Kopfhaare - Schützen vor UV-Strahlen und Kälte und lassen sich frisieren

Blondes und schwarzes Haar ineinander verhakt, weißer Hinter grund

Das menschliche Kopfhaar wächst pro Tag etwa 0,3 Millimeter und ist 0,05 bis 0,07 Millimeter dick

Als Kopfhaare bezeichnet man die Behaarung auf dem menschlichen Schädel. Sie werden von der Körperbehaarung unterschieden.

Unter den Kopfhaaren versteht man die Haare, die auf dem menschlichen Schädel wachsen. Sie werden von der übrigen Körperbehaarung, die an den Achseln, den Extremitäten oder im Intimbereich vorkommt, unterschieden.

Aufbau

Zusammengesetzt ist ein Haar aus

  • dem Haarschaft
  • der Haarwurzel
  • der Talgdrüse sowie
  • dem Haarbalgmuskel.

Die Ernährung der einzelnen Haare erfolgt über Blutgefäße. Diese befinden sich, zusammen mit den Pigmentzellen, die den Haaren ihre Farbe geben, in der Haarwurzel.

Das Haar entsteht in einem Haarfollikel. Dieser befindet sich innerhalb der Haut, während der Haarschaft aus dieser herausragt. Der Ursprung des Haars liegt in der Haarzwiebel; an deren Basis liegt die Haarpapille, welche für die Nährstoffversorgung zuständig ist.

Die Schichten des Haars

Das Haar, das aus Keratin besteht, setzt sich aus mehreren Schichten zusammen. Ganz außen liegt die Kutikula, die für Form und Glanz zuständig ist. Sie ist sehr dünn, sodass die Farbpigmente hindurchscheinen können. Die Kutikula ist wie dachziegelartig aufgebaut; wenn die einzelnen Schuppen anliegen, glänzt das Haar, ansonsten ist es stumpf und matt.

Unter der Kutikula befindet sich die Faserschicht, welche aus Eiweißfasern besteht. Sie macht den größten Teil aus und kümmert sich um Festigkeit und Elastizität. Durch Spliss kommt es zum Abspreizen der Fasern.

Umgeben sind die Fasern von Pigmentkörnern. Diese verleihen dem Haar seine Farbe. Bei einigen Haartypen gibt es des Weiteren noch die Markschicht (Medulla) in der Mitte.

Unter Strom - Wenn sich Haare elektrisch aufladen

Forscher untersuchen das Phänomen elektrostatisch aufgeladener Haare

Junge Frau sitzt auf Stuhl unter Trockenhaube, nach vorn gelehnt, Mund offen, zerzauste Haare
Girl and Hair Dryer © Serhiy Kyrychenko - www.fotolia.de

Viele Menschen, vor allem Frauen, kämpfen mit elektrisch aufgeladenen Haaren. Sie stehen unschön vom Kopf ab und lassen die Frisur unordentlich aussehen. Gerade im Winter trocknet das Haar stark durch Heizungsluft aus. Auch übermäßiges Föhnen und die Kälte außerhalb der Wohnung tragen zu dieser Schädigung bei.

Elektrisch aufgeladene Haare

Im Frühjahr zeigt sich dann nach einigen Monaten der Überbelastung das unerwünschte Resultat, die Haare wirken stark elektrisch aufgeladen. Dies kann sogar dazu führen, dass sie förmlich an der Kopfhaut kleben oder ein elektrostatisches Knistern beim Bürsten zu hören ist.

Forscher untersuchen das Phänomen der aufgeladenen Haare

Forscher um Bartosz Grzybowski von der Northwestern University in Evanston (US-Bundesstaat Illinois) wollten es genauer wissen. Sie untersuchten die Verteilung der elektrischen Ladungen auf den Oberflächen. Mit einem sogenannten Raster-Kelvin-Mikroskop maßen sie bis auf wenige Millionstel Millimeter negative und positive Ladungen. Ihnen gelang es sogar, die genaue Position der Teilchen zu bestimmen.

Die Wissenschaftler gingen vor der Versuchsreihe davon aus, dass negative und positive Ladungen strikt voneinander getrennt seine. Dies stellte sich jedoch als nicht korrekt heraus. Wie bei einem Mosaik existierten beide Ladungsarten nebeneinander. Insgesamt dominierten entweder negative oder positive Ladungsträger. Dies bewirkte letztlich die elektrostatische Anziehung von Haaren und anderen Materialien wie beispielsweise Wolle.

Auch bei Laserdruckern und Fotokopierern kommen elektrostatische Aufladungen vor

Durch ihre Forschungsergebnisse erhoffen sich die Wissenschaftler eine verbesserte Funktionsweise von Laserdruckern und Fotokopierern. Auch dort kommen elektrostatische Aufladungen vor.

Goldzucht in Haaren dank Nanopartikeln

Kopf- und Schulterpartie einer unbekleideten, traurigen jungen Frau mit Perlenschmuck, in Gold gehalten
sehnsucht © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

Ein Forscherteam der Universität Paris-Süd haben im Zuge eines Experiments Haare in eine Lösung der Goldverbindung Tetrachloridogoldsäure gelegt, woraufhin sich im Inneren des Haares Gold-Nanopartikel formten.

Neben dem Wolle- oder Haarefärben gibt es laut den Wissenschaftlern jedoch noch andere Anwendungsgebiete. Das Gold-Haar könnte aufgrund seiner speziellen Eigenschaften zahlreiche Funktionen übernehmen, beispielsweise als stromführende winzige Elektroden in chemisch-physikalischen Prozessen.

Bereits in der Antike entdeckte man die Veränderung metallischer Eigenschaften, wenn man diese in ihrer Größe extrem verringert. Nach dem feinen Raspeln von Silber und Gold sowie dem Lösen des Staubes in flüssigem Glas fertigten römische Handwerker schon damals das so genannte dichroitisches Glas.

Die Besonderheit dieses "Lykurgosbecher" ist, dass er von vorn beleuchtet grün und von hinten beschienen rot leuchtet.

Haare im Laborversuch - Warum sich Locken bilden

Frau mit roten Locken lacht in Kamera und hält beide Daumen hoch
Beide Daumen hoch © Robert Kneschke - www.fotolia.de

Auch Naturwissenschaftler interessieren sich für Frisuren. Auf beruflicher Ebene, versteht sich.

So hat sich jetzt ein internationales Team von Wissenschaftlern damit beschäftigt, wie sich Locken bilden. Die Lösung scheine zwar einfach, erklärten die Forscher, doch ein Resultat hätten sie erst nach umfangreichen Berechnungen gefunden.

Durchführung von Tests an ausgehärtetem Kunstharz

Für ihre Studie befüllten sie dünne Plastikschläuche mit Kunstharz. Diese drehten sie, wie Lockenwickler, um Zylinder und ließen sie aushärten. Anschließend hängten sie sie an einem Ende auf. Das Ergebnis analysierten sie zudem noch mit einer Simulation am Computer. Dabei zeigte sich, dass schwere und auch nasse Haare immer gerade herunterhängen.

Bei niedrigem Gewicht ist die Krümmung von großer Bedeutung: Mit ausreichend Eigendrall kringeln sich Haare entweder nur am Ende ein wenig oder bilden auf ganzer Länge Locken.

Entscheidend ist in welchem Winkel sich das Haar aus der Senkrechten biegt. Bei mindestens 1,5 Grad wird es sich auf ganzer Länge kringeln.

Anwendung in bestimmten Branchen

Für Kosmetikfirmen, aber auch Studios, die Animationsfilme produzieren, könnten die Forschungsergebnisse von großer Bedeutung sein. Auch Entwickler von Dauerwellen-Chemikalien sollen bereits Interesse gezeigt haben.

Völlig unkämmbare Haare? Schuld sind die Gene

Warum manche Haare unkämmbar sind und Struwwelpeter-Eltern trotzdem aufatmen können

Kleiner Junge mit verärgertem Blick greift sich in Haare
Verärgert © Nicole Effinger - www.fotolia.de

Am Morgen muss man sich kämmen, da die Haare in alle Richtungen abstehen und auch gelegentliche Knötchen müssen mit viel Vorsicht aus den Strähnen gekämmt werden. Bei manchen ist der Aufwand größer als bei anderen, doch im Normalfall gelingt das Kämmen mit Vorsicht und Geduld. Einige Menschen jedoch haben tatsächlich komplett unkämmbare Haare. Das hat nichts mit der Pflege zu tun, sondern mit den Genen. Forscher haben sich drei Gene angesehen, die man durchaus "Struwwelpeter-Gene" nennen könnte.

Struwwelpeter-Effekt durch drei Gene

Bekannt ist das seltene Phänomen seit 1973. Damals gab es den ersten Bericht über ein Kind, dessen Haar aus dem Kinderbuch zu kommen schien. Bislang sind rund 100 Fälle bekannt, bei denen die meisten Betroffenen hellblondes und extrem trockenes Haar haben. In der Kindheit ist das Haar unkämmbar und wird es mit den kommenden Lebensjahren etwas "zahmer". Die Ursache war unbekannt, bis nun Forscher auf die Gene der Betroffenen blickten. Insgesamt fielen ihnen drei Gene auf, die wichtig für die Haarbildung sind:

  1. TGM3,
  2. TCHH und
  3. PADI3.

Keine gesundheitlichen Auswirkungen

Als die Wissenschaftler im Labor verschiedene Genexperimente mit Mäusen durchführten, konnten sie zeigen, wie stark die Haarstruktur auf den Zustand der Gene reagiert. Hatten die Tiere in allen drei Genen jeweils einen Effekt, wurde ihr Fell sehr zerzaust und erinnerte an den Struwwelpeter-Effekt bei Menschen.

Die Forscher konnten zudem festhalten, dass die Gendefekte keine weitere Auswirkung auf den Organismus haben. Das dürfte eine beruhigende Nachricht für alle Eltern mit kleinen "Struwwelpetern" sein. Sie müssen sich um gesundheitliche Auswirkungen keine Sorgen machen.

Wachstumszyklus

Wie bei den anderen Haaren auch, kommt es bei den Kopfhaaren zu einem regelmäßigen Wachstumszyklus. Das heißt, dass das Haar am Ende des Zyklus ausfällt und anschließend durch ein neues ersetzt wird.

Die Wachstumsrate des Kopfhaars liegt bei etwa 0,3 Millimetern pro Tag und bei einem Zentimeter pro Monat. Dieser Wert kann aber von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausfallen.

Auch die Lebensdauer des Kopfhaars ist individuell unterschiedlich. Im Durchschnitt beträgt sie zwei bis sechs Jahre, womit sie deutlich länger ist als die Lebensdauer des Körperhaars.

In den meisten Fällen können die Haare bis zur Hüfte wachsen, manchmal auch nur bis zur Schulter. Genauso kann es aber bei einigen Menschen auch zu körperlangem Haar kommen.

Gesteuert durch Hormone, Gene und andere Wachstumsfaktoren, befinden sich die Haare ständig in einem Zyklus. Der Haarzyklus verläuft in drei Phasen.

Anagenphase

Während der ersten Phase, der Anagenphase, befinden sich die Haare im Wachstum. Ernährt werden die Haare von den Haarwurzeln. In der Wachstumsphase teilen sich die Zellen etwa fünfmal schneller als bei normalen Hautzellen. So wird sichergestellt, dass ständig neues Keratin gebildet wird.

In diesem drei bis sieben Jahre andauerndem Zustand - dieser Zeitraum hängt in erster Linie vom Erbgut ab - befinden sich zwischen 80 und 90 Prozent aller Kopfhaare. Als Faustformel kann davon ausgegangen werden, dass ein Haar bis zu einem Zentimeter im Monat wachsen kann.

Katagenphase

In der Katagenphase werden die Haare nicht mehr mit Nährstoffen versorgt. Zwischen ein bis drei Prozent der Kopfhaare befinden sich in dieser zweiten Phase, welche drei bis vier Wochen andauert. Durch die zunehmende Verhornung der Haarwurzel findet der Übergang zur letzten Phase statt, der Telogenphase.

Telogenphase

In der Phase von Ruhe und Abstoßung fallen die Haare bereits durch leichte Beanspruchungen, wie Kämmen, Bürsten oder dem Waschen der Haare, aus. In dieser zwei bis vier Monate andauernden Phase wird das Haar von der Wurzel getrennt.

Etwa 12 bis 15 Prozent der Kopfhaare befinden sich in der Telogenphase. Als normaler Wert kann das Ausfallen von 60-100 Haaren pro Tag gesehen werden. Jeder Follikel hat hier seinen eigenen Zyklus, um sicher zu stellen, dass man immer genug Haare auf dem Kopf hat.

Der Zyklus läuft zeitlich versetzt zum benachbarten Follikel ab. Während sich ein Haar gerade in Phase eins befindet, ruht das andere. Das nächste befindet sich gerade in Phase drei.

Ausrichtung der Kopfhaare

Die Ausrichtung der Kopfhaare hängt von der Stelle des Kopfes ab. Während die Haare am Oberkopf zur Stirn ausgerichtet sind, richten sie sich am Hinterkopf zum Körper hin aus.

Bei vielen Menschen gibt es jedoch Bereiche mit einer kreisförmigen Auslegung, die man als Haarwirbel bezeichnet. Diese genetisch verursachten Wirbel können mitunter Probleme beim Frisieren verursachen.

Ebenso genetisch bedingt ist die individuelle Länge des Haares.

Außerhalb der Kopfhaut leben lediglich die Haarfollikel, das Haar dagegen ist biologisch tot. Da sich ein geschädigtes Haar aus diesem Grund nicht biologisch regenerieren kann, lässt es sich nur über die Haarwurzeln reproduzieren.

Besitzen Haare lebendige Zellen?

Querschnitt der Haut mit Haarwurzel
Skin Cross-section © OOZ - www.fotolia.de

Haare haben für den Menschen eine besondere Bedeutung. Das Kopfhaar wird geschnitten und gefärbt, während Haare an anderen Körperteilen gern abrasiert oder sogar mit Laserbehandlungen dauerhaft vernichtet werden.

Doch was sind Haare eigentlich? Wenn in der Werbung vom lebendigen Haar die Rede ist, hat das in erster Linie etwas mit Marketing zu tun. Das sichtbare Haar besteht in Wahrheit nur aus toten Hornzellen. Allerdings steckt durchaus Leben im Haar, wenn man die nichtsichtbare Haarwurzel mit zählt. Sie sitzt so in der Haut, dass man sie mit bloßen Auge nicht erkennen kann und sie ist es, deren Zellen im biologischen Sinne lebendig sind, denn sie kann sich teilen.

Umgeben ist sie von einer knollenförmigen Substanz, die man Haarzwiebel nennt. Gemeinsam mit dieser ist sie von den Wurzelscheiden umgeben. Diese drei Komponenten bestehen aus teilungsfähigen Zellen und bilden so den lebendigen Teil des Haars. Im Labor ist sehr gut zu erkennen, dass diese Zellen von Blutgefäßen versorgt werden und so alle nötigen Nährstoffe zur Energiegewinnung bekommen. Durch die Vermehrung der Zellen entsteht der sogenannte Haarschaft.

Doch die sich teilenden Zellen sterben schnell ab und werden zu sich ansammelnden Hornzellen. So wird das Haar ohne Schneiden immer länger. Dennoch bleibt der sichtbare Teil trotz des Wachstums etwas Totes.

Im Alltag kann man diesen Unterschied auch fühlen. Wer beim Friseur ist, der empfindet keine Schmerzen, wenn etwas von den Haaren abgeschnitten wird. Anders ist es, wenn der Kamm zu stark am Haar zieht, dann schmerzt es direkt an der Kopfhaut. Der Grund: während die toten Hornzellen keine funktionierenden Nervenfasern besitzen, reagieren die Nervenfasern rund um die Haarwurzel.

Haarfarben

Die Farbe der Kopfhaare ist unterschiedlich. So können sie blond, schwarz, rot oder brünett sein.

Die Anzahl der Haare hängt von der Haardicke ab. Am dicksten sind rote Haare, während blonde Haare am dünnsten sind. Aus diesen Grund treten blonde Haare in größerer Menge auf als schwarze Haare.

Schön und selten: Wieso wir blond so lieben

Über Blonde Frauen gibt es verschiedenste Vorurteile, doch woher kommen diese?

Gesicht Junges blondes Mädchen mit Pony und Fransenschnitt, blaue Augen, lächelt, rotes Top, gerade Zähne
Portrait of a beautiful teen © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Wir haben schon einen ziemlich doppelzüngigen Umgang mit Blondinen: Einerseits werden sie gern als dumm dargestellt und sind Opfer zahlreicher schlechter Witze und Vorurteile. Andererseits beneiden viele Frauen ihre blonden Geschlechtsgenossinnen - denn irgendwie gilt das helle Haar eben immer noch als etwas sehr besonderes.

Und das ist es auch, genetisch betrachtet: Gerade einmal 2% der gesamten Weltbevölkerung ist von Natur aus blond. Das erklärt vielleicht, wieso diese Haarfarbe sowohl beneidet als auch belächelt wird - geht ja vielen Attributen so, die eher selten vorkommen.

Natürlich liegt der Anteil in Regionen wie Skandinavien sehr viel höher. Hinzu kommen noch etliche gefärbte Blonde: Von karamellfarbenen Strähnchen bis zum superhellen Platinblond gehört Blond zu den beliebtesten Färbewünschen in vielen Friseursalons.

Was macht die Haarfarbe eigentlich so besonders?

Nun, erinnern wir uns an den Spruch "Blondes have more fun" - der wohl vor allem auf die Außenwirkung blonder Menschen bezogen ist. Vielleicht lassen die hellen Haare einfach fröhlicher und im wahrsten Sinne des Wortes offenherziger erscheinen. Ein Vorurteil, klar, aber eben ein positives. Vielleicht liegt es daran, dass blonde Frauen gemeinhin als attraktiv gelten und sich deshalb auch so fühlen.

Vielleicht hat der Spruch aber auch ganz andere Wurzeln: Mit blondem Haar kann man verschiedenste Dinge ausprobieren - Stichwort: Pastellfarben. Während sich brünette Frauen vorher mühsam blondieren müssten, um Trends wie diesen auszuprobieren, können Blondinen einfach zugreifen. Die Candy Colours waschen sich dann von selbst wieder aus.

Aber kein falscher Neid: Dunkler färben ist für blonde Menschen nämlich gar nicht so leicht - und meist ein Fall für den Profi. Denn zum einen können die dunklen Bestandteile merkwürdige Effekte von Blau bis Grün hervorrufen, zum anderen nehmen blonde Haare Farben sehr viel weniger stark an - was dann schnell fleckig aussieht.

Seltene Genmutation lässt Südseebewohner blond werden

Grüne Palme ragt von rechts vor den strahlend blauen Himmel und das azurblaue Meer der Seychellen
sommer © tomtitom - www.fotolia.de

Es ist ein wirklich seltener Anblick, aber derzeit lassen sich viele blonde Menschen in der Südsee finden. Dabei handelt es sich auch nicht etwa um Touristen, Eingewanderte oder umgefärbte Menschen. Diese Einheimischen werden einfach nicht mit schwarzem Haar geboren, sondern kommen als Blondinen zur Welt.

Dieses Phänomen konnten Forscher auf eine neue Genmutation zurückführen. Auf dem neunten Chromosom der Melanesier ist ein Genbuchstabe verändert und das bewirkt die eigentlich in diesen Graden gar nicht vorkommende Haarfarbe. Doch die Mutation schafft es, dass sich die Pigmente zur Dunkelfärbung nicht bilden und daher keine dunklen Haare entstehen. Damit ein Kind aber wirklich blond zur Welt kommt, müssen beide Eltern die Mutation besitzen und auch an ihr Baby vererben. Diese Genmutation ist also rezessiv und verliert sich, sobald Mutter oder Vater nicht betroffen sind oder die Mutation nicht weitergeben.

Trotzdem kommen derzeit ungefähr zehn Prozent der Kinder mit blonden Köpfchen zur Welt, was die Südseebewohner somit auf den ersten Platz der nicht-europäischen Blonden setzt. Bei einer genaueren Genanalyse von 43 blonden Freiwilligen und 42 Schwarzhaarigen konnte man aber nicht erkennen, woher die Gene kommen. Einen Einfluss aus Europa konnten die Forscher ausschließen. Auch warum die Mutation einzig und allein in der Südsee vorkommt, bleibt vorerst ein Rätsel.

Haarpflege

Kopfhaare bedürfen regelmäßiger Pflege. Dazu müssen sie gekämmt und gewaschen werden. Zur Haarwäsche- und Pflege werden vor allem Shampoos, Spülungen und Haarbalsam benutzt.

Allgemeine Pflegetipps und haarige Irrtümer

Haar, welches besonders beansprucht wird, sieht nicht nur strapaziert aus. Es hat zwar keinen Einfluss auf den Haarzyklus, jedoch brechen die Haare schnell ab. Dies hat dünner werdendes Haar zur Folge.

  • Grundsätzlich sollte auf übermäßige Hitzeeinwirkung durch Föhn oder Sonne verzichtet werden.
  • Auch Tönen, Färben oder Bleichen kann die Haarsubstanz angreifen und dauerhaft schädigen.
  • Es sollte darauf geachtet werden nach einer solch chemischen Behandlung die Haare mit einer aufbauenden Pflegespülung zu versorgen.

Eine ausgewogene Ernährung versorgt nicht nur den Körper, sondern auch die Haare mit ausreichend Mineralien und Vitaminen der B-Gruppe.

Immer wieder werden Tipps genannt, um den Haarzyklus zu beeinflussen oder Haarausfall zu stoppen. Wer denkt, dass zu häufiges Haarewaschen zu Haarausfall führen kann, der irrt. Die heute verwendeten Shampoos sind besonders mild und verträglich und lassen so ein tägliches Waschen zu.

Häufig wird geraten die Kopfhaut zu massieren, da so die Durchblutung gefördert und Haarausfall entgegen gewirkt wird. Da die Kopfhaut jedoch ohnehin sehr stark durchblutet wird, kann eine Massage zwar sehr entspannend wirken, nicht jedoch Haarausfall verhindern.

Haarkur vom Teller: Diese Nahrungsmittel sorgen für ein gesundes und glänzendes Haupt

Schön angerichtetes Fischfilet mit Schnittlauch auf buntem Gemüse
Pangasius Filet © arthurdent - www.fotolia.de

Haare, Nägel und Haut verbessern sich mit unserem Essverhalten. Dieser Umstand ist vielfach wissenschaftlich belegt. Eine besonders wichtige Rolle spielt hierbei die Versorgung der Kopfhaut. Diese spielt nämlich eine besonders wichtige Rolle für das Haarwachstum.

Das richtige Eiweiß, Obst und Gemüse

Eine proteinreiche Ernährung mit beispielsweise viel Fisch ist hier angesagt. Zink und Eisen helfen außerdem gegen Haarausfall. Wichtig für starke Haarwurzeln ist Vitamin A. Es ist in Süßkartoffeln, aber auch in vielen Obstsorten wie Aprikosen, Heidelbeeren oder auch in Gemüse enthalten.

Tipps für Veganer und Vegetarier

Veganer oder Vegetarier sollten möglichst viel grünes Gemüse wie Broccoli, Mangold oder auch Spinat essen. Linsen und andere Hülsenfrüchte sorgen für einen alternativen Eiweißschub.

Blondes Gift - Haare wie Meer und Weizen

Haarpflege - Frau fönt und bürstet ihr blondes Haar
girl drying her hair © Dimitrije Paunovic - www.fotolia.de

Damit diese Bezeichnung auf blonde Mähnen passt, sollte man sie ihren Bedürfnissen nach pflegen. Egal ob Naturblond oder nachgeholfen - generell gilt: Sowohl feines als auch dickes Haar benötigen Öle und Nährstoffe, um das Haar geschmeidig und gesund aussehen zu lassen.

Dünneres Haar benötigt eine Pflege, die repariert und nährt, jedoch gleichzeitig das Haar nicht beschwert. Dickes Haar hingegen darf ruhig auch mal mit Kuren übernachten. Für alle blonden Haartypen ist Weizenextrakt ein wunderbares Universalmittel; spezielle Shampoos mit Reinigungseffekt dürfen ebenfalls von allen benutzt werden.

Kopfhaarprobleme

Unser Haar tragen wir Tag für Tag auf dem Kopf mit uns herum. Und schon längst vor den Zeiten von Extensions und Haarspray galten sie als Statussymbol, so zum Beispiel in alten Ägypten, wo bereits mit den ersten Mitteln gegen Haarausfall experimentiert wurde. Für die Germanen versprach schönes Haar Fruchtbarkeit und Stärke. Bis heute sind wir bemüht, unser Haar möglichst gut aussehen zu lassen, denn das lässt uns gesund und attraktiv wirken - nicht ohne Grund. Doch in manchen Fällen gelingt das nicht.

Schuppen

Das wohl am häufigsten auftretende Problem bei Kopfhaaren sind Schuppen. Diese entstehen, wenn es beim Erneuerungsprozess der Kopfhaut zum Abstoßen von verklebten oder zu vielen Zellen kommt.

Schuppen jucken unangenehm und sehen ungepflegt aus
Schuppen jucken unangenehm und sehen ungepflegt aus

Fettige Haare

Ein weiteres Problem sind fettige Haare, die man auf eine Überproduktion der Talgdrüsen zurückführt. Die Talgproduktion wird durch häufiges Haarewaschen noch verstärkt.

Als Ursachen vermutet man:

Trockene Haare

Kommt es zu trockenem, gespaltenem und stumpfem Haar, könnte ein Mangel an Vitamin H (Biotin) vorliegen. Das Biotin ist wichtig für die Bildung von Keratin und dadurch für das gesunde Wachstum der Haare.

Haarausfall

Vorallem Männer leiden unter vermehrtem Haarausfall
Vorallem Männer leiden unter vermehrtem Haarausfall

Ein, vor allem unter Männern, weit verbreitetes Problem ist Haarausfall. Allein in Deutschland sind 12–15 Millionen Menschen davon betroffen.

In einem gewissen Rahmen ist Haarausfall nicht ungewöhnlich, verliert man jedoch mehr als fünfzig bis hundert Haare pro Tag, handelt es sich um einen androgenetischen Haarausfall. Dieser ist zumeist erblich bedingt.

Doch auch großer Stress oder ein ernster Nährstoffmangel können die Ursachen sein. Ein gesunder Erwachsener hat durchschnittlich 100.000 bis 150.000 Haare auf dem Kopf. Als wirksamstes Mittel gegen dauerhaften Haarausfall gilt eine Haartransplantation, bei der die Haare von einer Stelle des Kopfes zur anderen verpflanzt werden.

Haarverpflanzung bei Männern liegt im Trend

Rückansicht Glatze eines Mannes, er zeigt mit Finger darauf
Kein Haar © Sabine Immken - www.fotolia.de

Wenige Männer sprechen darüber, aber sie liegt trotzdem im Trend: die Haarverpflanzung. Männer leiden verstärkt von Natur aus unter erblich bedingtem Haarausfall, die sogenannten Geheimratsecken sind bei manchen schon in jungen Jahren zu erkennen. Heutzutage finden sich Männer jedoch nicht so einfach mit dem natürlichen Haarverlust ab. Manche leben gut damit und anderen, die damit nicht zurecht kommen, denen kann geholfen werden.

Einst erstrahlte das Haupthaar des BVB-Trainers Jürgen Klopp auch in fülligerer Pracht. Er steht dazu und sagt aus, dass ihm eine Haarverpflanzung dabei half, sich wieder besser zu fühlen. Immer mehr Männer bekennen sich dazu, etwas gegen die nachlassende Haarpracht zu unternehmen, die bei vielen noch als Zeichen der Manneskraft gilt.

Auch das Toupet erfreut sich bei Männern immer größerer Beliebtheit. Im Bereich anderer Körperbehaarung liegt es momentan auf jeden Fall noch im Trend blank zu sein. Für Frauen ist es sowieso ein No-Go mit behaarten Achseln und Beinen aufzutreten. Auch im Intimbereich und im Brustbereich von Männern gilt rasiert als ästhetischer.

Aber wer weiß, vielleicht setzt sich der Wuchs der Schambehaarung doch wieder durch. Angeblich sprechen bereits erste Stimmen davon. Wie es eben bei Trends so üblich ist, das eine muss ja von Zeit zu Zeit wieder von etwas Neuartigem und Anderen abgelöst werden.

Änderungen der Haarfarbe

Die natürliche Haarfarbe jedes Menschen steht bereits vor seiner Geburt genetisch fest. Jedoch kann die Haarfarbe sich im Laufe des Lebens auch ändern - so dunkeln hormonell bedingt die meisten Blondschöpfe über die Jahre nach.

Eine Änderung der Haarfarbe kann aber auch auf Probleme des Stoffwechsels oder eine falsche Ernährung hinweisen. Äußere Faktoren wie Chlorwasser im Schwimmbad oder starke Sonneneinstrahlung können die Haarfarbe ebenfalls verändern.

Das Ergrauen ist ein vollkommen normaler Prozess und ein frühes Ergrauen ist meist erblich bedingt. Aus Ärger bekommt kein Mensch graue Haare. Ein stressbedingt schnelleres Ergrauen ist jedoch nicht ausgeschlossen.

Psyche und Haarstruktur

Wer psychisch stark angeschlagen ist, hat häufig auch mit spröden und trockenen Haaren zu kämpfen. Dafür sorgen Hormone.

Es gibt jedoch auch den gegenteiligen Effekt: wenn wir uns mit unseren Haaren nicht wohl fühlen, sind wir weniger selbstsicher und haben schlechte Laune. "Bad Hair Days" können einem schnell den Tag verderben. Gravierende Probleme wie Erkrankungen der Kopfhaut und Haarausfall können sogar zu Isolation und Depressionen führen.

Zum Glück gibt es in Deutschland ungefähr 73.500 Friseursalons und noch dazu eine kaum überblickbare Vielzahl von Stylingprodukten. Die können auch einen "Bad Hair Day" manchmal noch retten.

Verringertes Haarwachstum

Gesund aussehendes, dichtes, kräftiges und langes Haar ist für die meisten Menschen das ultimative Ziel (insbesondere der Frauen). Immerhin ist schön glänzendes Haar ein Zeichen von

  • Gesundheit
  • Vitalität und
  • Wohlbefinden.

Doch leider sieht die Realität vielfach ganz anders aus. Bis zu 80 Prozent der Männer und immerhin 40 Prozent der Frauen leiden unter Haarausfall, was neueste Studien belegen. Auch mit der Schnelligkeit des Haarwuchses, des einzelnen Haares, sind vorwiegend Frauen sehr unzufrieden.

Ursachen

Bevor es an die Behandlung der langsam wachsenden Haare oder dem Haarausfall geht, muss erst die Ursache gefunden werden. Häufig spielen mehrere Einflüsse eine Rolle, wie eine ungesunde Ernährung oder der Mangel an Vitaminen, die das Wachstum der Haare beeinflussen.

Bei Frauen sind es häufig die Hormone, die das Haarwachstum vorübergehend zum Stillstand bringen.

  • Stress
  • Schlafmangel
  • zu wenig oder unsachgemäße Haarpflege und
  • Umweltgifte

können ebenfalls Einfluss auf das Wachstum des Schopfes haben. Die Umstellung der Gewohnheiten sowie Hausmittel können bei diesen Problemen helfen.

Hilfreiche äußerliche Hausmittel, die das Haarwachstum beschleunigen

Um das Haarwachstum zu beschleunigen, sollte bei der täglicher Haarpflege sorgsam vorgegangen werden. Nur mit lauwarmem Wasser sollte das Haar gewaschen und im Anschluss an der Luft getrocknet werden, denn Hitze schadet ihm. Das Haar darf niemals im nassen Zustand gebürstet werden, da es dabei schnell brechen kann.

  • Ein sanftes Shampoo
  • Spülungen und
  • eine Haarkur

tragen auch zum Wachstum der Haare bei und lassen es schön glänzen.

Rosmarinwasser

Zudem kann auch zu folgenden Hausmitteln gegriffen werden: Rosmarin-Wasser beschleunigt das Haarwachstum: es wird täglich in das Haar einmassiert und gründlich mit warmem Wasser ausgespült.

Zwiebeln, Knoblauch und Zimt

Zwiebeln, Knoblauchzehen und Zimtstangen wirken ebenfalls Wunder. Hierfür wird eine rote Zwiebel geteilt und mit zwei Zimtstangen und vier Knoblauchzehen für 15 Minuten gekocht.

Der Sud wird an vier aufeinanderfolgenden Tagen als Spülung verwendet. Die Wirkung ist erstaunlich. Allerdings ist der Geruch nicht gerade angenehm.

Kokosnussöl und Rizinusöl

Die Mischung aus Kokosnussöl und Rizinusöl hilft dem Haarwachstum ebenfalls. Diese Öle haben sich auch gegen Haarausfall bewährt, denn sie stimulieren das Wachstum der Haare. Die Verwendung ist ganz einfach: das Kokosnussöl wird mit dem Rizinusöl gemischt, leicht erwärmt und direkt auf die Kopfhaut aufgetragen.

Das Haarwachstum von innen beschleunigen

Eine ausgewogene Ernährung ist nicht nur für das Wachstum der Haare wichtig; es stärkt gleichzeitig den gesamten Körper. Mit einem energiereichen Frühstück sollte der Tag begonnen werden.

Ein Müsli mit Joghurt, dazu ein Löffel Weizenkeimöl, ein Löffel Bierhefe und einer mit Honig bringen das Haarwachstum in Fahrt. Proteinreiche Lebensmittel beschleunigen das Haarwachstum, dazu zählen:

Lebensmittel, die Zink und Eisen enthalten, sind ebenfalls Mittel, um das Haarwachstum anzuregen:

tun dem Haarwachstum gut.

Vitaminpräparate

Wer es nicht schafft, diese Lebensmittel in seinen Essenplan einzubauen, kann zu Vitaminpräparaten greifen.

sind nur einige Beispiele von Vitaminen, die gut fürs Haar sind. Trinken ist für das Haar sehr wichtig, es entfernt alle Giftstoffe aus dem Körper. 2-3 Liter Wasser sollten jeden Tag getrunken werden.

Spliss und Haarbruch

Bei Spliss liegt eine Splitterung des Haares vor. Die Haarspitzen sind glanzlos und können leicht brechen. Längere Haare sind häufiger davon betroffen, da sie mehr Reibung ausgesetzt sind. Um eine weitere Aufspaltung der Haare zu vermeiden, sollten die Spitzen geschnitten werden.

Spliss kann dazu führen, dass die Haare an der Stelle brechen. Um dies zu vermeiden, gibt es zahlreiche Pflegeprodukte wie spezielle Haarmasken. Auch eine Keratinglättung beim Friseur ist möglich. Generell wird empfohlen, seine Haarsptizen regelmäßig schneiden zu lassen.

Schwangerschaft und Stress: Die seelische Verfassung lässt sich in den Haaren messen

Mit einem neuen Haartest soll das Stresslevel von Schwangeren bestimmt werden

Schwangere Frau im Büro am Notebook guckt gestresst
Pregnant woman at work with laptop looking stressed © Monkey Business - www.fotolia.de

Jede Schwangerschaft hat Phasen, in der eine Frau sich gestresst fühlt. Der Alltag selbst gibt ebenfalls immer wieder Stressmomente vor, denen man begegnen muss. Gelegentlicher Stress ist für Mutter und Kind auch kein Problem. Gefährlich wird es nur, wenn sich Dauerstress einstellt. Das kann die Schwangerschaft belasten und sollte daher überwacht werden.

Allerdings war es bisher schwierig, den genauen Stresslevel der werdenden Mütter zu bestimmen. Die Ärzte mussten sich meist auf die Beschreibungen der Patientin verlassen. Dies ändert jedoch ein neuer Stresstest, der an den Haaren abmessen kann, wie es um das seelische Gleichgewicht der Frauen steht. Dabei wird im Haar der Wert des Hormons Cortisol bestimmt. Dieser Botenstoff wird bei Stress vom Körper ausgeschüttet und lagert sich dabei auch im Haarschaft an.

Auch Aussagen über vergangene Monate lassen sich machen

Der Test ermittelt den aktuellen Wert und kann damit eine objektive Aussage über den Stresslevel der Betroffenen machen. Da das Cortisol im Haarschaft nur sehr langsam abgebaut wird, lassen sich dabei sogar Aussagen über die vergangenen Monate machen.

In einem Versuch mit 768 Schwangeren wurde der Test auf seine Praxistauglichkeit hin untersucht. Man verglich die ermittelten Cortisolwerte mit den Angaben der Frauen zu ihrer Lebenssituation. So konnte man einschätzen, wie aussagekräftig ein Wert ist. Es zeigte sich dabei, dass alleinerziehende Mütter weniger Stress zeigen als bei der Kindererziehung mit Partner.

Dies ist kein Widerspruch, da durch den Dauerstress die Produktion von Cortisol wieder abnimmt. Der Körper ist zu erschöpft, um beständig einen hohen Stresslevel zu halten. Weiterhin zeigte sich, dass Cortisol dann erhöht war, wenn die Frauen übergewichtig waren und/oder rauchten. Die ungesunde Lebensweise führte zu Stress.

Haar-Analysen können die Aufenthaltsorte einer Person aufzeigen

Bahamas - Leerer Strand mit großer Palme und Blick aufs türkisfarbene Meer
Plage Iles Turkoises - Bahamas © foxytoul - www.fotolia.de

Mittels einer neuen Haar-Analyse-Methode können nun noch weitaus mehr Informationen aus einem Haar gewonnen werden, als bisher. Forscher wollen nun mit einer Haaranalyse den Aufenthaltsort des Haarbesitzers zu verschiedenen Zeiten ermitteln können.

Da jedes Haar spezifische Merkmale hat, kann man anhand dessen laut Aussagen der Forscher die Wasserbestandteile analysieren, die dann Aufschluss über den Aufenthaltsort geben. Je nachdem, wie lang das Haar ist, können Informationen über Aufenthaltsorte der vergangenen Jahre gewonnen werden.

Bei Tests mit Haarproben aus 65 Städten der USA konnten die Forscher mit einer Sicherheit von 90% die Orte der Haarbesitzer bestimmen. Es war sogar möglich festzustellen, dass eine Besitzerin eines Haares zu einem bestimmten Zeitpunkt von einem anderen Land in die USA gezogen war.

Diese Methode funktioniert, weil die meisten konsumierten Getränke in der Nähe des Wohnortes hergestellt werden, wie Mineralwasser, Bier, Milch und weitere.

Wasserspuren im Haar können Verbrechen aufklären

Maskierter Mann mit kupferner Brechstange klettert unter einem Rolladen hindurch
Einbruch © bilderbox - www.fotolia.de

Im Laufe der Jahre speichert das menschliche Haar eine bei jedem individuelle Reihenfolge von Wassermolekülen.

US-amerikanische Forscher sind der Meinung, dass es aufgrund dieser Erkenntnis in Zukunft möglich sein wird herauszufinden, in welcher Region sich eine Person zu einer bestimmten Zeit aufgehalten hat. Falls man an Tatorten Haarreste des Täters findet, könnten auf diese Weise auch Verbrechen schneller aufgeklärt werden.

Im Wissenschaftsmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" sagten die Forscher: "Man kann vielleicht nicht zwischen nahen Städten wie Chicago und Kansas City unterscheiden. Zwischen Utah und Texas aber ist ein Unterschied feststellbar".

Isotope im Trinkwasser: Haar-Analyse lässt Rückschlüsse auf Reiseverhalten zu

Kamel reitet im Wüstensand auf Pyramiden zu
Pyramids in desert © Givaga - www.fotolia.de

Wissenschaftler an der University of Utah (Salt Lake City) haben nachgewiesen, dass sich durch die Analyse von menschlichen Haaren Rückschlüsse über die Reisetätigkeiten ziehen lassen. Auskunft geben hierbei die Getränke, die eine Person an einem bestimmten Ort zu sich genommen hat. Die Forscher untersuchten verschiedene Getränke aus 33 Städten in Amerika und fanden dabei heraus, dass die Struktur der darin enthaltenen Isotope denen des jeweiligen Trinkwassers stark ähnelte.

Die aus Wasserstoff und Sauerstoff bestehenden Moleküle lassen sich in Haaren leicht nachweisen. "Die Anteile bestimmter Isotope variieren von Region zu Region in einer vorhersagbaren Art und Weise", erklärt Studienleiter Lesley Chesson. Grob kann also auf diesem Weg in den Haaren nachgezeichnet werden, wo eine Person sich aufgehalten hat. Die Forscher hoffen, mit ihren Ergebnissen einen Beitrag für die Kriminalistik geleistet zu haben. Zu wissen, wo sich etwa ein Verbrecher zu einer bestimmten Zeit aufgehalten hat, könnte wertvoll für dieses Wissenschaftsgebiet sein.

Grundinformationen zu Kopfhaaren

  • Kopfhaare - Schützen vor UV-Strahlen und Kälte und lassen sich frisieren

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: haar31 © Inter-Stilist - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Dander that causes itching scalp © artem_goncharov - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Senior man and hair loss issue © goodluz - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: onion vegetable fruits isolated on white background © Yasonya - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: garlic © Marc Dietrich - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: cinnamon © Maria Brzostowska - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema