5. Mai 2010
Als Hand (manus) bezeichnet man den menschlichen Greifapparat am unteren Ende des Armes. Sie dient vor allem zum Greifen und Tasten.
Die Hände sind die Greifapparate, die sich am distalen Ende der oberen Extremitäten (Arme) befinden. Jeder gesunde Mensch ist mit zwei Händen ausgestattet, die über das Handgelenk mit den Unterarmen verbunden werden.
Zusammengesetzt wird die Hand (manus) aus einem knöchernen Gerüst sowie Muskeln, Bändern, Sehnen und Nerven. Insgesamt verfügt die menschliche Hand über 27 Einzelknochen. Anatomisch grob unterteilt wird die Hand in die Handwurzel (Carpus), die Mittelhand mit der Handfläche (Palma manus) und dem Handrücken (Dorsum manus) sowie die sich am Ende der Hand befindlichen Finger (Digiti manus). Unter der Haut der Handfläche liegt die Palmaraponeurose, eine Sehnenplatte. Diese wird durch Faserzüge mit der Haut der Hohlhand verbunden und verhindert, dass es beim festen Zugreifen zu einem Verschieben der Weichteile kommt.
Das Skelett der Hand setzt sich aus den kleinen Knochen der Handwurzel, den Röhrenknochen der Mittelhand (Metacarpus) sowie den Fingerendgliedern (Phalangen) zusammen. Die Handwurzel ist mit acht Knochen ausgestattet. Dies sind Kahnbein, Hakenbein, Erbsenbein, Kopfbein, Mondbein, Dreieckbein sowie das Große und das Kleine Vieleckbein. Die Knochen werden gelenkig miteinander verbunden und liegen in zwei Reihen. Zwischen diesen Reihen bilden die Knochen das distale Handgelenk aus. Gebildet wird das für die Handbewegungen wichtige Handgelenk zwischen Speiche, Mondbein, Dreieckbein und Kahnbein. Angeschlossen an die Handwurzel befindet sich die Mittelhand. Diese wird von fünf lang gestreckten Mittelhandknochen (Ossa metacarpi) gebildet. Zum frei beweglichen Teil der Hand gehören die fünf Finger. Dies sind Daumen (Pollex), Zeigefinger (Index), Mittelfinger (Digitus medius), Ringfinger (Digitus anularius) und kleiner Finger (Digitus minimus).
Bewegt werden die Knochen der Hand von den kurzen Handmuskeln und den Muskeln des Unterarms, wo sich der Großteil der insgesamt 33 Muskeln befindet. Zu den drei Nerven, die die Hand versorgen, gehören der Nervus radialis, der Nervus ulnarus und der Nervus medianus. Die Blutversorgung des Körperteils wird von der Arteria radialis und der Arteria ulnaris übernommen. Diese stehen über den tiefen Hohlhandbogen und den oberflächlichen Hohlhandbogen miteinander in Verbindung. Die Sensibilität der Hand wird von zahlreichen verschiedenen Rezeptoren gewährleistet.
Wichtigste Funktion der Hand ist das Greifen von Gegenständen. Dabei unterscheidet man zwischen dem Kraftgriff, mit dem man beispielsweise eine Flasche, eine schwere Tasche oder einen Stein hält und dem Präzisionsgriff, bei dem das Halten und Führen von Gegenständen wie z.B. einem Kugelschreiber oder feinen Instrumenten durch Daumen und Zeigefinger erfolgt. Einen Kraftgriff ohne etwas zu greifen, bezeichnet man als geballte Faust.
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