Rund um die Kücheneinrichtung - Kreative Tipps und unterschiedliche Stile

Richten Sie gerade Ihre Küche neu ein? Oder richten Sie sogar vielleicht gerade Ihre allererste Küche ein? Dann möchten Sie sicher wissen, was Sie auf jeden Fall einplanen und beachten sollten. Bei der Kücheneinrichtung gibt es Vieles, woran gedacht werden sollte; außerdem stehen unterschiedliche Stile zur Auswahl. Rund um die Küchenplanung - Holen Sie sich Tipps zur stilvollen Einrichtung der Küche.

Die Küche stilvoll einrichten und Fehler vermeiden

Generelles zur Kücheneinrichtung

Die Küche ist ein Arbeitsraum, und deshalb muss sie möglichst funktional ausgestattet sein. Dies widerspricht in keinster Weise dem Anspruch nach gutem Aussehen oder Gemütlichkeit, sollte aber bei der Planung an oberster Stelle stehen.

Die Voraussetzungen beachten

Ob eine Küchenzeile, eine L-Küche oder eine Kücheninsel eingerichtet werden kann, hängt nicht zuletzt auch von den baulichen Voraussetzungen ab, ebenso wie die Frage, ob ein Essplatz oder ein Tresen Teil der Küche wird. Oft geben der Schnitt des Raumes und die vorhandenen Anschlüsse für Wasser, Gas, Strom und Starkstrom bereits wesentliche Gestaltungsmerkmale vor.

Etwas mehr Freiheiten hat man meist bei der Gestaltung, auch wenn eine Landhausküche in einem innerstädtischen Loft vielleicht nicht die am nächsten liegende Lösung darstellt. Materialien, Farben und Fronten lassen viele Möglichkeiten der individuellen Gestaltung zu, sodass die Küche auch dann noch ein Ausdruck der Persönlichkeit und der Kreativität ihres Benutzers werden kann, wenn vieles der Funktionalität untergeordnet werden muss.

Bekannte Küchenformen

Zu den typischen Formen einer Küche gehören:

  • die einzeilige Form: wenig Stauraum, perfekt für schmale, lange Räume
  • die zweizeilige Form: etwas mehr Stauraum und Arbeitsfläche, von Nachteil ist der oft unterbrochene Arbeitsablauf
  • L-Form: gewährt flüssigen Arbeitsablauf, man benötigt jedoch Eckschränke mit drehbaren Rondellen
  • U-Form: ideale Raumausnutzung, gewährt flüssigen Arbeitsablauf, benötigt viel Raum
  • offene Küche: besteht aus den unterschiedlichen Küchenformen, kommunikationsfördernd, großzügigeres Wohngefühl, von Nachteil: Gerüche gelangen in den Wohnraum

Ausreichend Arbeitsfläche

Achten Sie zum Beispiel darauf, dass Ihnen in der Küche genügend Arbeitsfläche bleibt. Denken Sie daran, dass ein Großteil der Arbeitsfläche in den meisten Küchen von Kaffeemaschine, Toaster, Brotbackautomat oder Mikrowelle verstellt ist.

Es sollte dennoch genügend Freifläche zum Arbeiten bleiben. Verzichten Sie deshalb vielleicht an der einen oder anderen Stelle an einen deckenhohen Schrank und planen Sie lieber eine Lösung mit Hängeschrank ein.

Anordnung

Auch wer mit Liebe und Hingabe kocht, wird es zu schätzen wissen, wenn die Arbeit störungsfrei ablaufen kann und alles Nötige rasch bei der Hand ist. Im Idealfall bilden deswegen Herd, Kühlschrank und Spüle ein Dreieck mit möglichst kurzen Wegen dazwischen.

Um den Herd herum sollte ausreichend Arbeits- und Abstellfläche eingeplant werden. Sind Kühlschrank, Backofen und Geschirrspüler nicht in die Unterschränke integriert, sondern auf halber Höhe angesiedelt, wird das Bücken unnötig und die Reinigung einfacher.

Um Rückenschmerzen zu vermeiden, ist außerdem die richtige Höhe der Arbeitsplatte wichtig: Wer im Stehen den Unterarm anwinkelt, sollte darunter noch etwa 15 Zentimeter Platz bis zur Platte haben. Der Herd darf gern ein wenig tiefer liegen.

Passende Beleuchtung

Sehr wichtig in der Küche ist auch eine ausreichende und helle Beleuchtung. Diese muss direkt über der Arbeitsfläche angebracht sein.

Direktes und blendfreies Licht kommt beispielsweise aus Leuchten direkt über dem Herd, oft ist auch in die Dunstabzugshaube bereits eine Beleuchtung integriert. Über der Arbeitsplatte sorgen Lichtleisten oder Spots, die unterhalb der Oberschränke angebracht werden können, für die nötige Helligkeit.

Mit einer simplen Deckenleuchte ist es in der Küche meist nicht getan, denn die Anforderungen an die Beleuchtung sind in diesem Raum höchst unterschiedlich, je nachdem, wo man sich gerade befindet. Ein Lichtkonzept ist also unerlässlich.

Geht die Beleuchtung von der Zimmermitte aus, so wirft die arbeitende Person selbst Schatten auf die Arbeitsfläche. Gerade wenn Sie mit scharfen Messern arbeiten, sollten Sie aber doch einen guten Überblick über die Schneidfläche haben.

Wenn Sie Ihre Küche auch als Wohnküche nutzen möchten, dann empfehlen sich unterschiedliche Lichtquellen oder eine Beleuchtung mit Dimmer. So können Sie beim Arbeiten ein helles, starkes Licht einschalten, beim Essen und Sitzen am Tisch dagegen wieder ein gemütliches. Letzteres sollte etwa 55 bis 60 Zentimeter über dem Tisch hängen, aber auch Wandleuchten machen sich sehr gut.

Das richtige Licht in der Küche ist wichtig für effektives Arbeiten
Das richtige Licht in der Küche ist wichtig für effektives Arbeiten

Schaffen Sie Platz

Eine gute Küche zeichnet sich durch viel Stauraum aus. Nutzen Sie bei der Planung jeden verfügbaren Raum, denn Küchengeräte sind nicht nur groß, sondern häufig auch sperrig. Achten Sie darauf, auch ausreichend Platz für

zu schaffen. Alle diese Dinge sollten griffbereit bei der Hand sein, damit der Zugriff nicht mit lästigen Umwegen verbunden ist. Ebenso verhält es sich mit Schubladen für Kochutensilien und Hilfsgeräte; diese müssen einfach zugänglich untergebracht werden.

Im Bereich der Unterschränke sind Schubladen und Auszüge sinnvoll, denn so man kann von oben her den Inhalt überblicken und Zugriff nehmen, während ein Schrank zunächst einmal halb ausgeräumt werden müsste, um seinen gesamten Inhalt zu erreichen. Teller- und Tassenhalterungen erleichtern das Sortieren und Einräumen.

Planen Sie auch den Raum unter der Spüle gut. Hier sitzt in der Regel der Mülleimer.

Überlegen Sie vorher gut, ob Sie einen großen oder einen kleinen Mülleimer bevorzugen und ob Sie eine Möglichkeit zur Mülltrennung wünschen. Hier hängt es ganz von Ihren persönlichen Vorlieben ab, wofür Sie sich entscheiden.

In Schränken wird oft viel Raum in der Höhe verschenkt. Hier kann ein zusätzlicher Einlegeboden Abhilfe schaffen. Sollen auch der Staubsauger oder das Bügelbrett im Küchenschrank Platz finden, können entsprechende Halterungen gleich mit eingeplant werden. Offene Regalelemente lockern das Gesamtbild auf und ermöglichen einen raschen Zugriff.

Ideale Farben für die Küche

Nicht nur die Auswahl und die Anordnung der Geräte, Schränke und Funktionsteile sind wichtig, sondern auch die Farbwahl bestimmt, welches Ambiente Sie in Ihrer neuen Küche schaffen. Worauf Sie achten können, und welche Überlegungen in Ihre Entscheidung einfließen, lesen Sie hier.

In Ihrer Küche werden Sie viel Zeit verbringen. Kochen sollte nicht als Arbeit, sondern als Vergnügen empfunden werden.

Und je wohler Sie sich in Ihrer Küche fühlen, desto lieber werden Sie sich darin aufhalten. Achten Sie deshalb darauf, dass die Küche zu Ihren sonstigen Einrichtungsgewohnheiten passt. Wichtig dabei ist nicht nur der Stil der Einrichtung, sondern auch die Farbe der Küche.

Farbwahl

Mögen Sie es gern klar und nüchtern? Dann wird Weiß in Ihrer Küche dominieren. Vielen Menschen ist Weiß jedoch zu kalt und zu unpersönlich, sie empfinden es als steril.

Wenn Ihnen schon allein die Vorstellung von Weiß nicht zusagt, dann sollten Sie davon auch ganz schnell Abstand nehmen. Ideal für eine Küche sind helle Farben. Im Unterschied zu dunklen Tönen reflektieren sie das Licht besser, so dass die Atmosphäre in der Küche eher hell und freundlich wirkt.

Beachten Sie, dass Ihre Küchenmöbel meist deckenhoch eingebaut werden, und der Grundriss dadurch wesentlich an Fläche verliert. Die Fronten Ihrer Küche werden aufragen wie Wände, deshalb sollten sie freundliche, zurückhaltende Farben haben.

Materialien

Viele Menschen bevorzugen den natürlichen Werkstoff Holz in der Küche und wählen Fronten aus Holz oder mit Holzfurnier. Dies kann sehr wohnlich sein, wirkt aber leichter, je heller das Holz ist.

Eine Küche aus Eichenholz kann schnell erdrückend wirken. Wenn Sie sich dagegen für farbige Fronten aus dem Kunststoff-Segment entscheiden, dann sollten Sie darauf achten, die Farbwahl einheitlich zu gestalten.

Sehr schön und sehr wohnlich sind pastellfarbene Fronten. Diese kombinieren Sie am stilsichersten mit einfarbigen neutralen Arbeitsplatten.

Arbeitsplatten gibt es entweder aus PVC oder aus Stein, meistens Marmor oder Granit. Granitplatten sind meist in Grautönen gesprenkelt. Sie sind besonders leicht sauber zu halten und nahezu unverwüstlich. Einfarbige PVC-Arbeitsplatten erfüllen ihren Zweck aber genauso gut und sind wesentlich günstiger in der Anschaffung.

Zuletzt sollten Sie auch dem Küchenboden Ihre Beachtung schenken. Er sollte farblich zur Einrichtung passen und nicht zu hell sein.

Beliebte Stile

Sind die technischen Voraussetzungen geklärt und der grundsätzliche Aufbau der Küche geplant, geht es um deren Erscheinungsbild. Selbstverständlich darf man sich dabei von Trends inspirieren lassen, wichtiger ist jedoch das eigene Empfinden.

Immerhin wird die Küche zehn, 15 oder auch 20 Jahre stehen bleiben und dabei täglich benutzt werden. Wer also schon immer von einer Landhausküche geträumt hat, sollte sie sich auch einrichten - selbst wenn der Trend zu Hochglanz-Oberflächen gehen sollte. Wirklich schön ist eine Küche nämlich nur dann, wenn sie auch zu ihrem Benutzer und Bewohner passt, ganz egal, ob es nun eher der Retro-Look oder doch eher eine futuristische Designerküche wird.

Die Retro-Küche

Kaum jemand wird sich die Küchentechnik der 50er, 60er oder 70er Jahre zurückwünschen, in Sachen Design jedoch war diese Epoche bemerkenswert ambitioniert und kreativ, sodass sie auch heute noch zahlreiche Anhänger und Liebhaber hat. Bei der Einrichtung einer Retro-Küche wird es somit vor allem darum gehen, die Stilelemente und das Ambiente von einst mit der Technik von heute zu verbinden und den Retro-Stil zeitgemäß umzusetzen.

Komplette Retro-Küche oder einzelne Retro-Elemente?

Selbstverständlich kann die gesamte Küche im Retro-Stil gestaltet werden. In diesem Fall können für die Küchenfronten dunkle Hölzer beziehungsweise Holzdekore gewählt werden, die gern auch eine glänzende Oberfläche haben dürfen.

Authentisch wirkt vor allem das in den 1960er Jahren ausgesprochen beliebte Teakholz. Eine zweite Möglichkeit sind Kunststoff-Fronten in Vanillegelb oder zartem Blaugrau, die an die 50er Jahre erinnern. Auch Orange oder Olivgrün sind eine gute Wahl, denn beide Farben waren in den 1970er Jahren ausgesprochen populär.

Für alle, die nicht gleich die ganze Küchenzeile im Retro-Look gestalten möchten, besteht die Möglichkeit, die Küchenmöbel möglichst neutral zu halten und ergänzend mit einzelnen Retro-Elementen zu arbeiten. Das kann beispielsweise ein üppig dimensionierter Solitär-Kühlschrank im Retro-Design sein, wie er heute in fast jeder Farbe zu haben ist. Auch einzelne

sind eine gute Möglichkeit, den Retro-Look dosiert einzusetzen.

Grafische Muster

Zu den auffälligsten Stilelementen der 1950er bis 1970er Jahre gehören die bunten, mit großen grafischen oder geometrischen Mustern bedruckten Tapeten. In einer Retro-Küche sollte dieses Stilelement also nicht fehlen.

Dem heutigen Geschmack angepasst sollte es jedoch nicht mehr der gesamte Raum sein, der mit einer solchen Tapete geschmückt wird, sondern nur noch eine einzelne Akzent-Wand. Eine andere Möglichkeit, die charakteristischen Muster ins Spiel zu bringen, sind die Vorhänge.

Hübsche Einzelstücke im Retro-Design

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden einige neue Werkstoffe entdeckt, das Plastik trat seinen Siegeszug an und inspirierte die Designer. So entstand beispielsweise auch der berühmte, aus einem einzigen Stück Kunststoff gefertigte Panton-Chair mit seinen geschwungenen Linien und der konkaven Fußpartie, der sich auch heute noch sehr gut in einer Retro-Küche macht.

Ganz grundsätzlich gilt bei der Einrichtung einer Retro-Küche: Keine Angst vor Plastik.

Küchengeräte im Retro-Stil zaubern auch in moderne Küchen einen Hauch von Nostalgie. Ein seit Jahrzehnten vor allem in amerikanischen Küchen präsenter Design-Klassiker ist beispielsweise die Küchenmaschine im nostalgischen Look, aber auch Toaster oder Mixer gibt es mit dem Charme vergangener Zeiten.

Kochgeschirr wie Schüssel, Topf oder Pfanne darf in einer Retro-Küche gern bunt und aus Emaille sein, denn das altbekannte Material bewährt sich durchaus auch in modernen Haushalten. Den letzten Schliff erhält die Retro-Küche mit auf die Fliesen geklebten Blumen.

Die gemütliche Familienküche

Für Familien ist die Küche oftmals der Lebensmittelpunkt. Am Esstisch kommen alle zusammen, und zwar auch zum Spielen oder Basteln. Die optimale Familienküche ist deshalb nicht nur robust und strapazierfähig, sondern vor allem auch gemütlich und einladend.

Für Familien ist eine Wohnküche meist besser geeignet als ein separates Esszimmer: Während Mama und Papa Gemüse schneiden, können sie so ein Auge auf den Nachwuchs haben, wenn der am Esstisch die Hausaufgaben macht, malt, bastelt oder Mensch-ärgere-dich-nicht spielt.

Die Familienküche als gemütlicher Wohnraum
Die Familienküche als gemütlicher Wohnraum

Materialien und Farben für die Familienküche

Wenn Kinder im Haus sind, werden Küchenoberflächen auch manchmal als Rennstrecke für das Feuerwehrauto benutzt oder mit Bauklötzen beworfen. Wurde für die Küchenmöbel gewachstes oder geöltes Massivholz ausgewählt, können die dabei entstehenden Dellen und Kratzer jedoch relativ leicht wieder ausgeglichen werden, denn das robuste und pflegeleichte Material verzeiht auch eine etwas unsanftere Behandlung.

Eine offenporige Oberfläche wirkt zudem antibakteriell, was gerade in der Küche ein großer Vorteil ist. Da Holz meist einen warmen Grundton hat, bietet es sich an, diesen in der weiteren Farbgestaltung zu unterstreichen. Geeignet ist dazu insbesondere die Farbpalette von Gelb bis Rot; sehr schön sind auch Terrakotta- oder Beige-Töne.

Es empfiehlt sich allerdings, anstelle von sehr knalligen eher helle und zurückhaltende Töne zu wählen, denn wo Kinder sind, herrscht meist ohnehin kunterbuntes Durcheinander. Eine etwas gedecktere Farbe an den Wänden und Küchenfronten schafft da die nötige optische Ruhe.

Im Mittelpunkt des Geschehens: Der Esstisch

Für den Kindergeburtstag oder Familienfeiern haben sich ausziehbare Tische bewährt. Damit auch jeder einen Platz an der Tafel findet, sollten außerdem einige Klapp- oder Stapelstühle vorhanden sein, die im Alltag, wenn sie nicht gebraucht werden, platzsparend gelagert werden können.

Eine andere Möglichkeit ist eine (Eck-) Bank. Unter der Sitzfläche können beispielsweise die Brettspiele gelagert werden, und wenn mal mehr Gäste kommen, rückt man einfach ein wenig zusammen.

Da am Esstisch immer die Gefahr besteht, dass gekleckert wird, sollte sowohl die Tischdecke als auch der Boden darunter leicht abzuwischen sein. Im Notfall tut eine Bodenschutzmatte gute Dienste, um empfindliche Fußböden zu schützen.

Sicherheit für Kinder

Bei der Küchenplanung und Einrichtung sollten auch ein paar Sicherheitsaspekte mit bedacht werden. So ist es zwar schön, wenn kleine Kinder auf einen Hocker klettern können, um zu sehen, was Mama und Papa dort oben auf der Arbeitsfläche schneiden. Dennoch sollte der Hocker rutschfest und die Messer außerhalb der Reichweite von Kinderhänden untergebracht sein.

Eine sinnvolle Sicherheitsmaßnahme ist außerdem eine Einschaltsperre für Herd und Backofen, letzterer sollte zudem mit einer hitzeisolierenden Front ausgestattet sein. Auch Mischbatterien verfügen bisweilen über die Möglichkeit, die Wassertemperatur zu begrenzen. Sämtliche Schränke, in denen Gefährliches untergebracht ist, sollten mit einer Sperre versehen sein.

Dekoration und Details

Für einen guten Teil der Dekoration werden die Kinder der Familie sorgen, denn kleine Basteleien oder Bilder sollen natürlich gebührend gewürdigt werden und kommen an die Pinnwand, aufs Fensterbrett oder werden mittels Magneten an den Kühlschrank geheftet.

Dekorativ, aber vor allem sinnvoll ist ein kleiner Kräutergarten auf dem Fensterbrett. Hier können Kinder beobachten, wie

gedeihen; gleichzeitig sind immer frische Kräuter im Haus.

Eine bestimmte Ecke sollte der saisonalen Dekoration vorbehalten sein, denn gerade für Kinder sind Ereignisse wie Weihnachten, Ostern oder Halloween wichtige Wegmarken im Lauf eines Jahres. Je nach Jahreszeit finden sich hier ein Adventskranz, ein ausgehöhlter Kürbis oder ein Osterhase.

Die futuristische Designerküche

Natürlich gibt es auch verspielte Designerküchen aus Holz, in der Regel jedoch verlangt ein modernes Küchendesign nach Reduktion. Dass das Ergebnis zwar sehr elegant, aber oft auch ein wenig kühl und funktionalistisch wirkt, ist dabei voll und ganz beabsichtigt.

Der Stil der Küche sollte zum Rest der Innenausstattung passen
Der Stil der Küche sollte zum Rest der Innenausstattung passen

Die Form der Küche

Auffällig oft werden Designküchen nicht als klassische Küchenzeile gestaltet, sehr verbreitet ist hingegen eine Lösung mit einer Kücheninsel, die sowohl Herd als auch Spültisch beherbergt. Dazu kommt ein vom Boden bis zur Decke durchgängiger Küchenschrank.

Dabei spielen neben den praktischen auch ästhetische Aspekte eine Rolle, denn kaum eine Designerküche verträgt es, wenn allzu viel offen herumliegt und so die Sprache von Form und Farbe stört. Küchengeräte und Vorräte sollten also nach Möglichkeit hinter den Fronten verschwinden - es sei denn, es handelt sich auch bei diesen um Designerstücke.

Farben, Formen, Materialien

Hinsichtlich der Farbe gibt: Weniger ist mehr. Und so finden sich in Designerküchen sehr oft weiße Möbel. Eine Alternative ist elegantes Anthrazit.

Schwarz passt natürlich auch ins Farbkonzept, wirkt großflächig verwendet jedoch häufig etwas trist. Eine glänzende Oberfläche ist inzwischen kein Muss mehr und nur dann empfehlenswert, wenn das Spiel mit Reflexion mit zum Design-Konzept gehört.

Die Formen moderner Designerküchen sind klar; Verspieltheit und Schnörkel sind fehl am Platz. Oft ist neben der Farbe auch die Formensprache sehr reduziert und ganz auf Funktionalität ausgerichtet.

Eine große Rolle spielt hingegen oft die Beleuchtung, die nicht nur für Helligkeit sorgen, sondern auch Akzente setzen soll. Es muss übrigens keineswegs immer Chrom sein: Auch

  • Stahl
  • (satiniertes) Glas
  • Cristalite oder
  • Aluminium

passen sehr gut in eine Designerküche.

Details im Blick

Anders als eine Familienküche, deren Charme sich erst durch das charakteristische Sammelsurium von nicht zusammenpassendem Kram und Krimskrams entfaltet, erfordert eine Designerküche auch in den Details höchste Aufmerksamkeit. Das beginnt bei den oft unsichtbaren Öffnungs- und Verschlussmechanismen für Schubladen und Schranktüren und hört bei ausgefallenen Armaturen noch lange nicht auf.

In Sachen Dekoration sollte man sich ein wenig Zurückhaltung auferlegen: Ein kitschiges Bild an der Wand kann die Wirkung einer Designerküche komplett zerstören. Eine Skulptur hingegen kann in diesem Umfeld durchaus ihren Reiz entfalten.

Wer Kontraste mag, holt sich als Blickfang einige schöne Blüten ins Haus und präsentiert diese in einer eleganten Vase.

Die Landhausküche

Die Landhausküche verbreitet pure Nostalgie, lässt an lange Sommer auf dem Bauernhof und frisch gebackenen Kuchen denken. Kein Wunder also, dass dieser heimelige Einrichtungsstil auch unter Stadtbewohnern viele Anhänger hat.

Farben und Materialien

In einer Landhausküche machen sich alle natürlichen Materialien sehr gut, neben Holz also auch

  • Stein
  • Ton
  • Schiefer oder
  • Weide.

Textilien sollten am besten aus Baumwolle oder Leinen bestehen. Hinsichtlich der Farbe dominieren in der Landhausküche entweder Natur- und Erdtöne im Bereich von

  • Creme
  • Sand
  • Grau oder
  • Braun,

oder man entscheidet sich für den Romantik-Look mit

  • Weiß
  • Rosa
  • Hellblau und eventuell
  • zartem Grün.

Möbel für die Landhausküche

Das auffälligste Design-Element einer Landhausküche sind sicher die Kassetten- oder Rahmenfronten, die gern auch noch mit geschwungenen Stich- oder Stilbögen verziert sein dürfen. Auch eine Kranzleiste am oberen Abschluss der Fronten ist charakteristisch.

An den Ecken finden sich häufig schmückende Pilaster oder Säulen; Stuhl- und Tischbeine sind aufwändig gedrechselt. Beschläge und Scharniere aus Schmiedeeisen komplettieren den Look.

Sehr gut macht sich in der Landhausküche eine Anrichte mit Glasfronten und Antik-Finish. Auch offene Regale gehören in eine Landhausküche, sie können aber gern um einige Auszüge, etwa in Form von Weidekörben, ergänzt werden. In einem Tellerregal lassen sich nostalgische Lieblingsstücke stilecht präsentieren.

In einer Landhausküche sollte moderne Technik, etwa ein Geschirrspüler, möglichst hinter den Fronten unsichtbar gemacht werden. Herd und Backofen sollten zumindest nicht allzu futuristisch aussehen, was natürlich keineswegs den Verzicht auf moderne Küchentechnik bedeutet.

Dekoration und Details

Die Landhausküche darf gern ein wenig verspielt wirken.

  • Eine Tischdecke mit Spitzen
  • Geschirr mit floralem Dekor oder
  • ein zierliches Windlicht

passen sehr gut zu diesem Stil. Nicht nur dekorativ, sondern auch von praktischem Wert sind beispielsweise ein geflochtener Zopf mit Knoblauch oder dekorative, bunt gefüllte Einmachgläser mit allerlei Köstlichkeiten darin.

Einrichtungsfehler vermeiden

So groß wie die Vielfalt der Einrichtungsmöglichkeiten einer Küche, so zahlreich auch die Fehler, die man dabei machen kann. Es gibt einige typische Fallen, die bei der Küchengestaltung lauern, und die es zu vermeiden gilt.

Zu diesen zählt beispielsweise eine überladene Arbeitsplatte, die aufgrund von scheinbar unzähligen Küchengeräten kaum Platz für ihre eigentliche Funktion übrig lässt. Um diesen Fehler zu vermeiden, sollte man sich fragen, welche Geräte man tatsächlich täglich benötigt - alles andere gilt es, in Schränken und Schubladen zu verstauen.

Eine zu knallige, außergewöhnliche Farbgestaltung wird ebenso zu Problemen führen. Was man häufig nicht bedenkt, ist die Tatsache, dass man oft für sehr viele Jahre bei dieser Küche bleibt; was einem aktuell gefällt, ändert sich möglicherweise in ein paar Monaten wieder, besonders, wenn es sich um sehr kräftige Farbtöne handelt. Bei der Wahl der Küchenfronten sollte somit eher auf zurückhaltende Farben gesetzt werden.

Es sollte unbedingt die offene Küche sein. Und jetzt stört man sich an den lauten Geräuschen der Spülmaschine, während man doch in Ruhe fernsehen möchte. Ist es einem wichtig, dass bestimmte Geräte durchweg eingeschaltet werden könnten, wenn nötig, sollte man sich vielleicht eher für die geschlossene Küche entscheiden.

Zu viele geschlossene Schränke sind ebenfalls ein mögliches Manko. Wer sich beim kleinsten Vorhaben immer erst die Mühe machen muss, eine Tür zu öffnen, wird es bald satt haben. Offene Regale sind hierbei sehr hilfreich. Da sie ohnehin für Gegenstände gedacht sind, die man jeden Tag nutzt, muss auch kein Einstauben von Gläsern und Co. befürchtet werden.

Ein weiteres Problem: zu tief eingebaute Geräte. Wer sich viel in der Küche aufhält, wird das ständige Bücken, um in den Backofen zu sehen, schon bald im Rücken spüren - abgesehen davon nervt es. Bei der Küchenplanung sollte unbedingt auf eine angenehme Höhe geachtet werden.

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Quellenangaben
  • Koch1 © Werner Stapelfeldt - www.fotolia.de
  • White Paper Notes © Giraphics - www.fotolia.de
  • Modern villa by the sea © Bertrand Benoit - www.fotolia.de
  • Woman and two children baking and smiling © Monkey Business - www.fotolia.de
  • Beautiful woman in kitchen is preparing vegetable salad © Dash - www.fotolia.de

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