Wunderwerk Gehirn - So funktioniert das Denken

Als Denken bezeichnet man Vorgänge wie Vorstellungen, Begriffe und Erinnerungen, die u.a. zu Erkenntnissen führen sollen, um bestimmte Lebenssituationen zu meistern. Gesteuert wird das Denken vom Gehirn.

Die Steuerung des Denkvorgangs erfolgt in der Gehirnregion, die auch für die Gefühlssteuerung zuständig ist

Unter Denken oder dem Denkprozess fasst man verschiedene Vorgänge zusammen, zu denen

  • Vorstellungen
  • Erinnerungen oder
  • bestimmte Begriffe

gehören, mit dessen Hilfe logische Schlüsse gezogen werden können, um Erkenntnisse zu erlangen und auf diese Weise bestimmte Probleme zu lösen. Dabei werden in den meisten Fällen nur die Endprodukte des Denkens bewusst, nicht jedoch die Prozesse des Denkens, die die Resultate hervorbringen.

Die Entwicklung des Gehirns in der Kindheit
Die Entwicklung des Gehirns in der Kindheit

Man unterscheidet den Denkprozess von der Intuition und Wahrnehmung, da man Denken im Gegensatz dazu als begrifflich bezeichnet. Dabei wird der Denkvorgang

  • durch einen Einfall
  • durch ein spontanes Gefühl
  • durch bestimmte Situationen, Personen oder Sinneseindrücke

ausgelöst. Des Weiteren gibt es die Unterscheidung in das automatische Denken, welches unwillkürlich, ohne Absicht, unbewusst und mühelos abläuft, vom kontrollierten Denken, das absichtlich, bewusst, aufwendig und freiwillig abläuft.

Was geschieht beim Denkprozess?

Beim Denken handelt es sich um eine rein geistige Aktivität, die sich von außen nicht beobachten lässt. Durch den Denkprozess können Erinnerungen hervorgerufen werden oder Emotionen entstehen. Durch das Nachdenken über bestimmte Probleme lassen sich auch bestimmte Erkenntnisse gewinnen, die zur Lösung eines Problems oder einer speziellen Situation beitragen können.

Denken ist in erster Linie eine innere Beschäftigung. Gesteuert wird es vom Gehirn, dessen Teile auch für die Steuerung von Gefühlen verantwortlich sind.

Das Denken ist eine rein innere Beschäftigung
Das Denken ist eine rein innere Beschäftigung

Das menschliche Gehirn gilt als Wunderwerk der Natur und ist wesentlich komplexer und intelligenter als ein künstlicher Computer. Das Gehirn verfügt über etwa einhundert Millionen Gehirnzellen.

Diese werden auf unterschiedliche Weise miteinander verbunden. Zum Denken kommt es im Grunde genommen durch die chemische und elektrische Aktivität der Nervenzellen. Durch diese Form von Aktivität treten die Zellen untereinander in Verbindung.

Analytisches und analoges Denken

Man unterscheidet in der Kognitionspsychologie das analytische vom analogen Denken. Ersteres basiert auf einer Analyse von bestimmten Sachverhalten; der analoge Denkprozess kommt ohne Analyse aus.

Denken zur Problemlösung

Liegt ein Problem vor, so besteht eine bestimmte Ausgangssituation, welche sich zu einer bestimmten Zielsituation verändern soll. Um dies zu erreichen, sind Denkvorgänge erforderlich. Dabei wird nicht in bewusstes und unbewusstes Denken getrennt, da jeder bewusste Denkprozess auf einem unbewussten Denkprozess basiert.

Lautes Denken

Wird das eigene Denken verbalisiert, spricht man vom lauten Denken. Ziel ist hierbei, die kognitiven Prozesse, welche über den Lösungsweg zu einem Ergebnis gelangen, zu verfolgen.

Faktoren, die den Denkvorgang beeinflussen

Durch Vorgänge wie Lernen oder bestimmte Erfahrungen kommt es zur Entstehung von neuen Verbindungen. Von Mensch zu Mensch ist das Denken sehr verschieden und wird von der individuellen Intelligenz beeinflusst.

Bestimmt wird die Intelligenz jedoch nicht durch die Menge der vorhandenen Nervenzellen des Gehirns, sondern vielmehr durch Vielfalt und Art der Verbindungen zwischen den Gehirnzellen. So lässt sich Intelligenz durch gezieltes Denken erwerben und trainieren.

Oftmals basiert das Denken auf einem einzelnen Einfall oder auch ganz spontan auf einem bestimmten Gefühl oder einer speziellen Situation. Genauso gut können andere Menschen oder Sinneseindrücke einen Denkvorgang auslösen.

Ebenso ist abstraktes Denken möglich. Auch wenn man manchmal von lautem Denken spricht, ist das Denken ein Vorgang ohne Worte, eher wie eine lautlose Sprache.

Nach wie vor ist das Denken Forschungsobjekt von verschiedenen Sparten wie

  • Gehirnforschung
  • Psychologie
  • Ethnologie und
  • Philosophie.

Da der Vorgang des Denkens noch längst nicht vollständig erforscht ist, haben also auch noch künftige Generationen viel darüber nachzudenken.

Besonders in stressigen Situationen fällt es manchmal schwer, konzentriert zu bleiben - den Denkvorgang kann man in diesen Fällen beispielsweise durch die richtige Ernährung unterstützen...

Mit der richtigen Ernährung stets konzentriert bei der Sache

Stets den Überblick zu behalten ist unabdingbar, wenn Sie den hektischen Alltag sowohl im Berufsleben als auch in den heimischen Wänden souverän meistern wollen. Aber Müdigkeit und mangelnde Aufmerksamkeit können Ihnen einen dicken Strich durch die sorgfältig angelegte To-Do-Liste machen.

Eine schlaue Ernährungsstrategie kann Ihnen jedoch dabei helfen, stets einen klaren Kopf zu bewahren und alle anfallenden Aufgaben gekonnt bewältigen. Eine ausgewogene Diät mit wenig gesättigten Fetten ist die beste Wahl, um sich physisch wie mental auf der Höhe zu fühlen. Einige Nahrungsmittel können Sie jedoch zusätzlich als natürliche Energie-Booster verwenden.

Protein

Eiweiß ist der Schlüssel zu mentaler Schärfe und Aufmerksamkeit. Ein reibungsloser Ablauf unserer mentalen Funktionen bedingt das Vorhandensein der Substanzen Adrenalin und Dopamin. Beide Chemikalien werden aus Tyrosin hergestellt, einer Aminosäure, die Bestandteil von Proteinen ist.

Wählen Sie fettarme Eiweißquellen, da fette Speisen sie eher träge machen. Werden

zubereitet, sind sie ideale Mahlzeiten für einen produktiven Kopfarbeiter. Fettarme Molkereiprodukte wie

sind weitere Beispiele für gute Eiweißlieferanten. Kleine Portionen zu 50-100 Gramm reichen aus, um genügend Tyrosin für einen stressigen Büro-Vormittag aufzunehmen.

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind die Energiequelle schlechthin für unseren Körper. Aber nicht nur, weil unser Organismus die Kohlenhydrate schnell aufspalten kann und es so für den Energiegewinnungsprozess schnell zur Verfügung steht, sondern auch, weil es den Serotonin-Spiegel im Gehirn hebt.

Ein erhöhter Serotonin-Spiegel kann Aufregung und Ängstlichkeit reduzieren und die Konzentrationsfähigkeit erhöhen. Essen Sie gesunde Kohlenhydratquellen wie

Aber seien Sie vorsichtig: eine zu große Menge an Kohlenhydraten oder raffinierten Zucker kann genau das Gegenteil von dem bewirken, was wir erreichen wollen und Sie schläfrig machen.

Essen Sie deshalb eher komplexe Kohlenhydrate, die reich an Ballaststoffen sind, um einen rapiden Abfall des Blutzuckers und das damit einhergehende Gefühl der Abgeschlagenheit zu vermeiden.

Die beste Lösung wäre es, wenn Sie Kohlenhydrate gemeinsam mit einer hochwertigen Eiweißquelle essen. Dies verlangsamt die Verdauung der Kohlenhydrate und sorgt für eine langfristige und gleichmäßigen Abgabe der aufgespaltenen Zucker in das Blut.

Magerquark mit Erdbeeren und Haferflocken wäre ein gutes Beispiel. Hähnchenbrust und Vollkornreis wäre eine weitere denkbare Option. Wie viel Kohlenhydrate und Protein Sie täglich brauchen, hängt von ihrer Größe und körperlichen Aktivität ab.

Vorsicht bei Fett, Zucker und Koffein

Gesättigte Fette sollten Sie so gut wie möglich vermeiden, wenn Sie langfristig wachsam und konzentriert sein müssen. Stark fetthaltige Speisen zwingen den Körper dazu, viele seiner Ressourcen für die Verdauung zur Verfügung zu stellen und lenkt von den vor Ihnen liegenden Texten ab.

Heben Sie sich fettige Dinge eher für den Abend auf, wenn Sie sich in kulinarischer Sicht unbedingt etwas Gutes tun möchten. Für extreme Situationen können auch Traubenzucker oder Süßigkeiten kurzfristig einen deutlichen Energieschub auslösen, allerdings hält dieser nur für 15-20 Minuten an, ehe Sie in ein Energietief fallen.

Anregende Substanzen wie Koffein, Guarana und Taurin eignen sich ebenfalls sehr gut, um alle Systeme auf 100 Prozent zu fahren. Allerdings können bei exzessiven Genuss Nebenwirkungen wie Herzklopfen oder Einschlafprobleme auftreten.

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Quellenangaben
  • Skeleton X-Ray - Brain 1 © Jeffrey Collingwood - www.fotolia.de
  • Entwicklung des Gehirns © ag visuell - www.fotolia.de
  • brain © vege - www.fotolia.de

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