11. Mai 2010
Als Gebärmutter oder Uterus bezeichnet man ein inneres Geschlechtsorgan der Frau. Dort wachsen die befruchteten Eizellen vor der Geburt zu einem Embryo und Fötus zusammen.
Die Gebärmutter, die auch als Uterus bezeichnet wird, ist ein inneres weibliches Geschlechtsorgan. In ihr wachsen befruchtete Eizellen vor der Geburt zunächst zu einem Embryo und dann zu einem geburtsreifen Fötus oder Fetus heran.
Die Gebärmutter hat eine Form wie eine Birne, die auf dem Kopf steht. An ihrem oberen Ende geht sie in die Tuben (Eileiter) über. Unterteilt wird das muskelstarke Organ in den Gebärmutterkörper (Corpus uteri), den Gebärmutterfundus (Fundus uteri), den Gebärmutterhals (Cervix uteri), den Muttermund (Portio) und den Gebärmutteristhmus (Isthmus uteri). Zu den benachbarten Organen der Gebärmutter gehören der hinter ihr liegende Darm, die vor ihr liegende Harnblase sowie die an den Seiten liegenden Eierstöcke. Unterhalb des Uterus befindet sich zudem der Beckenboden. Für die Blutversorgung des Organs sind die Gebärmutterarterie (Arteria uterina) und die Eierstockarterie (Arteria ovarica) verantwortlich.
Der Halteapparat der Gebärmutter besteht aus Bindegewebsstrukturen, die als Parametrien bezeichnet werden und die das Organ umgeben. Die Haltebänder (Ligamenta), die sich im Parametrium befinden, sorgen dafür, dass der Uterus beweglich im kleinen Becken hängt. Dass es nicht zu einem Absinken der Gebärmutter kommt, wird vor allem durch die Beckenbodenmuskulatur ermöglicht.
Wie alle anderen Hohlorgane auch, wird die Gebärmutter aus drei Schichten gebildet. Dies sind das Perimetrium, das sich außen befindet, das Myometrium, das den Hauptteil der Organwand bildet sowie das Endometrium, eine Schleimhaut, die als Innenauskleidung dient. Die innere Höhle des Uterus bezeichnet man als Cavum uteri.
Wichtigste Funktion der Gebärmutter ist es, für die Entwicklung eines Embryos bzw. Fötus den Raum zur Verfügung zu stellen. Während des monatlichen Zyklus wird die Schleimhaut der Gebärmutter durch hormonelle Steuerung aufgebaut und abgebaut. Wenn in diesem Zeitraum keine Befruchtung erfolgt, setzt die Menstruation (Monatsblutung) ein. Kommt es zur Befruchtung einer Eizelle (Zygote) und der erfolgreichen Einnistung eines Keims, wächst die Schleimhaut der Gebärmutter. Gemeinsam mit den Trophoblasten bildet sie die Plazenta (Mutterkuchen). Diese wiederum stellt die Versorgung des heranwachsenden Kindes sicher.
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