Die meisten Menschen kennen die verstopfte Nase als leidige und nervenaufreibende Begleiterscheinung einer Erkältung. Doch die unangenehme Verstopfung kann weitreichendere Folgen haben, als ein beachtlicher Taschentuchverbrauch und angespannte Nerven.
Die Nase ist im Winter besonders anfällig für Infekte. Das liegt daran, dass sie unentwegt die eingeatmete Luft erwärmt, befeuchtet und säubert, bevor sie ihren Weg in die Lunge nimmt. Gerade im Winter ist das Schwerstarbeit, denn die Außenluft ist kalt und muss entsprechend aufgeheizt werden. Außerdem sind im Winter deutlich mehr Krankheitserreger in der Luft als im Sommer, weil viel mehr Leute krank sind. Daher kann eine verstopfte Nase schnell Einzug halten.
Wenn die Nase nicht richtig frei ist, dann können wir weder richtig essen, schmecken, noch riechen und nachts finden wir partout keinen Schlaf. Doch obwohl das Problem wahrlich nervtötend ist, nehmen viele Menschen die verstopfte Nase nicht ernst - mit mitunter schweren Folgen. Denn hinter der eingeschränkten Nasenatmung kann sich eine chronisch-entzündliche Nasenschleimhaut verbergen, die die Entstehung von chronischer Bronchitis und Asthma bronchiale begünstigen kann.
Wird die chronisch-entzündliche Nasenschleimhaut nicht rasch diagnostiziert und behandelt, kann sich die Entzündung auf die Bronchien und die Lunge ausweiten. Der medizinische Fachausdruck hierfür ist der "Etagenwechsel". Dieser Umzug der nicht ganz ungefährlichen Art kann Asthma und chronische Bronchitis hervorrufen. Doch nicht nur das: Die verstopfte Nase kann die Lungenatmung beeinflussen und die Bronchien regelrecht verengen, was Auswirkungen auf die Herzaktion und den Kreislauf haben kann.
Eine eingeschränkte Atmung kann auch mit einer Mittelohrerkrankung einhergehen. Auch das Schnarchen und das gefährliche Schlaf-Apnoe-Syndrom, bei dem die Atmung des Schlafenden immer wieder für kurze Zeit zum Erliegen kommt, hängen oft mit einer verstopften Nase zusammen.
Daher müssen Funktionsstörungen der Atemwege konsequent behandelt werden, um schwere Erkrankungen und Spätfolgen auszuschließen.
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