Aneurysma

Wenn die Wände der Blutgefäße erweitert sind

In 80 Prozent der Fälle ist ein Aneurysma auf eine bestehende Arteriosklerose zurück zu führen. Es wird zwischen dem "echten", dem "falschen" sowie dem dissezierenden Aneurysma unterschieden, dabei handelt es sich um eine Erweiterung der Blutgefäßwand mit allen Schichten (Intima, Media und Adventitia). Die Behandlung ist in den meisten Fällen der Erkrankung chirurgischer Art.

Anatomie - Grafik des menschlichen Herzens mit umliegenden Blutgefäßen
menschliches herz © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Einteilung der Kategorie Aneurysma

Patienten, die unter einem Aneurysma leiden, haben ein verdicktes Blutgefäß. Derartige Verdickungen können sich in verschiedenen Bereichen des Körpers bilden und werden für den Betroffenen immer gefährlicher, je größer sie werden.

Ursachen

Ein Aneurysma kann dann entstehen,

Ausprägungsformen

In der Medizin unterscheidet man zwischen drei Arten von Aneurysmen. Dies sind

  • das echte Aneurysma (Aneurysma verum), bei dem es zu einer Aussackung der gesamten Gefäßwand kommt
  • das Aneurysma dissecans, welches durch eine Aufwühlung des Blutes in den Lagen der Arterienwand entsteht, sowie
  • das so genannte unechte Aneurysma (Aneurysma spurium).

Zu einem unechten Aneurysma kommt es nach Verletzungen der Gefäßwand sowie der Bildung eines Hämatoms in unmittelbarer Nähe der betroffenen Arterie. Am häufigsten tritt das Aortenaneurysma der Hauptschlagader auf, das bei etwa drei Prozent aller Menschen zu verzeichnen ist.

Symptome

Kleine Aneurysmen verursachen meist noch keine Symptome. Später spürt der Betroffene – je nachdem, wo sich das Aneurysma befindet -,

Reißt dieses Aneurysma, so ist die sofortige Verständigung des Notarztes notwendig. Der Patient verspürt dann einen massiven Schmerz in dem Bereich, in dem das Blutgefäß gerissen ist. Meist erleiden die Patienten dann einen Kreislaufzusammenbruch.

Diagnose und Behandlung

Solange das Aneurysma keine Beschwerden bereitet, wird die Diagnose häufig rein durch Zufall gestellt. Ansonsten benötigt der Facharzt eine

um die Diagnose Aneurysma stellen zu können.

Anschließend folgt die Therapie, wobei sich diese nach der Größe und dem genauen Ort des Aneurysmas richtet. Teilweise kann konservativ, das heißt ohne Operation, behandelt werden. Die Patienten müssen sich dann

Tritt keine Besserung ein oder hat der Patient bereits ein großes Aneurysma und Beschwerden, dann erfolgt eine

Dabei wird dem Patienten eine Prothese in die Blutgefäßwand eingesetzt. Sitzt das Aneurysma im Gehirn, so erfolgt hier ein spezieller Eingriff entweder am offenen Gehirn oder über einen kleinen Zugang im Rahmen eines so genannten mikrochirurgischen Eingriffes mit einem Katheter, der über die Leiste eingeführt wird.

Ein Aneurysma ist eine ernstzunehmende Erkrankung, auch wenn nicht immer sofort eine Notoperation erfolgen muss. Es besteht jedoch immer die Gefahr, dass das Blutgefäß reißt, solange nicht operiert wird.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen zum Aneurysma

Aneurysmaformen

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