Nachbarschaft - Nachbarschaftsrecht, Qualitätsmerkmale und mögliche Probleme

Weißer Lattenzaun unter blauem Himmel

Tipps für das Wohnen in friedlicher Nachbarschaft

  • ,
  • von Paradisi-Redaktion

Eine harmonierende Nachbarschaft ist keine Selbstverständlichkeit. Oft kommt es aufgrund von Vorurteilen oder Kleinigkeiten zu Streitereien oder sogar zu gerichtlichen Auseinandersetzungen. Eine solide Basis kann aber das Schlimmste verhindern. Um diese zu schaffen, sollten sich sowohl neu Hinzugezogene wie auch bereits ansässige Nachbarn ein paar Tipps zu Herzen nehmen. So klappt es mit der friedlichen Nachbarschaft - holen Sie sich hilfreiche Tipps.

Nachbarschaft - eine Definition

Die Nachbarschaft kann in ihrer Konstellation ganz unterschiedlich aufgefasst werden. Grundsätzlich handelt es sich bei einem Nachbarn um eine Person, die in unmittelbarer Nähe zu der eigenen wohnt. Doch je nach Wohnsituation und Art der Immobilie kann es sich dabei beispielsweise um

  • die Mitbewohner eines Mehrfamilienhauses - ob nun nebenan oder über bzw. unter der eigenen Wohnung
  • die Bewohner des angrenzenden Einfamilienhauses oder
  • die Bewohner derselben Straße

handeln. Auch darüber hinaus lässt sich der Begriff nutzen; in ländlichen Gebieten werden beispielsweise auch die Menschen im Umkreis von 100 Metern dazugezählt, manchmal sogar bis hin zu einem Kilometer.

Im Idealfall kommt man gut mit seinen Nachbarn aus. Das kann bedeuten, dass man außer der Begrüßung, wenn man sich mal über den Weg läuft, nichts weiter miteinander zu tun hat, aber natürlich auch, dass man sich gut miteinander versteht und sogar anfreundet.

Als gut ist das nachbarschaftliche Verhältnis somit immer dann einzustufen, wenn es keinen Streit gibt. Und dafür wiederum gibt es eine Menge Möglichkeiten. Im weiteren Verlauf gehen wir etwas genauer auf dieses Thema ein; detailliertere Informationen erhalten Sie jedoch hier in unserem separaten Artikel.

Aspekte des Nachbarschaftsrechts

Eine Nachbarschaft bedeutet immer das Aufeinandertreffen verschiedener Interessen. Um diese auszugleichen, gibt es Rechtsnormen für das Zusammenleben unter Nachbarn.

Auf diese Weise erhalten diese Regeln, die sich auf das Verhalten an eben diesem Recht beziehen. Man unterscheidet das private sowie das öffentliche Nachbarschaftsrecht. Ersteres bezieht sich dabei beispielsweise auf

  • Befugnisse des Eigentümers
  • Begrenzung des Eigentums
  • Überhang (von Wurzeln und Zweigen)
  • Gemeinschaftliche Benutzung von Grenzanlagen:
  • Überbau
  • Notwegerecht:

Die Basis einer friedlichen Nachbarschaft

Ewiger Streit um die Schuhe vor der Wohnungstür, laute Musik nach zehn oder auch die ordnungsgemäße Mülltrennung kann Nachbarn zu Feinden machen. Mit etwas Geduld, Rücksichtnahme und Verständnis kann man auch mit dem schlimmsten Nachbarn in Einklang leben.

Ein gutes Verhältnis kann man zwar fördern, aber nicht erzwingen. Letztlich muss es sich mit der Zeit entwickeln. Ihre neuen Mitbewohner müssen Gelegenheit bekommen, Sie im Alltag als freundlichen, rücksichtsvollen und zuverlässigen Nachbarn kennen zu lernen.

Extrem penible, unordentliche oder einfach sehr laute Nachbarn können den eigenen Geduldsfaden schnell zum Reißen bringen. Hier heißt es Ruhe bewahren, denn aus einer kleinen Meinungsverschiedenheit kann schnell ein Krieg entflammen. Ruft man die Polizei oder beginnt die andere Partei zu beschimpfen, kann aus einer Mücke sehr rasant ein Elefant werden.

Zieht jemand Neues in Ihre Umgebung oder ziehen vielleicht Sie selbst an einen andern Ort, so ist es immer eine nette Geste, sich den anderen Parteien vorzustellen. Wagen Sie den Schritt und gehen Sie mal auf Klingeltour. Mit einem netten Lächeln auf dem Lippen und einer lockeren und unvoreingenommenen Haltung, sammeln Sie auf diesem Weg schon einmal Pluspunkte beim neuen Hausgenossen.

Die Grundlagen der Freundlichkeit

Es ist nicht nötig, dass Sie sich bei Ihren Nachbarn extra beliebt machen. Für ein gutes Zusammenleben genügt es, wenn Sie darauf achten, sich nicht unbeliebt zu machen.

  • Halten Sie sich an die Vorgaben der Hausordnung
  • vermeiden Sie Lärmbelästigung und
  • vermeiden Sie die Verschmutzung von Gemeinschaftsräumen,

dann sind die wichtigsten Punkte für ein gutes Verhältnis schon erfüllt. Grüßen Sie Ihre Nachbarn freundlich und wechseln Sie ab und an ein nettes Wort. Wenn Sie mitbekommen, dass ein Nachbar in den Urlaub fährt, dann können Sie ihm anbieten, in dieser Zeit seinen Briefkasten zu leeren.

Fragen Sie ihn aber nicht nach seinem Wohnungsschlüssel. Wenn er ihn Ihnen anvertrauen möchte, wird er von selbst auf Sie zukommen.

Seien Sie großzügig. Helfen Sie Ihrer Nachbarin, wenn sie schwere Einkäufe zu tragen hat, oder halten Sie ihr die Tür auf. Meist sind es Kleinigkeiten, die für ein gutes Klima sorgen.

Nachbarschaftshilfe anbieten

Versuchen Sie, Freundschaften zu schließen und bieten Sie Ihre Hilfe an. Übernehmen Sie die Tierfütterung, wenn Ihr Nachbar in den Urlaub will, bieten Sie älteren Herrschaften in der Nachbarschaft Ihre Hilfe beim Einkauf an und bauen Sie einfach eine Bindung zu den Menschen in Ihrer Umgebung auf.

Als Ortskundiger kann man neu Hinzugezogenen zum Beispiel anbieten, die Ortschaft zu zeigen oder Restaurants, Bäcker, Ärzte und Kinderspielplätze empfehlen. Da Nachbarschaftshilfe auf Gegenseitigkeit beruht, wird man früher oder später auch auf die Hilfe des Anderen zurückgreifen können.

Eine Lösung für das Problem finden

Wenn es doch einmal zu Missverständnissen oder Konflikten in der Nachbarschaft kommt, sollte man immer in Ruhe über das Problem sprechen. Wer stur auf sein Recht besteht oder womöglich aggressiv wird, hat schlechte Chancen, auf friedlichem Weg eine Lösung zu finden.

Haben Sie also ein Problem mit Ihren Nachbarn, so suchen Sie das Gespräch und versuchen Sie, gemeinsam eine Lösung für Ihre Probleme zu finden. Sagen Sie ganz offen, welches Problem Sie mit Ihrem Gegenüber haben und geben Sie auch ihm die Chance, seine Ansichten zu äußern.

Ist die Situation einmal völlig festgefahren, so sollten Sie einen Vermittler bitten, bei einem klärenden Gespräch dabei zu sein. Dies sollte eine neutrale Person sein, die beide Parteien gleichgut kennt.

Hierfür bietet sich zum Beispiel ein weiterer Nachbar, der Vermieter oder gar der Hauswart an. Wichtig ist nur, dass Institutionen wie die Polizei erst dann zu Hilfe gerufen werden, wenn eine Situation völlig eskaliert. Doch dies lässt sich ganz einfach durch Respekt und Achtung vermeiden.

Neu hinzugezogen - wie verhalte ich mich richtig?

Eine neue Wohnung bedeutet zugleich auch eine neue Umgebung und eine neue Nachbarschaft. Es bedarf einer gewissen Zeit, bis nach dem Umzug Normalität einkehrt.

Das gilt nicht nur für den neuen Mieter selbst, sondern auch für seine Nachbarn. Für diese ist man zunächst ein Fremder, der sich in die Hausgemeinschaft einzufügen hat. Es liegt zum größten Teil am neuen Mieter selbst, aus der anfänglichen distanzierten gegenseitigen Beobachtung eine gute Nachbarschaft entstehen zu lassen.

Auch der größte Umzugsstress sollte neu Hinzugezogene nicht davon abhalten, sich bei den neuen Nachbarn persönlich vorzustellen. Hiermit wird Spannung aus der neuen Situation genommen und eine gute Grundlage für zukünftige Gespräche untereinander geschaffen.

Kennenlernen

Eine Vorstellung kann auf verschiedene Weisen ablaufen. Nach wie vor beliebt ist die Einladung zum Kaffeetrinken oder zu einer Einweihungsparty.

Hier stellt sich vor allem in größeren Mehrfamilien- oder Reihenhäusern allerdings die Frage, ob diese Art der Vorstellung terminlich und räumlich überhaupt machbar ist. Bei dem Einzug in ein Einfamilienhaus dagegen bietet diese Vorstellung sich gut an. Ein Kennenlernen kann je nach Wohnsituation in der Wohnung selbst oder zum Beispiel auch während eines Grillabends im Garten stattfinden.

Belassen Sie es zunächst aber bei einem höflichen Kurzbesuch, auch wenn Sie vielleicht in die Wohnung gebeten werden. Bitten Sie um Verständnis für mögliche Beeinträchtigungen, die durch Ihren Umzug stattfinden. So haben Sie gleich einen guten Einstieg.

Vorstellen in Mehrfamilienhäusern

In Mehrfamilienhäusern können Mieter sich ihren neuen Nachbarn auch einzeln vorstellen, indem sie an der Wohnungstür klingeln. Alternativ bietet sich ein zufälliges, bzw. scheinbar zufälliges Kennenlernen auf dem Grundstück, im Waschkeller oder im Treppenhaus an.

Gehören auch Kinder zur neuen Mietpartei, sollten auch diese sich höflich vorstellen. Denn oft geben Kinder Nachbarn einen Grund zur Beschwerde.

Sich bei den Nachbarn vorstellen für ein entspanntes Verhältnis
Sich bei den Nachbarn vorstellen für ein entspanntes Verhältnis

Hausordnung einhalten

Eine weitere wichtige Grundlage zum friedlichen Zusammenleben wird durch die Einhaltung der Hausordnung geschaffen. Diese sollte zumindest in den ersten Wochen wirklich strikt eingehalten werden, damit Nachbarn sich nicht durch Lärm oder andere Störungen belästigt fühlen. Auch wenn es die Ausnahme ist - es gibt immer Nachbarn, die auf Verstöße gegen die Hausordnung seitens des neuen Mieters regelrecht warten.

Im eigenen Interesse sollten also Hausordnungen strikt eingehalten werden. Vor allem die Ruhezeiten sind zu beachten. Möchte man dennoch mal eine Party feiern, sollten die Nachbarn vorher informiert werden. Es ist sinnvoll, ihnen zu verdeutlichen, dass es sich hierbei um eine einmalige Angelegenheit handelt. Auch eine mögliche Geruchsbelästigung durch das Grillen auf dem eigenen Balkon sollte nicht zum Alltag werden.

Kinder sollten auf die Mittagsruhe aufmerksam gemacht werden und möglichst auf nahegelegenen Spielplätzen anstatt in der Einfahrt des Nachbarn spielen. Tierbesitzer sollten dem neuen Nachbarn signalisieren, dass sie verantwortungsbewusst mit der Tierhaltung umgehen und zum Beispiel Hundekot von der Straße sofort entfernen.

Reinigungsplan

Neben der Hausordnung sollte gleich zu Beginn auch der Reinigungsplan für die Gemeinschaftsflächen konsequent befolgt werden. Zu internen Regelungen, wie das Reinigen der Treppe, das in Abwechselung mit dem Etagennachbarn stattfindet, sollte der jeweilige Nachbar persönlich aufgesucht werden.

Das äußere Erscheinungsbild

Auch das äußere Erscheinungsbild der Wohnung, zum Beispiel

  • Balkon
  • Fenster oder
  • Wohnungseingang,

kann Nachbarn einiges über den neuen Mieter verraten. Ein gepflegtes Allgemeinbild kann dabei genauso von Vorteil sein wie eine einladende, freundliche und lebendige Dekoration an Fenstern oder auf dem Balkon.

Nachbarschaftsstreit - Tipps zur Problemlösung

Ob Haus- oder Wohnungsnachbarn, Nachbarn im Miethaus oder in der Eigentumswohnung: Wir leben nicht allein auf der Welt. In den allermeisten Fällen jedoch verläuft das nebeneinander Wohnen mehr oder weniger friedlich.

Kompliziert wird es, wenn unterschiedliche Vorstellungen und Lebensphilosophien aufeinandertreffen. Der Anlass kann auf den ersten Blick durchaus gewöhnlich wirken.

Mögliche Streitpunkte

Von lautstarker Musik über nicht geputzte Treppenflure bis hin zu Bäumen, die über Nachbars Garten ins eigene Grundstück ragen - all diese Situationen haben bereits zu handfesten Streits geführt. Nicht selten kommt es zu einem Nachbarschaftsstreit, weil die Hausordnung nicht eingehalten wurde. Vor allem die Missachtung des Reinigungsplanes sowie Lärm- und Geruchsbelästigungen führen schnell zur Konfrontation in Mehrfamilienhäusern.

In Einfamilienhäusern dagegen gibt es oft Streit, wenn zum Beispiel Hunde oder Katzen mit einziehen und sich im Garten des Nachbarn aufhalten. Auch die Gestaltung des Gartens oder spielende Kinder auf der Straße stehen hier als Gründe für einen Nachbarschaftsstreit ganz weit oben.

Den Streit beheben

Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollte man sich eines bewusst machen: Der Nachbar möchte in aller Regel ebenso in Frieden leben wie man selbst.

Er ist ein Mensch mit eigenen, vielleicht völlig entgegengesetzten Bedürfnissen. Ein sachlicher, aber freundlicher Umgangston hat schon vielfach geholfen, Konflikte aus dem Weg zu räumen.

Freundlich, aber bestimmt

Doch, wenn es erst einmal zum Streit gekommen ist, dann helfen beschwichtigende Worte oft wenig. Jetzt ist es wichtig, sich gemeinsam an den Tisch zu setzen und Unstimmigkeiten vernünftig zu besprechen.

Signalisieren Sie dabei Offenheit, aber auch Selbstbewusstsein: Ihr Nachbar hat dasselbe Recht (aber kein größeres!), seine Interessen zu äußern wie Sie. Oftmals hilft bereits ein klärendes Gespräch, Streitigkeiten aus der Welt zu räumen.

Zeigen Sie sich dabei ruhig großzügig, auch wenn Ihnen nicht unbedingt danach ist: Eine Flasche Wein oder eine Schachtel Pralinen als Entschuldigung für eine (angekündigte!) Party beispielsweise kann Wunder bewirken.

Wichtig: Sollten die Beschwerden berechtigt sein, sollten Sie dem Nachbarn vermitteln, dass entsprechende Verhaltensweisen nicht wieder vorkommen. Umgekehrt sollten Sie bei etwaigen Problemen freundlich deutlich machen, dass Sie Lärm- oder Geruchsbelästigung, wochenlang ungeputzte Flure und andere Unstimmigkeiten nicht mehr länger hinnehmen möchten.

Ein unparteiischer Dritter

Sind die Fronten bereits zu sehr verhärtet, dann hilft oft nur der Gang zu einer neutralen Person. Ein Mediator beispielsweise kann helfen, dass Nachbarschaftsstreitigkeiten gar nicht erst vor Gericht landen müssen.

Bei Mietparteien sollte außerdem der Vermieter über etwaige Unstimmigkeiten informiert werden. Auch hier ist es wichtig, nicht das Gefühl vom "petzenden" Nachbarn aufkommen zu lassen, sondern alle Probleme konstruktiv zu regeln.

Rechtsradikale als Nachbarn unerwünscht

Im Freundeskreis sind Links- und Rechtsextreme nicht willkommen - Familien dagegen sehr

Familienfoto von glücklicher Familie, Vater, Mutter, Tochter, Sohn, lächelnd, bei Sonnenschein
Family © Karen - www.fotolia.de

Rechtsextremisten halten sich gern für die Stimme des Volkes. Da sollten sie aber einmal ihre Nachbarn fragen, die sehen das nämlich ganz anders.

Die wenigsten möchten Rechtsextreme als Nachbarn

In einer repräsentativen Umfrage der Apotheken Umschau (durchgeführt von GfK, Nürnberg, 1.953 persönliche Interviews mit Personen ab 14 Jahre) sagten 86,9 Prozent der Befragten, sie hätten Rechtsextremisten „nicht so gern als Nachbarn“. Sogar nur 0,8 Prozent gaben an, diese Menschen könnten zu ihrem Freundeskreis gehören.

Ablehnung von Linksextremen ist geringer

Linksextremisten möchten auch nur 1,3 Prozent als Freunde haben, in der Nachbarschaft aber sind sie mit 76,4 Prozent Ablehnung schon etwas besser gelitten. Fast so ungern gesehen wie Rechtsextremisten sind Drogenabhängige. 84,1 Prozent mögen sie nicht als Nachbarn, und nur 1,2 Prozent würden sie in ihren Freundeskreis aufnehmen.

Familien und Alleinerziehende sind im Freundeskreis erwünscht

Familien mit Kindern – auch Alleinerziehende – dagegen finden in Deutschland der Umfrage zufolge immer einen Platz zum Leben und unter Freunden: Nur 5,1 Prozent möchten keine Alleinerziehenden Tür an Tür wohnen haben und 4,7 Prozent schotten sich lieber von Familien mit Kindern ab. Mehr als jeder Zweite aber wünscht sie sich im Freundeskreis.

Ein Großteil der Deutschen ist mit der Nachbarschaft zufrieden

Die Bundesbürger sind offenbar äußerst angenehme Nachbarn. Das hat jetzt eine repräsentative Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.977 Personen ab 14 Jahren im Auftrag der Apotheken Umschau ergeben.

Ein Großteil der befragten Männer und Frauen gab bei der Umfrage an, sich mit den Menschen in ihrer direkten Wohnumgebung gut zu verstehen. Fast neun von Zehn (86,8 %) sagen: „Ja, ich habe angenehme, nette Nachbarn.“

Viele Bürger stellen im Internet Recherchen über Nachbarn an

Infos über den neuen Nachbarn - über die Hälfte ist der Meinung, deren Leben gehe sie nichts an

Rückansicht zwei Männer sind am Zaun hoch geklettert und schauen darüber
Two boys on the fence looking for smth © Zooropa - www.fotolia.de

Wer ist eigentlich dieser neue Nachbar? Und was für Hobbys hat er? Wo arbeitet er? Es gibt viele Menschen, die sich für solche Fragen brennend interessieren. Und um Antworten zu finden, nutzt jeder Siebte das Internet, wie eine aktuelle Umfrage jetzt ergab.

So sagten elf Prozent der Befragten aus: "Klar, ich will wissen, mit wem ich Tür an Tür wohne". Diese versuchen über die Suchmaschine "Google", etwas über deren Nachbarn heraus zu finden. Vier Prozent sind mit Facebook etc. mit ihnen befreundet.

Unterschiede im Alter

Die befragten Frauen und Männer wurden in die Altersgruppen 18 bis 29, 30- bis 39 und 40 bis 49 Jahre eingeteilt. In der ersten Gruppe sagten 23 Prozent aus, das Internet für Recherchen über die Nachbarschaft zu nutzen. In der zweiten Gruppe waren es 19 Prozent und unter den 40 bis 49-Jährigen nur noch zwölf Prozent.

Die meisten Bürger jedoch sind der Meinung, das Leben ihrer Nachbarn gehe sie nichts an (60 Prozent) und 26 Prozent sagten aus: "Nein, meine Nachbarn interessieren mich nicht".

Passend zum Thema

    Verstöße gegen die Hausordnung begehen etwa mehr als die Hälfte der Deutschen

    Gegen die bestehenden Hausordnungen haben mehr als die Hälfte der Deutschen schon einmal verstoßen, wie "Immowelt.de" bei einer Umfrage feststellte.

    So steht an erster Stelle, dass man den Hausputz vergessen hat, wie etwa 20 Prozent zugaben. An zweiter Stelle steht das Verhalten bei der Müllentsorgung, so gaben auch etwa 15 Prozent der Befragten zu, besonders die besser verdienenden, dass sie die Papiercontainer mit großen Kartons voll gepackt haben.

    Eine weitere Unsitte ist die Neugier, so dass manche auch heimlich in die Nachbarfenster hineinschauen. Eine sehr schlechte Eigenschaft ist aber, wenn man dem Nachbarn die Zeitung aus dem Briefkasten entwendet, was aber zum Glück nur sechs Prozent zugaben. Doch haben auch 44 Prozent noch nie gegen die Hausordnung verstoßen, was lobenswert ist.

    Die meisten Deutschen haben ein gutes Verhältnis zu ihren Nachbarn

    Die Szene kennen wohl viele: Es ist Sonntag, man möchte einen Kuchen backen, hat aber beim Einkauf am Vortag die Eier vergessen. Was nun? Zum Glück gibts da ja noch die Nachbarn, die einem sicher gerne ein oder zwei Eier borgen, vorausgesetzt das Verhältnis zu ihnen ist gut.

    Wie eine Umfrage der "Apotheken Umschau" unter 2.084 Personen zeigt, haben die meisten Deutschen ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu ihren Nachbarn. 73,9% gaben an hin und wieder Hilfeleistungen von den Nachbarn in Anspruch zu nehmen und das gleiche auch für sie zu tun.

    40,4% pflegen die Freundschaft zu ihren Nachbarn durch ihre regelmäßige Anwesenheit auf Nachbarschaftsfesten und 38,8% sind sogar häufig bei ihren Nachbarn zu Gast oder laden sie zu sich ein.

    Die Deutschen wollen nichts mit ihren Nachbarn zu tun haben

    Während in anderen Ländern die Nachbarn wie Freunde oder gar Familienmitglieder behandelt werden, halten sich die Deutschen lieber von ihren Nachbarn fern, wie eine Umfrage der "Apotheken Umschau" unter 2.084 Personen zeigt.

    Insgesamt 18,4% gaben an ihre eigenen Nachbarn kaum zu kennen und sie lediglich zu grüßen. 12,3% verrieten, dass sie ihren Nachbarn sogar gezielt aus dem Weg gehen, um den Kontakt mit ihnen möglichst zu meiden. Gerade die jüngeren Generationen scheinen nicht viel Wert auf nachbarschaftliche Beziehungen zu legen, denn in der Altersgruppe der 20 bis 29-Jährigen sagten ganze 31,2% sich kaum für ihre Nachbarn zu interessieren.

    Neigung zu Übergewicht und Diabetes hängt auch von der Nachbarschaft ab

    Eine US-Studie hat ergeben, dass Frauen in reicheren Vierteln einen niedrigeren BMI und niedrigere Zuckerwerte aufweisen

    Bauchpartie einer untergewichtigen, dünnen oder sehr schlanken Frau, die eine zu große Jeans trägt, Unterschied
    get fit © Principal - www.fotolia.de

    Die neueste Ausgabe des "New England Journal of Medicine" berichtet über ein Sozialexperiment, das zwischen 1994 und 1998 vom damaligen US-Ministerium für Wohnungsbau und Stadtentwicklung in Auftrag gegeben wurde. 4500 Frauen mit Kindern, die in armen Stadtvierteln (40 Prozent unter der Armutsgrenze) wohnten, nahmen dran teil. Eine Gruppe bekam Mietzuschüsse, die aber nur in reicheren Vierteln (10 Prozent unter der Armutsgrenze) eingelöst werden durften, die Kontrollgruppe bekam keinen Zuschuss.

    Nachbarschaft beeinflusst BMI und Blutzuckerwert

    Es zeigte sich, dass die Frauen in den besseren Stadtvierteln nach 15 Jahren einen deutlich geringeren Body-Mass-Index (BMI) aufwiesen als die Frauen aus der Kontrollgruppe. In den besseren Vierteln hatten nur 23 Prozent einen BMI über 35, in den schlechteren Vierteln waren es 36 Prozent.

    Auch der Blutzuckerwert ist offenbar von der Nachbarschaft beinflussbar. In den guten Vierteln hatten 16 Prozent der untersuchten Frauen einen HbA1c-Wert von über 6,5 Prozent, in den armen Vierteln waren es 20 Prozent. Damit ist erwiesen, dass die Neigung zu Übergewicht und Diabetes auch deutlich vom sozialen Umfeld abhängt.

    Strahlen eines Mobilfunkmastes sind keine Gesundheitsgefahr

    Bei einem Bau eines Mobilfunkmast wird die Anlage durch die Bundesnetzagentur überprüft, ob die Bundesimmissions­schutzverordnung (BlmSchV) eingehalten wird.

    Dabei geht es um mögliche gesundheitliche Schäden durch die Strahlen. Ein Betreiber dieses Funkmast, das Unternehmen Telefónica, hatte diese Genehmigung erhalten, doch eine Frau in Ostsachsen klagte vor Gericht, weil sie nach dem Bau und der Inbetriebnahme unter gesundheitlichen Problemen litt und nicht mehr arbeitsfähig war.

    Von dem Unternehmen forderte sie einmal einen Schadensersatz in Höhe von 10.000 Euro sowie die Verpflichtung der Unterlassung, also Stilllegung des Funkmast.

    Die zuständigen Richter am Oberlandesgericht in Dresden stellten sich jedoch auf die Seite des Unternehmens, weil die gemessen Werte weit unter den zugelassenen Grenzwerten lagen. Die Klägerin hätte so beweisen müssen, dass selbst geringe Werte gesundheitsschädlich sind, was sie aber nicht konnte.

    So muss sie also die elektromagnetischen Felder dulden und erhält dafür auch keinerlei Entschädigung.

    Nachbarschaftsstreit - Was ist erlaubt?

    Rückansicht zwei Männer sind am Zaun hoch geklettert und schauen darüber
    Two boys on the fence looking for smth © Zooropa - www.fotolia.de

    "Es kann der frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt" - die Wahrheit dieses Spruches zeigt sich immer wieder, wenn es um Nachbarstreitigkeiten geht. Über was regen sich Nachbarn auf? Was darf man als Nachbar und was nicht?

    Draußen im Garten feiern und grillen, was kann es schöneres geben? Alles wäre so perfekt, wenn nicht schon wieder der liebe Nachbar etwas zu meckern hätte, kaum dass man den Grill anschmeißt. Gerade in den Sommermonaten kommt es zwischen Nachbarn häufiger zu Streitereien, da jeder sich mehr im Freien aufhält. Da gibt es Ärger über die vom Nachbarn als unschön empfundenen Gartenzwerge, Gießwasser, das vom Balkon tropft, herabfallende Blüten oder Fahnen von Sportfans, die im Wind flattern.

    Viele Streitigkeiten gehen dann auch vor Gericht und müssen dort entschieden werden. Ob das dann im weiteren Verlauf zu einer harmonischen Nachbarschaft beiträgt, das ist zweifelhaft. Übrigens: Überhängende Früchte aus Nachbars Garten dürfen nicht gepflückt werden, Bäume über die Grenze hinaus müssen zurückgeschnitten werden, grillen ist ausdrücklich erlaubt. Aber das auch nur, wenn der Rauch nicht in Nachbars Wohnung zieht.

    Beim Feiern und Rasenmähen müssen die vorgeschriebenen Ruhezeiten eingehalten werden, dann kann sich auch der Nachbar nicht aufregen. Vielleicht wäre es gut, den Nachbarn einfach zum abendlichen Sommerfest in den Garten einzuladen? Denn wenn er mitfeiert, kann er sich schon nicht beschweren!

    Streit am Gartenzaun – Was sagen die Gerichte zu den häufigsten Reibereien?

    Das Grundstück endet am Zaun, die Rechte der Eigentümer nicht. Die häufigsten Streitthemen sind Lärm, Grillgerüche und überhängende Zweige. Aber auch spielende Kinder und Haustiere sorgen für Konflikte. Die Gerichte urteilen meist eindeutig.

    So hat die Spielfreude der lieben Kleinen Vorrang vor dem Ruhebedürfnis des Nachbarn. Lediglich während der Mittagszeit und ab 20 Uhr darf er um Mäßigung bitten. Das Gleiche gilt für Hunde: Wenn sie mittags und nachts kläffen, muss Herrchen sie ins Haus holen.

    Bekanntlich sind die Kirschen aus Nachbars Garten am süßesten. Aber auch wenn die Obstbäume verlockend über den Zaun ragen, darf man sie nicht pflücken. Erst wenn sie als Fallobst auf dem Boden gelandet sind, gehören sie dem jeweiligen Grundstückseigentümer.

    Und was ist mit überhängenden Zweigen? Ganz klar, der Nachbar muss sie stutzen. Tut er das trotz mehrfacher Aufforderung nicht, darf man selbst aktiv werden – oder einen Gärtner beauftragen. Die Rechnung geht an denjenigen, dem der Baum gehört.

    Kaum ein Grundstück ist groß genug, um richtig Fußball zu spielen. Fliegt der Ball nach nebenan, dürfen die Kinder ihn zurückholen. Falls der Nachbar das ausdrücklich verbietet, muss er das Spielzeug selbst wieder über den Zaun werfen.

    Lärmen, müffeln, müllen - die 5 nervigsten Nachbar-Typen

    Was tun, wenn man mit Kontrollfreak, Kettenraucher oder Hobby-DJ Tür an Tür lebt

    Rothaarige Frau mit geschlossenen Augen hält sich mit den Zeigefingern die Ohren zu
    Frau hält sich Ohren zu © style-photographs - www.fotolia.de

    Wer eine schöne und bezahlbare Wohnung hat, kann sich glücklich schätzen. Wenn da nicht die Nachbarn wären! Die meisten Deutschen wünschen sich ein friedliches Zusammenleben und verhalten sich entsprechend. In fast jeder Hausgemeinschaft gibt es aber nervige Typen, die

    • lärmen,
    • stänkern oder
    • müllen.

    Alles muss man sich nicht gefallen lassen.

    Der Kontrollfreak

    Er achtet darauf, ob der Müll richtig sortiert und das Treppenhaus gründlich geputzt ist. Wenn die Nachbarn seine Regeln nicht befolgen, mahnt er mit einem schriftlichen Aushang im Flur.

    Da der Kontrollfreak bevorzugt im Erdgeschoss wohnt, entgeht ihm auch nicht, wer nachts erst spät nach Hause kommt – und ob die Tür ordnungsgemäß verschlossen wird. Seine größten Gegner: der Breitmacher, der seine Schuhe, Fahrräder und Sportgeräte mit Vorliebe im Treppenhaus abstellt.

    Das Drama-Paar

    In schlechten Zeiten nervt das Dramapärchen seine Nachbarn mit lautstarken Streitereien. Es können auch mal Teller oder Gläser gegen die Wand knallen. Wenn es grade gut läuft, unterhalten die Liebenden die Hausgemeinschaft mit Stöhnen und Juchzen.

    Statt Geschirr rumst das Bett rhythmisch gegen die Wand. Gegen beide Arten der Ruhestörung können Nachbarn sich aber wehren. In mehreren Gerichtsurteilen sind Paare zu akustischer Zurückhaltung verpflichtet worden.

    Familie mit Schreikind

    Schreien und Poltern der anderen Art erleben Nachbarn bei Familien mit Kleinkindern. Ob

    als Nachbar hat man da einfach Pech. Erst wenn die Kinder älter werden, müssen Eltern sie zur Mäßigung anhalten.

    Die Partytiere

    Eine Feier zum Geburtstag ist Partytieren nicht genug. Sie betätigen sich auch wochentags als DJ und lassen die Bässe hämmern. Mindestens einmal im Monat geht es die ganze Nacht hoch her:

    • laute Gespräche,
    • Getrampel im Treppenhaus,
    • knallende Türen,
    • Johlen auf dem Balkon.

    Eine Rechtsgrundlage für diese Lärmbelästigung gibt es allerdings nicht: Die Wohnung ist keine Disco und während der Ruhezeiten darf nur ausnahmsweise und mit Ankündigung gefeiert werden.

    Der Raucher

    Das liebste Raucherzimmer der Deutschen ist der Balkon. Sehr zum Leidwesen der Nachbarn darf dort sommers wie winters gequalmt werden. An bestimmte Zeiten oder eine bestimmte Anzahl Glimmstängel pro Tag müssen Raucher sich nicht halten. Sie sind aber verpflichtet, auf ihre Nachbarn Rücksicht zu nehmen.

    Bäume und Sträucher an der Grundstücksgrenze: Worauf Hausbesitzer achten müssen

    Diese Dinge sollten Hausbesitzer wissen, wenn sie sich von Pflanzen des Nachbarn gestört fühlen

    Mann schneidet Hecke mit Gartenschere
    prune man © Javier Pazo - www.fotolia.de

    Nicht selten streiten Nachbarn über die Höhe von

    vor allem, wenn diese an den Grundstücksgrenzen wachsen. Bei solchen Kontroversen, die manchmal auch vor Gericht landen, kommen die Vorschriften der Nachbar­rechtsgesetze der Bundesländer über den Grenzabstand von Anpflanzungen zur Anwendung.

    Eine Beeinträchtigung liegt nur vor, wenn die Abstandsvorschriften nicht befolgt werden

    Zwar gibt es in den Bundesländern Regelungen über den Abstand und die Höhe von Anpflanzungen in Grenznähe, doch auch hier gibt es Verjährungsfristen. Wer rund fünf Jahre mit einem ausladenden Strauch nebenan gelebt hat, kann nicht plötzlich dessen Beseitigung fordern.

    Es besteht zudem kein Recht, einen möglichen Entzug von Luft und Licht durch große Bäume zu beseitigen. Eine Beeinträchtigung, entschied jetzt der Bundesgerichtshof, liege nur dann vor, wenn die in den Landesnachbargesetzen enthaltenen Abstandsvorschriften nicht befolgt würden (Az.: V ZR 229/14).

    Wer fürchtet, dass ein neu gepflanzter Baum später einmal die Wohnqualität beeinträchtigen könnte, sollte einen Experten konsultieren. Ansprüche sollten so früh wie möglich angemeldet werden.

    Hauskäufer können meist nichts ändern

    Wer ein Haus kauft und sich durch Gewächse auf dem Grundstück des Nachbarn gestört fühlen sollte, hat meist Pech, da der Vorbesitzer dies hätte beanstanden müssen. Gewöhnlich stellen Baumschutzsatzungen der Gemeinden auch den Baumbestand auf Privatgrundstücken unter Schutz. Soll ein Baum verschwinden, muss eine behördliche Erlaubnis eingeholt werden.

    Über Grenzen hinaus wucherndes Grün

    Wuchert das Grün über das erlaubte Maß hinaus, muss der Nach­bar die Möglichkeit erhalten, Abhilfe zu schaffen. Dazu wird ihm eine angemessene Frist gestellt.

    Hält er sich nicht daran, kann und muss der Eigentümer gerichtliche Schritte einleiten. Selbst zur Schere zu greifen, kann Schadenersatzansprüche nach sich ziehen.

    Gemeindegrundstücke

    Bei Bäumen, die auf Grundstücken der Gemeinde stehen, regelt § 1004 BGB das Vorgehen. Der Eigentümer kann die Beseitigung der Beeinträchtigung verlangen. Er muss bestimmte Umstände jedoch akzeptieren, wenn die Benutzung des Grundstücks nur unwesentlich beeinträchtigt wird.

    Streit mit dem Nachbarn: richtig reagieren

    Diese Tipps helfen Ihnen im Umgang mit Nachbarschaftsstreitereien oder dabei, diesen vorzubeugen

    Weißer Lattenzaun unter blauem Himmel
    picket fence © zimmytws - www.fotolia.de

    Egal ob in der Mietwohnung, oder im eigenen Haus mit Grundstück: Wo Menschen auf vergleichsweise engem Raum zusammenleben, entsteht schnell Konfliktpotenzial:

    Damit der Nachbarschaftsstreit nicht eskaliert, ist besonnenes Handeln gefragt.

    Der Mediator als Vermittler

    Am einfachsten löst man Konflikte, wenn der allgemeine Umgangston freundlich ist. Wer Nachbarn regelmäßig grüßt und gelegentlich Small Talk betreibt, der hat es deutlich leichter, ein aktuelles Problem anzusprechen. Bei schwierigen Themen sollte man

    1. die Stimme nicht erheben und
    2. keine Worte benutzen, die den anderen beleidigen.

    Am besten bleibt man bei den Fakten, wie zum Beispiel: Ihr Fernseher ist nachts sehr laut. Ich kann dabei nicht schlafen. Bitte stellen Sie ihn künftig leiser. Wer sich etwas näher steht, kann den Nachbarn auch in die eigene Wohnung einladen, während dieser den Fernseher laufen hat, damit man hört, wie die Lärmbelästigung tatsächlich ist.

    Sind Fronten bereits verhärtet, kann man auch einen Mediator ansprechen. Dies sind Trainer und Trainerinnen, die zu einem schlichtenden Gespräch einladen. Als Gesprächsleiter fungiert der Mediator als Vermittler und hilft, sich in die Lage des anderen hineinzuversetzen.

    Der Gang zum Vermieter

    Für Mieter ebenfalls möglich ist der Gang zum Vermieter und das direkte Ansprechen des Problems. Nun kann der Vermieter mit dem Verursacher des Lärms oder Schmutzes reden und so eventuell ein Einlenken erzielen.

    Vor der Autorität des Vermieters haben meist auch Problemnachbarn Respekt. Immerhin ist rein rechtlich eine Kündigung möglich, wenn den Anweisungen des Vermieters nicht entsprochen wird.

    Letzter Ausweg: Anwalt

    Immer der letzte Ausweg ist der Gang zum Anwalt. Hier droht im schlimmsten Fall ein Gerichtsverfahren, das viel Zeit und Nerven frisst. Außerdem bleibt die Frage der Kosten, die man gegebenenfalls tragen muss.

    Grundinformationen zur Nachbarschaft

    • Nachbarschaft - Nachbarschaftsrecht, Qualitätsmerkmale und mögliche Probleme

    War der Artikel hilfreich?

    Fehler im Text gefunden?

    Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

    Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

    Quellenangaben

    • Bildnachweis: picket fence © zimmytws - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: suonare © spinetta - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

    Weitere Artikel zum Thema