21. Dezember 2009
Eine Veranda ermöglicht ein wind- und regengeschütztes Verweilen im Freien und erhöht den Mehrwert eines Hauses deutlich. Individuellen Wünschen kann am besten nachgegangen werden, wenn der Bau der Veranda selbst in die Hand genommen wird. Mit dem richtigen Material, einer aussagekräftigen Anleitung, Kraft und handwerklichem Geschick kann eine Veranda in Eigenregie geplant und errichtet werden.
Vor Baubeginn sollten sich Heimwerker beim örtlichen Bauamt erkundigen, ob eine Baugenehmigung erforderlich ist. Je nach Region, Größe der Veranda und Nutzung kann man gesetzlich verpflichtet werden, eine solche Genehmigung einzuholen. In der Regel wird diese dann aber auch erteilt.
Die meisten Veranden werden aus Holz gefertigt. Bei diesem Material sollte darauf geachtet werden, dass es sich um stabiles und witterungsbeständiges Holz handelt, das qualitativ hochwertig ist. Der höhere Preis zahlt sich spätestens nach ein paar Jahren aus.
Aber auch hochwertiges Holz sollte nicht direkt mit dem Erdboden in Verbindung kommen. Veranden, die auf Holzpfeilern stehen, sollten am unteren Ende eines jeden Pfeilers mit Metallfüßen versehen werden. Das gleiche gilt für die Stützen, die das Dach tragen. Eine Veranda, die ebenerdig an das Haus angrenzt, sollte möglichst auf einem Fundament errichtet werden, um Schäden durch Wasser und Frost zu verhindern. Wird der Bodenbelag der Veranda auf einer Schotterschicht verlegt, kann Wasser trotz Fundament problemlos absickern.
Die Seitenwände der Veranda können als kombinierter Sicht- und Windschutz errichtet werden. Eine altbewährte und günstige Möglichkeit ist das Hochmauern von zwei Seitenwänden. Alternativ können aber auch - ähnlich wie bei einem Wintergarten - transparente oder getrübte Platten aus Kunststoff oder Glas zum Einsatz kommen. Diese haben den Vorteil, dass sie Licht durchlassen. Solche Platten eignen sich auch als Überdachung.
Beim Verlegen des Bodenbelags muss darauf geachtet werden, dass ein Gefälle von mindestens 1,5% besteht, damit Regenwasser seitlich abfließen kann. Das gilt insbesondere dann, wenn zum Beispiel ein Natursteinbelag verlegt werden soll, der mit Mörtel direkt auf das Fundament geklebt wird.
Von Vorteil ist auch der Einbau von Steckdosen und das Anbringen einer Markise unter dem Glasdach. Wird an diese Dinge erst nach Fertigstellung der Veranda gedacht, kann die Ausführung unter Umständen schwieriger und zeitaufwändiger werden.
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