Die Prinzipien makrobiotischer Ernährung: Prinzipien und Kritik an der Kushi-Diät

Grafik Ying-Yang Zeichen in blau-weiß

Yin und Yang - die Philosophie hinter der Kushi-Diät sowie die Vor- und Nachteile der Makrobiotik

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  • von Paradisi-Redaktion

Die Kushi-Diät ist eine Form der makrobiotischen Ernährung und wurde von Michio Kushi aus der strengen Ernährungslehre des Japaners Georges Oshawa entwickelt. Die Kushi-Diät ist also gewissermaßen an westliche Ernährungsgewohnheiten angepasst, beruht aber dennoch auf der Philosophie der Makrobiotik, die Yin und Yang als Einheit sieht.

Prinzipien der Makrobiotik

Unter dem Begriff "Makrobiotik" versteht man eine spezielle Lebensweise, bei der die harmonische Einheit von Yin (dem Weiblichen) und Yang (dem Männlichen) im Vordergrund steht. Experten dieser Philosophie sind sich sicher, dass man durch Makrobiotik das Leben besser verstehen und gesünder leben kann.

Die makrobiotische Ernährung (und auch die Kushi-Diät) beruht auf der Philosophie der Makrobiotik. Der Begriff "Makrobiotik" kommt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet "Die Lehre vom großen Leben". Es handelt sich hier also um eine alles umfassende Philosophie.

Yin steht dabei für das Weiblich, die ausdehnende Kraft. Yang ist das Männliche, die zusammenziehende Kraft.

Nähere Informationen zur makrobiotischen Ernährung

Laut Makrobiotik ist ein glückliches Leben nur dann möglich, wenn Yin und Yang eine völlig harmonische und ausgeglichene Einheit bilden. Der Erfinder der makrobiotischen Ernährung war der Japaner Georges Oshawa. Er behauptete, sich selbst mit dieser Ernährung von der Tuberkulose geheilt zu haben. Sein Schüler Michio Kushi entwickelte die Lehre weiter, strich unsinnige Vorschriften und glich sie an europäische Essgewohnheiten an.

Dennoch ist die makrobiotische Ernährung umstritten, da man viele Dinge beachten muss und eventuell Mangelerscheinungen riskiert. Alle Lebensmittel werden in Yin und Yang eingeteilt, wobei auch die Zubereitungsform eine wesentliche Rolle spielt.

Prinzipien der Kushi-Diät

Bei dieser Ernährungsweise steht pflanzliche Kost im Mittelpunkt. Kushi vertrat die Meinung, dass etwa 50 Prozent der täglichen Nahrung aus Vollkorngetreide bestehen sollte.

Laut makrobiotischer Ernährung sind Vollkornprodukte neutral. Sie stellen somit die Basis dieser Ernährungslehre dar. Ursprünglich sollte schrittweise auf verschiedene Lebensmittel verzichtet werden, bis man am Schluss nur noch Getreide, Gemüse und Suppe essen sollte.

Erlaubte und unerlaubte Lebensmittel

Kushi sieht diese Ernährung als kurzzeitige Heilnahrung.

Heutzutage darf man bei der Kushi-Diät neben Vollkorngetreide auch

verzehren. Alle Lebensmittel sollten mit Sorgfalt und möglichst schonend zubereitet werden.

Nicht gestattet sind bei der makrobiotischen Ernährung

Diese Nahrungsmittel tun dem Körper laut Michio Kushi nicht gut und tragen nicht dazu bei, Yin und Yang in ein harmonisches Gleichgewicht zu bringen. Deshalb sind sie während dieser Diät verboten. Interessant ist, dass man laut Kushi-Diät nur bei akutem Durstgefühl trinken soll.

Richtige Zubereitung

Eine weitere Säule dieser makrobiotischen Ernährung ist die möglichst schonende Zubereitung der einzelnen Lebensmittel. Außerdem sollen diese, wenn möglich, aus der eigenen Region stammen.

Abnehmen ohne Kalorienzählen

Bei der Kushi-Diät ist das Kalorienzählen hinfällig, weil auf tierische Fette und Zucker verzichtet wird. Fest steht also, dass man mit dieser Diät prima abnehmen kann.

Sie soll dazu beitragen, dass der Körper mit sich selbst im Einklang ist. Die Kushi-Diät soll zu einer gesunden Lebensweise beitragen und ein langes Leben ermöglichen.

Tipps zur Durchführung der Kushi-Diät

Grundsätzlich klingt dies alles sehr gesund, es kann jedoch trotzdem zu gewissen Mangelerscheinungen kommen. Wir Europäer sind Algen in großen Mengen nicht gewohnt. Während Japaner und andere Asiaten häufig Meeresalgen verspeisen und auch mit dem enthaltenen Jod gut zurechtkommen, kann der Mineralstoffhaushalt bei uns gründlich aus den Fugen geraten.

Es ist also immer sinnvoll, einen Arzt oder Ernährungsberater zur Rate zu ziehen, wenn man diese Form der Ernährung ausprobieren möchte. Da auch tierische Fette bei der Kushi-Diät völlig fehlen, muss dies durch hochwertige Öle (etwa Sesamöl), ölhaltige Nüsse (Erdnüsse) und Sonnenblumenkerne kompensiert werden.

Kalzium aus Milchprodukten wird am besten durch Soja und Tofu ersetzt.

Kritik an der Kushi-Diät

Bei der Kushi-Diät sollte man einen Arzt zur Rate ziehen, da es zu einem Nährstoffmangel kommen kann. Durch den vermehrten Verzehr von Meeresalgen, die wir Europäer nicht gewohnt sind, kann es zu einem Ungleichgewicht des Vitamin- und Mineralstoffhaushaltes kommen.

Kalziummangel

Da auf Milchprodukte (außer Sauermilchprodukte) verzichtet wird, muss das fehlende Kalzium unbedingt ersetzt werden. Am besten eignen sich Tofu und Soja dazu.

Fettsäurenmangel

Der menschliche Körper benötigt auch Fettsäuren, die wir beispielsweise aus tierischen Fetten bekommen. Wenn wir nun auf diese verzichten, kann es unter anderem zu einer Unterversorgung kommen.

Deshalb sollten Personen, die die Kushi-Diät machen, unbedingt Nüsse und Sonnenblumenkerne verzehren. Für gesunde Menschen ist die Kushi-Diät kurzfristig geeignet, alle anderen sollten darauf verzichten.

Kreislaufbeschwerden

Da Michio Kushi rät, nur bei ausgeprägtem Durstgefühl zu trinken, kann dies bei einigen Menschen zu Kreislaufbelastungen führen.

Grundinformationen und Hinweise zur Kushi-Diät

  • Die Prinzipien makrobiotischer Ernährung: Prinzipien und Kritik an der Kushi-Diät

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: blue yin yang © mm - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: gemüsekorb © sylwia2007 - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Frutta secca mista © Comugnero Silvana - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Pangasius Filet © arthurdent - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Leinsamen © Christian Jung - www.fotolia.de

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