beim Hausarzt und Urologen durchgeführt.
Hauptsymptom des Blasenkrebses ist ein blutig verfärbter Urin. Im Anfangsstadium der Erkrankung ist das Blut im Urin jedoch mit bloßem Auge noch nicht sichtbar. Hier kann es nur durch eine Urinuntersuchung beim Arzt festgestellt werden. Im Verlauf der Erkrankung wird das Blut jedoch sichtbar und der Urin verfärbt sich rot.
Blut im Urin kann auch ein Symptom einer Blasenentzündung sein. Dann bestehen jedoch gleichzeitig meist Fieber und Schmerzen beim Wasserlassen. Diese Symptome kommen bei fortgeschrittener Erkrankung eines Blasenkrebses meist noch hinzu. Zuerst wird oftmals eine Blasenentzündung diagnostiziert und darauf behandelt. Die Medikamente sprechen jedoch nicht an.
Wenn die Erkrankung schon weit fortgeschritten ist, treten auch Schmerzen im Bereich der Nieren am Rücken auf.
Wenn ein Patient diese Beschwerden schildert, lässt der Arzt meist zuerst den Urin untersuchen. Mit Hilfe von Teststreifen kann Blut im Urin auch dargestellt werden, wenn es noch nicht sichtbar ist. Zusätzlich wird der Urin auch unter dem Mikroskop untersucht.
Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung. Die Organe wie Nieren und Harnblase untersucht der Arzt mit Hilfe des Ultraschallgerätes. Auch eine Röntgenaufnahme sowie eine Magnetresonanztomografie- oder Computertomografieaufnahme werden angefertigt. Im Rahmen dieser Untersuchungen lässt sich auch feststellen, wie weit der Krebs bereits fortgeschritten ist und ob sich schon Metastasen gebildet haben.
In jedem Fall wird bei einem Urologen eine Zystoskopie, eine Blasenspiegelung, durchgeführt. Die Endoskopie findet unter Vollnarkose oder örtlicher Betäubung statt. Der Urologe führt das Untersuchungsgerät, das Endoskop, über die Harnröhre in die Harnblase ein. Durch das Endoskop kann der Arzt genau sehen, wo sich der Krebs befindet. Im Rahmen dieser Untersuchung kann auch eine Gewebeprobe entnommen werden und im Labor unter einem Mikroskop auf Krebszellen untersucht werden.
Oftmals wird auch eine Urografie durchgeführt. Vor der Untersuchung wird dem Patienten ein Kontrastmittel gespritzt. Dieses Präparat wird über die Nieren wieder ausgeschieden. Genau zu diesem Zeitpunkt wird die Röntgenuntersuchung durchgeführt. Der Arzt kann so feststellen, wie intakt die Harnausscheidung ist.
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