Umzug - Planung, Hinweise zur Wohnungsübergabe und Tipps zum Einzug

Junge Frau trägt Umzugskarton in neuer Wohnung

Ratgeber für den Umzug

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  • von Paradisi-Redaktion

Ein Umzug ist oft nicht nur mit Vorfreude, sondern auch mit Stress verbunden. Um den Stress so gering wie möglich zu halten, empfiehlt sich eine sorgfältige und frühzeitige Planung. Dinge, die erledigt werden müssen, können schriftlich festgehalten werden. Mit Hilfe einer solchen Liste hat man einen guten Überblick über alle noch anstehenden und bereits erledigten Arbeiten. Lesen Sie, was für einen gut organisierten Umzug erforderlich ist.

Der Umzug - ein Neuanfang mit vielen notwendigen Arbeitsschritten

Der Umzug in eine oft unbekannte Umgebung mit

  • fremden Nachbarn
  • einer neuen Einkaufssituation und
  • veränderten Anfahrtswegen zur Arbeit oder Schule,

ist kein leichter und stressfreier Schritt. Viele Dinge müssen bedacht werden und nichts darf dem Zufall überlassen sein.

Ob

  • erwarteter Nachwuchs
  • ein neuer Job oder
  • eine Trennung,

für einen Umzug kann es viele Gründe geben. Doch egal aus welchen Motiven eine solche Entscheidung getroffen wird, leicht fällt dieser Schritt nicht.

  • Von der Ummeldung beim Amt
  • über die Anschaffung neuer Möbel
  • bis zur Auswahl der Verpackungsmaterialien

ist eine Menge zu bedenken. An wen kann man sich wenden und wer nimmt einem einen Teil der Arbeit ab? Diese und viele weitere Fragen werden durch Checklisten im Internet oder gar in extra verfassten Büchern und Ratgebern beantwortet.

Wohnungssuche

Lupe über Wohnungsanzeigen in Zeitung
Lupe über Wohnungsanzeigen in Zeitung

Steht die Entscheidung des Umzugs, wird man sich spätestens jetzt um eine neue Bleibe kümmern müssen. Die Wohnungssuche verläuft nicht unbedingt immer nach Plan, und bis man die passenden vier Wände findet, kann es schonmal eine ganze Weile dauern.

Je nach persönlichen Vorlieben sollte die neue Wohnung bestimmte Kriterien erfüllen, und zieht man als ganze Familie um, treffen dabei unterschiedliche Interessen und Meinungen aufeinander. Es gilt, sich für die Wohnungssuche - sofern möglich - ausreichend Zeit zu nehmen, um auch sicher eine gute Wahl zu treffen.

Wohnungsübergabe

Nachdem eine neue Bleibe gefunden ist, geht es darum, die alte Bude wieder aufzumöbeln und alle angesammelten Stücke sicher und ordentlich zu verpacken. Die alte Wohnung muss meist besenrein und gegebenenfalls auch mit geweißten Wänden übergeben werden.

Achten Sie bei der Aufbereitung der alten Räumlichkeiten immer auf die Vorgaben im Mietvertrag und das beim Einzug erhaltene Übergabeprotokoll. Schäden die schon bei Ihrem Einzug vorhanden waren müssen nicht behoben werden. Bei Rückfragen wenden Sie sich in jedem Fall immer zuerst an Ihren Vermieter.

Verpacken

Das ordnungsgemäße Einpacken von Geschirr, Büchern und elektrischen Geräten will gelernt sein. Wenn Sie sich entscheiden, eine Umzugsfirma zur Hilfe zu rufen, dann lassen Sie diese am besten auch gleich die Kisten packen.

Zum einen gehen diese Helfer mit ausreichend Erfahrung an den Start und zum anderen haftet derjenige für aufkommenden Schaden, der die Kisten gepackt hat. Wertgegenstände wie Unterlagen, Schmuck oder Bargeld sollten jedoch immer von Besitzer selbst gepackt und transportiert werden. Hier geben wir Tipps zum Packen von Umzugskartons.

Die Umzugskartons sollten nicht zu schwer gepackt werden
Die Umzugskartons sollten nicht zu schwer gepackt werden

Ummeldung

Melden Sie sich rechtzeitig beim Amt um, denn eine zu lange Verzögerung kann im schlimmsten Fall ein Bußgeld zur Folge haben. Wichtig ist auch, dass Sie schnellstmöglich

sowie auch allen anderen wichtigen Institutionen Ihre neue Anschrift mitteilen. Die Post bietet für die ununterbrochene Zusendung Ihrer Post auch einen Nachsendedienst an. Für einen kleinen Betrag sendet Ihnen die Post gern Ihre Briefe und Pakete an die neue Anschrift.

Mögliche Unterstützung

Informieren Sie sich vor Ihrem Umzug gut über alle Hilfen, die möglich sind. Sowohl das Internet, als auch Umzugsfirmen, Ihr Vermieter oder verschiedene Ratgeber können Ihnen bei der Durchorganisation Ihres Umzugs weiterhelfen. Nutzen Sie diese Quellen unbedingt um Probleme und Kummer zu vermeiden.

Jeder fünfte Bundesbürger möchte gerne in eine neue Wohnung umziehen

Gründe für den Umzugswunsch sind unterschiedlich

Junge Frau mit Umzugskartons in neuer Wohnung
Delighted woman holding a box © Sean Prior - www.fotolia.de

Kisten packen, Wände streichen, Möbel schleppen – der Umzug in ein neues Zuhause bedeutet für die Betroffenen häufig eine Menge Stress und Arbeit. Dennoch hat in Deutschland jeder Fünfte (21,2 %) den Wunsch, in eine andere Wohnung oder ein anderes Haus zu ziehen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.977 Personen ab 14 Jahren im Auftrag der „Apotheken Umschau“.

Gründe für den Tapetenwechsel

Vor allem die jüngeren Befragten sehnen sich nach einem Tapetenwechsel. Über ein Drittel der 14- bis 39-Jährigen (34,9 %) gibt an: „Ja, ich würde gerne umziehen“. Ganz anders sieht es dagegen bei den Ab-50-Jährigen aus: Von ihnen sagen fast Neun von Zehn (88,5 %), ein Umzug käme für sie nicht in Frage.

Nach den Gründen für die Umzugswünsche gefragt, strebt jeder dritte Umzugswillige eine eigene Immobilie (33,3 %) oder einen größeren Wohnraum (31,8 %) an. Jeder Vierte (24,4 %) möchte einen Garten haben und einer von fünf Umzugswilligen findet seine Wohngegend unattraktiv (19,3%). Bei den Twens (19,1%) dominiert der Wunsch nach mehr Freizeitmöglichkeiten in der näheren Umgebung.

Umzüge in andere Städte bringt Männerkarrieren voran, Frauen steigen ab

In eine andere Stadt ziehen lohnt sich – für Männer. Für Frauen ist ein Umzug oft mit einem Karriereknick verbunden. Das kam heraus, als amerikanische Forscher das Migrationsverhalten von Familien in den letzten 30 Jahren analysierten.

Ergebnis laut einem Bericht des Apothekenmagazins "Baby und Familie": Ein Jahr nach dem Umzug verdienten Männer im Schnitt stattliche 3000 Dollar (ca. 2000 Euro) mehr als zuvor. Frauen dagegen erhielten 750 Dollar (500 Euro) weniger.

Erklärung: Immer noch wechselten Männer viel häufiger aus Karrieregründen den Wohnort. Frauen zögen nach und nähmen dafür Einbußen in Kauf.

So oft wechseln Deutsche ihren Wohnort

Frau hängt Bild in neuer Wohnung an die Wand
Die neue Wohnung © bilderbox - www.fotolia.de

Umzüge sind lästig, anstrengend und häufig auch emotional schwierig. Wer die Möglichkeit hat, versucht deswegen Umzüge zu vermeiden, besonders wenn Kinder involviert sind. Doch in Zeiten, in denen viele Menschen flexibel Arbeitsstellen annehmen müssen, lassen sich auch Umzüge nicht immer vermeiden.

Für das Wohnungsunternehmen "Deutsche Annington" hat das Institut TNS Emnid nun erhoben, dass die Deutschen über ihre Lebenszeit verteilt im Durchschnitt 3,4 Mal umziehen. In Großstädten ziehen die Menschen häufiger um. Berliner bringen es auf 4,6 mal Wohnung wechseln und Kisten schleppen im Leben, Hamburger auf 4,7 mal. Westdeutsche wechseln etwas öfter ihren Lebensmittelpunkt als Ostdeutsche. Während erstere durchschnittlich 3,5 mal umziehen, tun Letztere es 2,9 mal.

Wer 2011 aus beruflichen Gründen umgezogen ist, kann die Kosten steuerlich absetzen

Wie der Bund der Steuerzahler nun mitgeteilt hat, können diejenigen Arbeitnehmer, die im vergangenne Jahr aus beruflichen Gründen umgezogen sind, die Umzugskosten als Werbungskosten geltend machen. Auch für "sonstige Umzugskosten" könne nun ein höherer Pauschalbetrag geltend gemacht werden - für Ledige 640 Euro und für Verheiratete 1279 Euro. Pro Kind und weiteres Familienmitglied beträgt der Betrag 282 Euro.

Die Pauschalen sind noch höher, wenn der Umzug erst nach dem 1. August 2011 stattgefunden hat. Zu den betroffenen Kosten zählen unter anderem der Möbeltransport, Maklergebühren, doppelte Mietzahlungen und sogar Nachhilfeunterricht, falls Kinder diesen aufgrund eines Schulwechsels benötigen.

Wenn die Nachbarn zu nervig werden, wären die meisten Deutschen bereit umzuziehen

Um sich in den eigenen vier Wänden wohl zu fühlen, ist auch ein guter Draht zu den Nachbarn wichtig. Daher wären die meisten Deutschen auch bereit umzuziehen, wenn mit den Nachbarn ein Dauerstreit droht, wie eine Umfrage des Immobilienportals "immowelt.de" zeigt.

Insgesamt 81% der Mieter und 53% der Wohnungs- und Hausbesitzer würden einen Umzug in Kauf nehmen, wenn ihnen die Nachbarschaft auf die Nerven geht. 9% der Befragten sind sogar schon einmal aus diesem Grund umgezogen.

Was die Deutschen am meisten beim Umziehen nervt

Kleine weiße Kartons auf Laminatboden, gelbe Wand
some white cardboard boxes © Irina Fischer - www.fotolia.de

Der Umzug in ein neues Heim ist für die meisten Deutschen eine nervenaufreibende Angelegenheit, wie eine Umfrage eines Immobilienportals zeigt. Ganz besonders nervig finden demnach 20% aller Befragten das Schleppen von Möbeln und Kisten.

Bei 17% verursachen die Renovierungsarbeiten in der alten Wohnung Bauchschmerzen, 16% hassen die Behördengänge, die mit dem Wohnungswechsel zusammenhängen, jeweils 10% haben überhaupt keine Freude am Kistenpacken und am Ab- und Aufbau der Möbel, bei 7% nagt das Warten auf Handwerker an den Nerven und 5% können es überhaupt nicht leiden, wenn sich Freunde und Bekannte Ausreden einfallen lassen, warum sie beim Umzug nicht helfen können.

7% der Befragten hingegen gaben an, generell Spaß an Umzügen zu haben und sich diesen auch von nichts verderben zu lassen.

Bakterien am Menschen und in der Wohnung kommen bei einem Umzug mit

Gestapelte Petrischalen, davor gelbe Petrischale mit grünen und rosanen Bakterienkulturen
Petri dishes for medical research © Julián Rovagnati - www.fotolia.de

An allen Orten, an denen sich Menschen aufhalten, finden sich auch Bakterien. Bis zu 22.000 unterschiedliche Bakterienarten halten sich nach Angaben von US-Wissenschaftlern in einer Wohnung, etwa an Fußböden, Türklinken und Küchenarbeitsplatten, aber auch an Händen, Füßen und der Nasenschleimhaut von Menschen, auf. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung.

Jeder Mensch drückt seiner Wohnung eine Art "bakteriellen Stempel" auf, er hinterlässt seine eigene Mikrobenflora in den Räumen. Bei einer mehrtägigen Abwesenheit verblassen diese Spuren recht schnell. Allerdings nimmt man seine mikrobielle Signatur bei einem Umzug mit.

Bakterien in der Wohnung als Ökosystem des modernen Menschen

Dies, so die Forscher, sei das Ökosystem, in dem wir Menschen uns heutzutage aufhalten. Nur so ließe sich die Gesundheit der Menschen im 21. Jahrhundert verstehen. Auch die Entwicklung des Immunsystems und anderer von Bakterien beeinflusster Körperfunktionen des modernen Menschen sei nur so nachvollziehbar.

Es gibt große Unterschiede bei Art und Anzahl dieser Kleinstlebewesen sowohl von Mensch zu Mensch als auch von Körperregion zu Körperregion. Trotz dieser Gegensätzlichkeiten haben die Mikroorganismen bei allen Menschen dieselben Funktionen.

Zu hohe Mieten in Großstädten

Umzugsquote innerhalb von deutschen Großstädten rückläufig

Bezahlbarer Wohnraum in Großstädten ist knapp. Wer schon lange in seiner Wohnung lebt und einen Altmietvertrag besitzt, profitiert in der Regel von günstigen Kosten. Dies führt dazu, dass in Metropolen immer weniger Menschen umziehen.

So sank etwa in Hamburg die Umzugsquote innerhalb dieses Jahres von 7,9 auf 7,2 Prozent. Auch in Berlin sind die Umzugszahlen rückläufig - und zwar zwischen 2003 und 2013 um ein Fünftel. Wer in einer preisgünstigen Landes- oder Genossenschaftswohnung zu Hause ist, meidet meist einen Umzug. Dort liegt die Quote bei nur fünf Prozent.

Die Mietsteigerungen nach einem Auszug führten zu einer gewissen Immobilität, wie der Bundesverband Möbelspedition und Logistik beklagt. Wenn in Großstädten neu gebaut wird, liegen die Kaltmieten bei mehr als zehn Euro pro Quadratmeter. Dies führe dazu, dass Menschen in Wohnungen blieben, die nicht mehr für sie geeignet sind, meint der Deutsche Mieterbund.

Heimweh nach der Familiengründung: Warum es viele Richtung Heimat zieht

Psychologen können erklären, warum viele nach der Geburt des ersten Kindes in die alte Heimat zurück wollen

Junge Familie läuft zusammen über einen Weg
Family running outdoors holding hands and smiling © Monkey Business - www.fotolia.de

Es ist normal, dass viele Jugendliche nach der Schul- oder Ausbildungszeit das Elternhaus verlassen und endlich auf eigenen Beinen stehen möchten. In der WG oder eigenen Wohnung lernt man eine neue Dimension der Selbstständigkeit und trifft nicht selten den Partner fürs Leben.

Nach dem Gründen einer gemeinsamen Familie zieht es viele junge Eltern aber oft zurück in die alte Heimat. Psychologen können dieses Phänomen erklären.

Emotionale und pragmatische Überlegungen

Wer eigene Kinder hat, denkt während dem gemeinsamen Spielen mit den Kleinen oft an die eigene Kindheit und entwickelt dabei eine Sehnsucht nach dem Ort, an dem man selbst klein und unbeschwert war. Zu diesem emotionalen Aspekt kommen pragmatische Überlegungen, wie die Nähe zu den eigenen Eltern und damit Großeltern der eigenen Kindern. Wer in die alte Heimat zieht und nahe bei den frischgebackenen Omas und Opas ist, der kann auf deren Unterstützung zurückgreifen.

Groß ist die Sehnsucht in die Welt der Kindheit auch dann, wenn man in einer ländlichen Region groß geworden ist und nun in der Stadt lebt. Mit dem ersten Kind zeigt sich, wie wenig kindgerecht das urbane Leben sein kann. Viele junge Eltern möchten aus der Etagenwohnung ausziehen und am liebsten ein kleines Haus mit Garten haben.

Günstigere Kauf- und Mietpreise sprechen für das Landleben

Da kann bei der großen Veränderung auch gleich die alte Heimat als Wohnort angestrebt werden. Hinzu kommt auch hier eine pragmatische Überlegung: Kauf- und Mietpreise sind in Städten meist deutlich höher als in ländlichen Regionen. Eltern können so die Kosten senken und gewinnen gleichzeitig eine grüne Umgebung für das Kind.

Bei aller Sehnsucht nach dem Umzug in die alte Heimat ist die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz das größte Problem. Wer in seinem aktuellen Job gut eingearbeitet ist, möchte diesen nicht aufgeben. Auch bei einem Wechselwunsch muss erst recherchiert werden, ob es entsprechende Arbeitgeber in der alten Heimat gibt.

Tipps zur Vorbereitung und Organisation

Bereits bei der Umzugsvorbereitung muss auf einige Dinge geachtet werden. Der Termin für den Umzug sollte möglichst genau festgelegt werden. Für diesen Tag sollten das Umzugsunternehmen bestellt oder Transporter und Helfer organisiert werden.

Fällt der Termin auf einen Arbeitstag, kann man den Arbeitgeber um einen Urlaubstag bitten. Zu den Umzugsvorbereitungen zählen auch das Ummelden eines Telefon- und Internetanschlusses und der Tageszeitung sowie die Antragstellung eines Nachsendeauftrags bei der Post.

Generelle Tipps zum Umzug

Beim Umzug muss man an viele kleine und größere Dinge achten. Es gibt darunter einige generelle Punkte, die es zu berücksichtigen gilt, und die das Vorhaben deutlich erleichtern können. Zu diesen zählen:

  • eine Checkliste mit all den zu erledigenden Punkten anfertigen
  • rechtzeitig mit all den nötigen Vorbereitungen beginnen
  • während des Umzugs die Wohnung ausmisten, um weniger Kisten füllen zu müssen
  • frühzeitig Zeitungen sammeln (kostenloses Packpapier)
  • eine Betreuung für den jüngeren Nachwuchs für den Umzugstag organisieren
  • die Einladung der Kartons in sinnvoller Reihenfolge

Do-it-yourself, mit Umzugsunternehmen oder Umzugsauktion? Die Vor- und Nachteile

Der Umzug in eine neue Wohnung oder gar ein Haus verspricht neue Erfahrungen in einer unbekannten Wohngegend und vielleicht auch mehr Lebenskomfort. Gleichzeitig ist ein Umzug aber auch leider mit viel Stress verbunden, da das gesamte eigene Hab und Gut ebenso mitgenommen werden muss. Doch welche Möglichkeiten des Umzugs gibt es und wo liegen deren Vor- und Nachteile?

Der private Umzug

Der Klassiker ist zunächst einmal der private Umzug. In diesem Fall werden in der Regel Familienmitglieder und vielleicht auch Freunde versammelt, um den Umzug gemeinsam zu bewältigen. Als Umzugsfahrzeuge dienen dann entweder größere PKWs oder Kleintransporter, welche von einem Bekannten stammen oder für einen Tag gemietet werden.

Die Vorteile dieser Umzugsweise liegen auf der Hand. So handelt es sich hierbei um die kostengünstigste Alternative. Zudem kann der Umzug sehr flexibel gestaltet werden und theoretisch auch über mehrere Tage abgewickelt werden.

Nachteilig fällt beim privaten Umzug hingegen ins Gewicht, dass es vor allem für größere Umzüge viele und vor allem körperlich starke Helfer braucht, um schwere Einrichtungsgegenstände zu transportieren. Zudem kommt es schneller zu Schäden beim Transport, da die Helfer in der Regel kaum Erfahrungen damit haben, wie unhandliche Möbel am besten transportiert und beispielsweise durch ein enges Treppenhaus getragen werden.

Ein Umzugsunternehmen erleichtert die Arbeit kostet aber einiges an Geld
Ein Umzugsunternehmen erleichtert die Arbeit kostet aber einiges an Geld
Das Umzugsunternehmen

Die zweite Alternative wäre der Umzug mit Hilfe eines Unternehmens. In diesem Fall wird ein fester Termin vereinbart, zu welchem dann die Mitarbeiter des Unternehmens vorbeikommen und die gesamte Fracht verladen und auch wieder im gewünschten Zimmer in der neuen Wohnung ausladen.

Positiv fällt in diesem Zusammenhang auf, dass sich der Umziehende um nichts mehr kümmern muss beziehungsweise nur dafür sorgen muss, dass Schränke und vergleichbare Einrichtungsgegenstände zerlegt und wieder aufgebaut werden. Zudem können sich alle Beteiligten viel Zeit sparen, da professionelle Umzugshelfer schnell und effizient vorgehen.

Nachteilig fällt beim Einschalten eines Umzugsunternehmens allerdings ins Gewicht, dass zum einen relativ hohe Kosten entstehen. Schließlich muss das Unternehmen nicht nur den Transporter, sondern auch etliche Arbeitskräfte für den Transport stellen.

Zudem müssen Umzugsunternehmen rechtzeitig vorbestellt werden. Sobald diese dann eintreffen, muss alles bereits verpackt und zerlegt sein, weshalb der Umziehende zeitlich sehr gebunden und eingeschränkt ist.

Richtige Wahl einer Umzugsspedition erspart Ärger

Umzugstransporter auf Straße
umzugstransporter © Maria.P. - www.fotolia.de

Wenn man einen Umzug plant, so sollte man seriöse Umzugsunternehmen, die beispielsweise Mitglied im Branchenverband sind, auswählen, damit man bei eventuellen Schäden anschließend keinen Ärger bekommt. Denn manche unseriöse Spediteure wollen, dass der Verbraucher im Schadensfall sich selber mit der Versicherung in Verbindung setzt, was aber manchmal ein Problem ist, wenn die Versicherung im Ausland ihren Sitz hat. Dann ist man eventuell gezwungen, die ganze Schadensregulierung in einer fremden Sprache abzuwickeln.

Doch wie Verbraucherschützer hinweisen, ist dieses Verfahren unzulässig, denn der eigentliche Ansprechpartner ist laut Rechtslage immer der jeweilige Unternehmer. In Deutschland ist es im Prinzip nicht üblich, dass man Schadenersatzansprüche weiterleitet, bis auf eine Ausnahme bei der Kfz-Haftpflicht, wo die Schäden direkt zwischen Versicherung und dem Geschädigten abgerechnet werden.

Umzug zum Festpreis – die Tücken lauern im Kleingedruckten

Umzugskartons in leerer Wohnung, dahinter leeres, weißes Regal, Teppich
Boxes in front of empty shelves - moving concept © Ilike - www.fotolia.de

Umzugsunternehmen locken Kunden mit attraktiven Festpreisangeboten. Die meisten sind zwar seriös, allerdings kann der Vertrag auch teuer werden, denn oft steckt die Tücke im Detail.

Festpreis für gesamten Umzug

Der Umzugslaster rollt pünktlich an, die Möbelpacker steigen aus – und brauchen dann viel länger als geplant. Wer einen Preis für einen festen Zeitraum vereinbart hat, muss in diesen Fällen kräftig zuzahlen. Eine Pauschale sollte sich deshalb immer auf den kompletten Umzug beziehen.

Transparente Kosten

Auch beim Festpreis sollten die einzelnen Kosten aufgeschlüsselt sein. Oder es muss eine übersichtliche Liste aller Leistungen angefügt sein. Nur so kann der Kunde prüfen, ob auch Kartons, Gurte und Decken inbegriffen sind oder wie teuer die behördliche Genehmigung für das Halteverbot wird.

Achtung Schäden!

Speditionen sind verpflichtet, für Umzüge eine Transportversicherung abzuschließen. Das gilt allerdings nur, wenn ihre Umzugswagen mehr als 3,5 Tonnen wiegen. Um die Gebühren zu sparen, nutzen manche Firmen deshalb extra kleinere Fahrzeuge – und in diesen sind die Möbel nicht versichert. Der Kunde kann wertvolle Objekte allerdings gegen Aufpreis absichern lassen.

Falls Schäden aufgetreten sind, muss der Verbraucher diese spätestens einen Tag nach dem Umzug melden. Für versteckte Mängel beträgt die Frist 14 Tage. Am besten schickt man die Meldung schriftlich und legt Fotos bei.

Die Umzugsauktion

Letztlich gibt es noch die Möglichkeit einer Umzugsauktion. In diesem Fall wird der eigene Auftrag in einem entsprechenden Portal hochgeladen. Anschließend geht der Auftrag an jene Partei, welche diesen zum niedrigsten Gebot erfüllt.

Der große Vorteil dieser Methode ist der niedrige Preis, welcher für den gesamten Umzug bei gleichzeitiger externer Hilfe gezahlt werden muss. Gleichzeitig kann es bei einer Umzugsauktion allerdings auch sein, dass der Auftrag an Laien vergeben wird, weshalb es zu Komplikationen oder gar Schäden während des Umzugs kommen kann.

Erforderliche Maßnahmen für die Beantragung eines Halteverbots für den Umzug

Umzüge in Städten stellen eine ganz besondere Herausforderung dar. So müssen die Kartons mitten im bunten Treiben der Stadt verladen und transportiert werden. Doch welche Maßnahmen sind erforderlich, damit ein Halteverbot für den Umzug beantragt werden kann und gibt es noch Alternativen zu solch einem Antrag?

Die Beantragung

Um den entsprechenden Antrag für eine Halteverbotszone vor dem eigenen Haus erstellen zu können, ist zunächst die Anfertigung eines formlosen Dokuments notwendig. Dieser Antrag sollte dabei folgende Daten enthalten:

  • vollständiger Name des Antragstellers
  • Kontaktmöglichkeiten
  • die neue Adresse
  • die genaue Adresse des Halteverbots
  • das Umzugsdatum und
  • nicht zuletzt auch die genaue Dauer, über welche das Halteverbot bestehen soll.

Dieser Antrag muss dann direkt bei einem Bürgeramt oder einer Straßenverkehrsbehörde und mindestens eine Woche vor der geplanten Einrichtung eingereicht werden. Die Beantragung hat dabei persönlich zu erfolgen.

So können weitere Fragen geklärt werden. Zudem dauert die Beantragung zumeist nur wenige Minuten, wobei die Genehmigung gegebenenfalls direkt mitgenommen werden kann.

Problem: Absolutes Halteverbot

Eine Ausnahme stellt in diesem Zusammenhang lediglich die Situation dar, dass vor der Wohnung ein absolutes Halteverbot besteht. In diesem Fall muss die gewünschte Verbotszone erst durch einen Fachmann besichtigt werden, bevor es zu einer Ausstellung kommen kann.

Kosten

Darüber hinaus ist es wichtig zu wissen, dass das Einrichten einer solchen Halteverbotszone auch Gebühren nach sich zieht. Diese unterscheiden sich je nach Bundesland.

Als Orientierungshilfe können allerdings die folgenden Werte dienen. So kostet

  • ein Tag in der Regel um die 20 Euro
  • eine Woche um die 50 Euro und
  • ein Monat etwa 100 Euro.

Zudem müssen offizielle Schilder der Stadt ausgeliehen werden, mit welchen die Zone gekennzeichnet wird. Die Leihgebühr hängt ebenso von den Regelungen der Bundesländer und der Dauer der Ausleihung ab und beträgt rund 20 bis 30 Euro.

Alternativen

Die Beantragung eines offiziellen Halteverbots ist damit mit einigen Kosten und Mühen verbunden. Aus diesem Grund setzen viele Umziehende auf alternative Methoden, um für eine reibungslose Verladung des eigenen Hab und Guts zu sorgen. So werden beispielsweise selbst Haltezonen abgesteckt oder die entsprechenden Parkplätze frühzeitig durch eigene PKWs besetzt.

Diese Methoden sind allerdings mit einigen Risiken verbunden. So kann es sein, dass eine Strafe wegen Verletzung der Straßenverkehrsordnung verhängt wird oder dass der gewünschte Parkplatz nicht rechtzeitig frei wird.

Insgesamt ist die Beantragung eines Halteverbots eine sinnvolle Maßnahme, sobald an einer stark genutzten Straße umgezogen werden soll. Nur so kann man sich schließlich sicher sein, dass der Umzug reibungslos und vor allem schnell gelingt.

Gezielt ausmisten: Wer in eine kleinere Wohnung ziehen muss, kann diese Tipps gut gebrauchen

Junger Mann packt Umzugskartons
Umzugskartons packen © Robert Kneschke - www.fotolia.de

Ob aus Altersgründen oder weil das Geld knapper wird - manchmal ist ein Umzug in eine kleinere Wohnung unumgänglich. Doch muss dieser Schritt nicht immer nur Einschränkung und Verlust bedeuten. Er bietet gleichzeitig auch die Möglichkeit, sich von altem Ballast zu befreien.

Kleinere Wohnungen machen zudem weniger Arbeit als große Wohnungen oder gar ein Haus. Und mit einigen Tricks kann man sich auch mit begrenzten Mitteln einen individuellen Wohlfühl-Palast zaubern.

Noch bevor man umzieht und die entsprechenden Kisten packt, muss radikal ausgemistet werden. Wer sich dazu körperlich oder mental nicht fit genug fühlt, sollte sich Hilfe von Freunden oder der Familie holen. Kleidung, die nicht mehr passt, oder die man nicht mehr trägt, nimmt das Rote Kreuz mit Kusshand. So kann man nebenher noch ein gutes Werk tun.

In vielen größeren Städten gibt es soziale Einrichtungen, die alte Bücher, Geschirr, kleinere Möbelstücke und Nippes annehmen. Sie verkaufen diese Dinge für einen guten Zweck weiter und holen aussortierte Sachen häufig sogar an der Haustür ab.

Bei größeren Möbeln lohnt es sich häufig, neue Sachen anzuschaffen, die in die neue Wohnung passen. Das trifft besonders auf massive Schrankwände zu, die in kleinen Wohnungen einfach zu viel Platz wegnehmen.

Wichtig: Für jede schwierige Trennung sollte man sich belohnen, beispielsweise mit neuen, schönen Vorhängen oder einem Set hochwertiger Handtücher. So wird der Umzug mehr und mehr zur Chance.

So lässt sich Ärger und bares Geld beim Umzug sparen

Etwa fünf Mal zieht jeder Deutsche im Schnitt in seinem Leben um. Zwar tut der Wohnungswechsel den meisten im Nachhinein gut, doch der eigentliche Umzug ist für viele nur mit Stress, Ärger und hohen Kosten verbunden. Es gibt jedoch einige wissenswerte Tipps, mit denen sich beim Umzug Geld und Ärger sparen lässt.

Um die Kosten zu senken, setzen viele beim Umzug auf die Hilfe von Freunden. Wenn beim Schleppen allerdings Dinge kaputt gehen, haftet die Haftpflichtversicherung der Helfer in der Regel nicht und dann kann es schnell teuer werden, es sei denn der Helfer ist gegen Gefälligkeitsschäden versichert oder das Unglück ist auf Fahrlässigkeit zurückzuführen.

Besser beraten ist man da mit einer Möbelspedition, deren Versicherungsschutz normalerweise zumindest bis zu einer bestimmten Schadenshöhe haftet. Doch auch hier gibt es Ausnahmen, etwa bei beschädigtem Hausrat, den der Kunde selbst verpackt hat.

Der größte Stressfaktor ist für viele Umzugsgeplagte aber die Tatsache, dass am Tag des Umzuges alle Parkplätze vor dem Haus besetzt sind und der Hausrat dann erst einmal mehrere Hundert Meter zum Türeingang oder zum Transporter getragen werden muss. Viele reservieren daher in Eigenregie mit Stühlen und Absperrband den Parkplatz und Gehweg vor dem Hauseingang für den Umzugswagen. Das ist allerdings nicht erlaubt. Wer sich Ärger ersparen möchte, sollte sich spätestens zwei Wochen vor dem Umzug um eine amtliche Genehmigung für die Absperrung kümmern. Diese erhält man beim Straßenverkehrsamt oder bei der Stadtverwaltung. Entsprechende Parkverbotsschilder sind über private Fachunternehmen zu beziehen.

Ist der Umzug dann einigermaßen stressfrei über die Bühne gegangen, empfiehlt es sich die Rechnungen eventuell angefallender Kosten sorgfältig zu sortieren und für die nächste Steuererklärung gut aufzubewahren, denn einige Dinge lassen sich von der Steuer absetzen. Wer aus beruflichen Gründen umgezogen ist, kann sogar einen Großteil der Umzugskosten als Werbungskosten berücksichtigen lassen. Aber auch Umzüge aus privaten Gründen können zum Teil steuerlich Berücksichtigung finden.

So können beispielsweise Kosten für Möbelträger und LKW-Fahrer als haushaltsnahe Dienstleistung abgesetzt werden. Auch die Kosten für Renovierungen durch Fachunternehmen lassen sich zu einem gewissen Teil bei der Steuer als Handwerkerkosten geltend machen.

Weshalb Ablösezahlungen an den Vormieter bei einem Umzug nicht überhöht sein dürfen

Ablösezahlungen des Nachmieters für Möbel des Vormieters sind nur unter bestimmten Bedingungen zulässig

Doppelbett im Schlafzimmer, dunkle Holzmöbel
bedroom setting © jay beaumont - www.fotolia.de

Wer aus seiner Wohnung auszieht, möchte nicht immer alle Möbelstücke mit in das neue Heim nehmen. Entweder landen diese Gegenstände dann im Müll oder der Nachmieter übernimmt sie.

Bei Letzterem ist in der Regel ein Kaufvertrag, die so genannte Ablösevereinbarung, zwischen Vor- und Nachmieter erforderlich. Darauf weist der Deutsche Mieterbund (DMB) hin.

Vormierter darf nicht mehr als 150 Prozent des Zeitwertes verlangen

Ablösezahlungen des Nachmieters an den Vormieter sind zulässig, solange Preis und Gegenleistung in keinem Missverhältnis stehen. Das Inventar darf der Nochmieter daher nicht zu einem überhöhten Preis verkaufen. Das heißt, dass er nicht mehr als 150 Prozent des Zeitwertes verlangen darf.

Alles, was darüber liegt, darf der Käufer noch bis zu drei Jahre nach dem Handel zurückverlangen. Wird also etwa für ein Möbelstück ein Betrag von 3000 Euro gezahlt, obwohl der Zeitwert nur noch 1000 Euro beträgt, darf der Käufer alles über 1500 Euro zurückfordern.

Nachmieter und Vermieter haben Anspruch auf Erhalt einer leergeräumten Wohnung

Lässt der Vormieter bei seinem Auszug noch Einrichtungsgegenstände ohne jegliche Absprache mit dem Nachmieter in der Wohnung zurück, sollte der Vermieter eingeschaltet werden. Dieser hat ebenso wie der Nachmieter Anspruch auf Erhalt einer leergeräumten Wohnung.

Tipps zum Auszug: Wichtig in der alten Wohnung

Rückt der Umzugstag näher, sollte man einen Blick in den Mietvertrag der alten Wohnung werfen. Wie muss die Wohnung übergeben werden? Muss ich renovieren oder reicht das Abreißen der Tapeten?

Muss die Wohnung renoviert übergeben werden, sollte mit den Tapezier- und Malerarbeiten frühzeitig begonnen werden, damit es zu keinen zeitlichen Problemen kommt. Gehören Einrichtungsgegenstände zur Ausstattung der Wohnung, sollten diese in einem Übergabeprotokoll aufgezählt werden, welches bei Auszug vom Vermieter unterschrieben wird.

In diesem Übergabeprotokoll können auch die Schlüssel aufgezählt werden, die dem Vermieter übergeben werden. Zuletzt muss noch an das Ablesen der Zählerstände und die Übermittlung an den Energieversorger gedacht werden. Auch die Namensschilder an der Klingel und am Briefkasten sind beim endgültigen Auszug zu entfernen.

Raumkontrolle

Am Tag des endgültigen Umzugs sollten noch mal alle Wohnräume wie auch Dachboden, Kellerraum und Waschküche auf vergessene Gegenstände kontrolliert werden. Ein Ablesen aller Zählerstände kann dann erfolgen, wenn Heizung, Wasser und Strom nicht mehr gebraucht werden.

Zu diesem Zeitpunkt können alle Heizungen abgedreht und die Hauptsicherung ausgestellt werden. Bei der Ablesung sollten die Zählerstände den einzelnen Zählernummern zugeordnet und dem jeweiligen Energieversorger zeitnah mitgeteilt werden. Mit der Übermittlung der Zählerstände an den Energieversorger erfolgt zugleich die Abmeldung.

Persönliche Gegenstände entfernen

Die grundsätzliche Arbeit im Rahmen des Umzugs liegt darin, das eigene Hab und Gut in die neue Bleibe zu bringen. Mitunter sammelt sich dabei aber manches an, was nun nicht mehr benötigt wird.

Dennoch kann der Vermieter darauf bestehen, dass die Räumlichkeiten zunächst gänzlich zu leeren sind, ehe er das Vertragsverhältnis beendet. Kommt der Mieter der Aufforderung nicht nach, vielleicht Kisten, einen Schrank oder Haushaltsgegenstände zu entfernen, dürfen diese kostenpflichtig entsorgt werden.

Ratsam ist es daher, alle überschüssigen Ansammlungen, die in der neuen Unterkunft nicht gebraucht werden können, sofort wegzuwerfen oder in der Nachbarschaft zu fragen, wo sich dafür noch Bedarf finden lässt.

Renovierungsarbeiten

Zum Mietbeginn ist das Miteinander zwischen Vermieter und Mieter immer einvernehmlich. Jeder von ihnen kommt zu seinem Ziel. Der eine erhält zukünftig die Monatsmiete, der andere bezieht seine Wunschwohnung.

Rechtsgrundlage ist der Mietvertrag. Darin ist auch festgehalten, wie die Wohnung bezogen wird, und wie sie später verlassen werden muss. In vielen Fällen wird sie renoviert übergeben und muss renoviert zurückgegeben werden.

Beim Verlassen der Mietwohnung hat der Mieter ein anderes, ein neues Ziel. Entweder ist es die zukünftige Mietwohnung oder das neue Eigenheim.

Ab der Kündigung ist die derzeitige Mietwohnung nur noch mäßig interessant. Trotzdem müssen die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt werden, sofern die Vorstellungen des Vermieters aus dem Mietvertrag mit Recht und Gesetz übereinstimmen. Das ist oftmals, zugunsten des Mieters, nicht der Fall.

Doch bei Weitem nicht alle Mieter möchten sich im Streit von ihrem Vermieter trennen. Viele von ihnen benötigen für ihren zukünftigen Vermieter eine Vormieterbescheinigung, also eine des aktuellen Vermieters.

Die kann in einigen Passagen, vergleichbar mit einem Arbeitszeugnis, so oder so ausfallen. Vor diesem Hintergrund wird also die Wohnung beim Auszug so renoviert, dass es bei der Wohnungsabnahme keine Probleme gibt und der Vermieter die Kaution anstandslos zurückzahlt.

Die Wohnung muss so verlassen werden, wie sie vor Jahren bezogen worden ist. Zum Renovieren gehört ein Wiederherstellen des damaligen Zustandes mit Tapete und Farbe. Eine handelsübliche Raufasertapete in neutral-weißer Farbe genügt.

Nötige Renovierung oder gewöhnliche Abnutzungsspur?

Schönheitsreparaturen sind im Prinzip keine wirklichen Reparaturen, sondern Renovierungsarbeiten, welche das Ziel haben, die Wohnung wieder in den ursprünglichen Zustand zu versetzen. Die Wohnung muss also bis zu einem gewissen Grad wieder so renoviert werden, dass sie jene Eigenschaften aufweist, wie sie vor dem Einzug vorgeherrscht haben.

Hierbei gibt es allerdings einiges zu beachten. Zum einen müssen natürlich vorgenommene Änderungen rückgängig gemacht werden, indem beispielsweise eine blau gestrichene Wand wieder weiß überstrichen wird und die gesamte Wohnung geputzt wird. Gleichzeitig gibt es allerdings auch die gesetzliche Vorgabe, dass ein vertragsgemäßer Gebrauch nicht zu vertreten ist.

Dies bedeutet, dass gewöhnliche Abnutzungsspuren nicht renoviert werden müssen. Weist beispielsweise ein Treppengeländer gewöhnliche Abnutzungsspuren auf, so ist der Mieter nicht verpflichtet, dieses beim Auszug zu renovieren oder gar zu ersetzen. Gleiches gilt für Einrichtungsgegenstände wie Einbauküchen oder Duschen.

Darüber hinaus ist auf eventuelle Klauseln im Mietvertrag zu achten. Diese schreiben vor, ob noch weitere Pflichten bestehen, also ob noch weitere Schönheitsreparaturen vorgenommen werden müssen. Allerdings bedeutet das Bestehen einer solchen Klausel noch lange nicht, dass diese auch rechtswirksam ist.

So sind beispielsweise Klauseln in Mietverträgen nicht rechtsgültig, sobald dem Mieter vorgeschrieben wird, wie der persönliche Lebensraum während der Dauer des Mietverhältnisses auszusehen hat. Konkret bedeutet dies, dass ein Mietvertrag beispielsweise nicht vorgeben darf, dass die Türen nur weiß gestrichen sein dürfen. Der Vermieter darf allerdings verlangen, dass die Türen zum Zeitpunkt der Wohnungsübergabe wieder weiß sind.

Nachweisbare Schäden in den Räumlichkeiten

Ist die Wohnung erst einmal leergeräumt, zeigt sich schonungslos der Zustand der Wände, Decken und Böden. Lassen sich hier nun Mängel feststellen, die vorher nicht zu erkennen waren, stellt sich oft die Frage, wer dafür haftet.

Allgemein gilt: Übliche Abnutzungserscheinungen, die aus dem normalen Gebrauch der Wohnung hervorgehen, sind im Rahmen der monatlichen Mietzahlung gedeckt, können also nicht zusätzlich als Reparatur eingefordert werden.

Demgegenüber besitzt der Vermieter einen Anspruch gegen den Mieter, wenn dieser die Risse in der Wand oder die beschädigten Dielen im Fußboden zu verantworten hat. In diesen Fällen kann eine Renovierungsleistung ebenso wie ein finanzieller Ausgleich des Schadens verlangt werden. Allerdings sind derartige Fälle umstritten und hängen oft von Details ab.

Bauliche Veränderungen der Wohnung

Abzugrenzen von den üblichen Schäden sind alle Umbauten, die der Mieter im Laufe der Jahre vorgenommen hat. Das kann etwa die Trennwand sein, die im Zimmer errichtet wurde. Auch die abgehängte Decke oder die eigens installierte Duschkabine zählt dazu.

Grundsätzlich sollten derartige Maßnahmen mit dem Vermieter vor dem ersten Hammerschlag besprochen und vertraglich fixiert werden. Zieht der Mieter aus, muss bereits feststehen, was mit den Hinterlassenschaften zu geschehen hat.

Das ist vor allem auch dann wichtig, wenn eine zurückbleibende Einbauküche in hohem Wert plötzlich dem Vermieter in Rechnung gestellt wird. Welche Partei zu welcher Zeit Ansprüche geltend machen kann, ist somit einzelfallabhängig.

Wände

Beim Streichen der Wände ist gängiges Material ausreichend. Der Vermieter kann beispielsweise keine teuren Ökofarben verlangen.

Entscheidend ist die neutrale Gestaltung der Räume. Sie ist die Grundlage dafür, dass die Wohnung in dieser Neutralität dem Nachmieter angeboten und zugemutet werden kann.

Zum Renovieren gehört das Entfernen jeglicher Haken, Nägel und Dübel. Die durch deren Anbringen und Entfernen entstandenen Wandlöcher und Wandrisse müssen geschlossen werden.

Das muss kein externer Fachmann tun - im Ergebnis muss allerdings das Können eines Hobbywerkers erkennbar sein. Wer die bekannten zwei linken Hände hat, der sollte diese Arbeiten fachmännisch erledigen lassen.

Türen

Einbauten in den Räumen müssen entfernt, ausgehängte Türen wieder eingehängt werden. Sie müssen im wahrsten Sinne des Wortes reibungslos schließen, was meistens nicht der Fall ist. Hier muss ebenfalls durch den geübten Heimwerker oder durch einen Schreiner Hand angelegt werden.

Die Schlösser aller Türen müssen öffnen und schließen. Das ist keineswegs selbstverständlich, weil Zimmertüren oftmals jahrelang nicht verschlossen, Schloss und Schlüsselalso nicht bewegt werden.

Fenster

Zusätzlich angebrachte Verriegelungen an Fenstern und Türen müssen demontiert, die dadurch entstehenden Löcher mit dem dazu passenden Material geschlossen und überstrichen werden. Tür- und Fensterrahmen werden letztendlich erst durch die Demontage solcher Sicherungen beschädigt. Trotzdem kann der Vermieter darauf bestehen, auch hier den originären Zustand wiederherzustellen.

Fußboden

Fußböden werden über einen Zeitraum von sieben Jahren abgeschrieben. Der Mieter hat also nach sieben Jahren Anspruch auf einen neuen Fußbodenbelag. Wenn er darauf verzichtet hat und erst nach Ablauf von sieben Jahren die Wohnung verlässt, dann gehört umgekehrt der Fußbodenbelag nicht zu seinen Renovierungspflichten - unabhängig von Aussehen und Zustand.

Fazit

Im Übrigen gilt der ganz allgemeine Grundsatz, dass der Vermieter nicht mehr renovieren muss, als von ihm abgewohnt worden ist. Alle von ihm ein- oder mitgebrachten Gegenstände müssen aus der Mietwohnung entfernt werden - losgelöst davon, ob sie beweglich oder befestigt worden sind. Die dadurch entstehenden Gebrauchsspuren sind zu beseitigen, also zu renovieren.

Im gegenseitigen Interesse ist es angebracht, sich über die Renovierung beim Wohnungsauszug einvernehmlich zu einigen. Gerichtsentscheidungen enden meistens mit einem Vergleich.

Der hat zur Folge, dass jeder von beiden seine eigenen und die anteiligen Gerichtskosten zu bezahlen hat. Das sind vermeidbare Zusatzkosten.

Wohnungsübergabe

Zuletzt erfolgt mit der Schlüsselabgabe an den Vermieter die Wohnungsübergabe. Die Schlüssel, die man beim Einzug erhalten hat, müssen in vollständiger Anzahl zurückgegeben werden. Fehlt ein Schlüssel, kann der Vermieter die dazugehörigen Schlösser auf Kosten des Mieters auswechseln lassen. Bei der Schlüsselübergabe sollte man nicht vergessen, den Vermieter auf die Rückzahlung der Mietkaution anzusprechen.

Umzug in die Nähe der Kinder ist für Senioren attraktiv – aber es gibt viel zu bedenken

Wenn die Kinder flügge werden, genießen die meisten Eltern ihre wiedergewonnene Freiheit. Sobald Enkelkinder da sind, ändert sich die Lage jedoch: dann rücken die Generationen wieder enger zusammen. Immer mehr Senioren überlegen dann, in die Nähe der Kinder und Enkel zu ziehen.

Auf den ersten Blick hat ein solcher Umzug viele Vorteile. Die Älteren helfen bei der Kinderbetreuung und genießen es, die Enkel beim Aufwachsen zu begleiten. Die Jüngeren können sich auf ihre Karriere konzentrieren und bieten den Eltern im Notfall Unterstützung. Aber natürlich schafft Nähe auch Konfliktstoff.

Vor dem Umzug zu bedenken

Vor dem Umzug gibt es deshalb viel Redebedarf. Außerdem sollten die Senioren selbstkritisch ihre Situation hinterfragen: was verliere ich, was hoffe ich zu gewinnen? Wie realistisch sind meine Erwartungen? Denn während Jüngere leichter wieder wegziehen, ist die Entscheidung für Ältere endgültiger.

Abzuklären sind etwa die Bedürfnisse nach Nähe und Distanz. So erweist es sich im Alltag als erholsamer, wenn beide Parteien über eigene Küche und Bad verfügen. Und die emotionale Verbundenheit mit der Familie erspart Senioren auch nicht, am neuen Wohnort eigene Freunde zu suchen.

Wer nicht kontaktfreudig ist, entwickelt schnell eine belastende Abhängigkeit von den Kindern. Auf der anderen Seite können sich die Jüngeren von ihren Eltern wieder in die Kinderrolle gedrängt fühlen.

Entspannt umziehen im Alter – Tipps für Senioren

Viele Senioren bleiben aus Angst vor dem Umziehen lieber in ihrer teuren und unbequemen Wohnung

Umzugskartons in leerer Wohnung, dahinter leeres, weißes Regal, Teppich
Boxes in front of empty shelves - moving concept © Ilike - www.fotolia.de

Eigentlich sind die Treppen zu steil und die Miete zu hoch – ein Umzug wäre sinnvoll. Viele Senioren hängen jedoch an ihrer vertrauten Umgebung und bleiben aus Angst vor dem Umziehen lieber in ihrer teuren und unbequemen Wohnung. Mit guter Planung und der richtigen Hilfe fällt der Schritt leichter. Am Ende wird der Aufwand durch ein komfortableres Leben belohnt.

Was ist zu tun?

Packen und Räumen, Behördengänge und lästiger Papierkram - es ist eine ganze Menge, was beim Umzug ansteht. Am besten erstellt man sich eine Checkliste, in der die einzelnen Punkte dann abgehakt werden können.

1. Schritt: Entrümpeln

Wenn ältere Menschen umziehen, bedeutet das meist eine räumliche Verkleinerung. Die Anzahl an Möbeln und Utensilien muss sich entsprechend verringern. Nun wirft niemand gern Dinge weg. Gerade Ältere können sich nur schwer von ihren angesammelten Schätzen trennen. Es hängen zu viele Erinnerungen daran.

Ganz einfach wird das Ausmisten also nicht – aber es lohnt sich. Wer genug Zeit einplant, kann gemeinsam mit Kindern oder Freunden die Sachen anschauen und in Ruhe entscheiden, was mit in die neue Wohnung soll. Den Rest sortiert man in zwei Stapel:

  1. Dinge, die auf den Müll kommen und
  2. solche, die noch für Hilfsorganisationen, Nachbarn oder Bekannte wertvoll sein könnten.

Was länger als ein Jahr nicht benutzt wurde, ist in aller Regel verzichtbar.

2. Schritt: die neue Umgebung erkunden

Je eher man sich mit dem neuen Umfeld vertraut macht, desto schneller fühlt man sich wohl. Schon bei der Wohnungsbesichtigung sollte man deshalb einen kleinen Spaziergang machen: wo sind Ärzte und Apotheken? Zu welchen Seniorentreffs kann ich gehen? Gibt es Parks und Bänke zum Ausruhen?

Wann fängt man an?

Je eher desto besser! Wer noch Keller oder Garage entrümpeln muss, fängt so früh wie möglich an. Warum nicht jetzt gleich? Da sich in einem langen Leben viele Dinge ansammeln, kann das Aussortieren aber auch in einer kleinen Wohnung ordentlich Zeit in Anspruch nehmen. Rund drei Monate vor dem Umzugstermin sollte man schon mal die Schubladen und Schränke durchschauen.

Wer kann helfen?

Viele Senioren scheuen den Umzug auch wegen des mühseligen Papierkrams.

  • Kündigungen schreiben
  • Ausweis ändern lassen
  • Telefon ummelden
  • Adressänderung mitteilen
  • Nachsendeantrag stellen;

ohne Gehilfen verliert man leicht den Überblick, was noch alles zu tun ist. Je eher man andere einbindet, desto entspannter verläuft der Umzug. Hinzu kommt tatkräftige Unterstützung für

  • Fahrten zum Recyclinghof,
  • Kistenpacken,
  • Vorhänge abnehmen und
  • das Einrichten der neuen Räume.

Wenn Kinder oder Freunde nicht verfügbar sind, vermitteln auch die Wohlfahrtsverbände Helfer für den Umzug. Alternative: ein Umzugsunternehmen, das sämtliche Dinge vor Ort einpackt und in der neuen Wohnung auch wieder aufstellt. Das kostet zwar mehr Geld, schont aber die Nerven.

Tipps zum Einzug: Wichtig in der neuen Wohnung

Auch für die neue Wohnung empfiehlt sich die Anfertigung eines Übergabeprotokolls. In Beisein des Vermieters sollten sichtbare Mängel aufgelistet und gegebenenfalls Reparaturanfragen gestellt werden.

Zudem sollte die Anzahl der vom Vermieter ausgehändigter Schlüssel festgehalten werden. Auch die Zählerstände der neuen Wohnung müssen zeitnah dem Energieversorger mitgeteilt werden. Mit dem Anbringen der Klingel- und Briefkastenschilder sorgt man dafür, dass Post zugestellt und man persönlich erreicht werden kann.

So wird auch sichergestellt, dass Handwerker den neuen Mieter problemlos auffinden. Spätestens am Tag der offiziellen Schlüsselübergabe müssen auch die Strom-, Gas- und Wasserzähler abgelesen und die Stände dem Energieunternehmen mitgeteilt werden.

Eine neue Wohnung bedeutet auch neue Nachbarn, eine neue Hausordnung und neue Reinigungspläne. Eine Vorstellung bei den Nachbarn kann zu einem guten Klima innerhalb der Hausgemeinschaft beitragen und ein frühzeitiger Blick auf den Reinigungsplan verhindert, dass das Wischen des Flures und das Fegen der Eingänge nicht gleich in der ersten Woche vergessen wird.

Punkte, die es zu überprüfen gilt

Sind alle Kartons und Möbel in die neue Wohnung gefahren worden, sollte umgehend überprüft werden, ob auch tatsächlich nichts vergessen wurde. Auch sollte man nach möglichen Schäden sehen, besonders dann, wenn der Umzug von einem Unternehmen absolviert worden ist. Wichtig ist außerdem die Überprüfung von Strom, Wasser und Heizung.

Raumplanung

Bevor man anfängt, die Umzugskartons auszupacken und das ganze Hab und Gut wahllos in der neuen Wohnung zu verteilen, sollte man sich zu diesem Zeitpunkt bereits einen Plan gemacht haben. Wie sollen die einzelnen Räume aussehen? Welche Möbel kommen in welcher Anordnung wo hinein?

Bei der Raumgestaltung spielen viele unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Hier haben wir zahlreiche Tipps zur Einrichtung für Sie zusammengestellt.

Grundinformationen und Tipps zum Umzug

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Young woman with cardboard box © nyul - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: White Paper Notes © Giraphics - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: 4 Colored Stick Notes Colored Pins Mix © Jan Engel - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: anzeigen © Dron - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: mann hat rückenschmerzen vom umzug © Picture-Factory - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Workers Carrying Carpet And Cardboard Boxes © Andrey Popov - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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